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Was strukturierte Daten bei Google und in KI-Antworten bringen

Was strukturierte Daten bei Google und in KI-Antworten bringen

02.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Ein Browserfenster mit Textzeilen steht auf einem Fundament aus Steinen, das geschweifte Klammern und ein lächelndes Gesicht trägt; vom Fundament führt eine gestrichelte Linie zu einer Trefferliste mit Lupe, vom Text eine zweite zu einer KI-Sprechblase.

Unsere Antwort, Stand November 2026: Strukturierte Daten sind eine Basis, die jede Website heute sauber haben sollte, ob sie GEO betreibt oder nicht. Ein Hebel für KI-Antworten sind sie nicht, deshalb wäre es falsch, sie als GEO-Optimierung zu verkaufen. Ein B2B-Dienstleister braucht drei, vier Typen im Seiten-Template; bei Google entscheiden sie über die Darstellung eines Ergebnisses, eine Wirkung auf den Platz nennt Google nicht.

Für ChatGPT zählt beim Abruf einer Seite der sichtbare Text: In einem kontrollierten Test kam dort kein Fakt an, der nur im Code stand. Dass der Abruf den Code weglässt, beruht bei ChatGPT auf der eigenen Angabe des Modells, gemessen ist es nur bei Claude.

Seit dem 7. Mai 2026 zeigt Google keine aufklappbaren FAQ-Ergebnisse mehr. Für seine KI-Funktionen verlangt Google laut eigener Dokumentation kein besonderes Markup. Wer Ihnen strukturierte Daten als Weg in ChatGPT verkauft, verspricht eine Wirkung, die die kontrollierten Messungen bisher nicht zeigen.

Strukturierte Daten in drei Sätzen

Strukturierte Daten beschreiben den Inhalt einer Seite in einem festen Format für Suchmaschinen: wer der Anbieter ist, wo er sitzt, wer einen Artikel geschrieben hat. Das Vokabular kommt von schema.org, deshalb ist oft von „Schema Markup“ die Rede. Google empfiehlt das Format JSON-LD, einen Codeblock im Quelltext, den Besucher nicht sehen.

Aus manchen Typen erzeugt Google eine erweiterte Darstellung im Suchergebnis, ein Rich Result, etwa Stellenanzeigen in der Jobsuche. Der Begriff meint hier die Auszeichnung für Suchmaschinen. So sieht sie auf pushpartner.de aus, gekürzt auf die Firma:

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": ["Organization", "ProfessionalService"],
  "@id": "https://www.pushpartner.de/#organisation",
  "name": "PushPartner GmbH",
  "url": "https://www.pushpartner.de",
  "logo": "https://www.pushpartner.de/webclip.png",
  "address": { "@type": "PostalAddress", "streetAddress": "Mindener Str. 30",
    "postalCode": "40227", "addressLocality": "Düsseldorf", "addressCountry": "DE" }
}

Was strukturierte Daten bei Google heute bringen

Sie helfen Google, eine Seite einzuordnen, und schalten für bestimmte Typen eine erweiterte Darstellung frei. Garantiert ist keine davon. Die Angaben müssen zum sichtbaren Inhalt passen, sonst droht eine manuelle Maßnahme. Laut Google kostet sie die erweiterte Darstellung, das Ranking bleibt unberührt.

Googles Übersicht der unterstützten Darstellungen hat 25 Einträge (Stand 16. Oktober 2026). Für Leistungen (Service) gibt es keinen, für häufige Fragen (FAQ) keinen mehr. Die Liste wird kürzer:

DatumÄnderung bei Google
  1. August 2023
FAQ-Ergebnisse nur noch für bekannte Websites von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich
  1. September 2023
HowTo-Ergebnisse entfallen ganz
  1. Juni 2025
sieben Darstellungen sollen auslaufen, sechs waren bis September 2025 weg
  1. Mai 2026
keine FAQ-Ergebnisse mehr, Dokumentation seit Juni 2026 entfernt

Dass Rich Results mehr Klicks bringen, schreiben sieben der elf Ratgeber, die wir zur Suche „strukturierte daten“ gelesen haben. Keiner nennt eine Zahl. Googles eigene Fallstudien dazu stammen von Verbraucherseiten wie Rotten Tomatoes und Nestlé. Eine Messung für B2B-Dienstleister haben wir nicht gefunden.

Welche Typen ein B2B-Dienstleister braucht

Ein kleines Set im Seiten-Template reicht. Dort ergänzen oder korrigieren Sie einen Typ an einer Stelle statt auf jeder Seite. Ausgelaufene Typen dürfen laut Google stehen bleiben, sie schaden nicht.

TypZeigt Google etwas an?Für B2B-Dienstleister
Organization (Firma)Logo und Firmenangaben, etwa im Knowledge Panelja, auf der Startseite
BreadcrumbList (Pfadangabe)Pfad der Seite im Suchergebnis, seit Januar 2025 nur am Desktopja, auf allen Unterseiten
Article oder BlogPostingTitel und Bild des Artikelsja, im Blog, mit Autor
JobPosting (Stellenanzeige)Stellen in der Google-Jobsucheja, solange Stellen offen sind
LocalBusiness (lokales Unternehmen)Öffnungszeiten und Anfahrt im Knowledge Panelunsere Empfehlung: nur mit Standort für Kundenbesuche
Service (Leistung), FAQPageneinoptional, FAQPage nur mit sichtbaren Fragen
Bewertungen zur eigenen Firmanein, zählen bei Google nichtweglassen

Organization hilft Google laut eigener Dokumentation, Ihr Unternehmen zu verstehen und eindeutig zuzuordnen. Pflichtfelder gibt es keine.

Unser Beispiel. pushpartner.de gibt auf jeder Seite die Firmenangaben aus, dazu Pfadangaben, im Blog den Artikel mit Autor und auf den Leistungsseiten Service und FAQPage. Die beiden letzten zeigt Google nicht an. Wir geben sie trotzdem aus: Im Template kosten sie nichts, und sie beschreiben die sichtbaren Inhalte der Seite.

Helfen strukturierte Daten bei ChatGPT, Perplexity und Googles KI?

Belegt ist kein Vorteil des Codes gegenüber sichtbarem Text, für ChatGPT spricht ein kontrollierter Test dagegen. Stand November 2026:

SystemWas der Anbieter sagtWas Tests zeigen
Google: KI-Übersichten und KI-Moduskein besonderes Markup nötigkein messbarer Zuwachs an Zitaten (Ahrefs)
ChatGPTnichts dazu in der Crawler-DokumentationFakten nur im Code: 0 %; dass der Abruf den Code weglässt, nur laut Angabe des Modells (Ramos)
Geminikeine Aussage von Google zu Gemini gefundenüber die Schnittstelle reicht Google den Code durch, 92 bis 100 %; die Gemini-App rief die Testseiten nicht auf (Ramos)
Microsoft Copilothilft den Sprachmodellen (Vortrag 2025, nur über Berichte Dritter belegt)keine Messung gefunden
Perplexitynichts dazu in der Crawler-Dokumentationgab im Einzeltest eine Adresse aus dem Code wieder (Williams-Cook)

Die Messung mit echten Seiten. Ahrefs hat 1.885 Seiten, die zwischen August 2025 und März 2026 JSON-LD ergänzt haben, mit 4.000 Kontrollseiten verglichen. In Googles KI-Übersichten fielen ihre Zitate gegenüber den Kontrollseiten um 4,6 % zurück, statistisch signifikant; beide Gruppen sanken. Im KI-Modus (+2,4 %) und in ChatGPT (+2,2 %) war der Unterschied nicht von null zu unterscheiden.

Alle Seiten hatten schon im Februar 2025 mindestens 100 Zitate in KI-Übersichten. Über Seiten, die noch nicht zitiert werden, sagt die Studie nichts.

Code oder Satz. Der SEO-Berater Rick Ramos testete im September und Oktober 2026 mit erfundenen Firmenseiten, ob ein Fakt im JSON-LD mehr bringt als derselbe Fakt als zusätzlicher Satz. Beides hob die Quote richtig zitierter Seiten gleich stark, von 70 % auf 95 %. Beim Abruf in Echtzeit kam der Code bei Claude nachweislich nicht an, bei ChatGPT laut Angabe des Modells.

Die Gegenseite. Im Februar 2026 gaben ChatGPT und Perplexity in einem Test von Mark Williams-Cook eine Adresse wieder, die nur in einem ungültigen JSON-LD-Block stand. Er folgert daraus, dass die Systeme den Code wie gewöhnlichen Text lesen. In der kontrollierten Messung von Ramos brachte der Code nichts, was ein Satz nicht auch gebracht hätte.

Was für KI-Antworten stattdessen zählt

Was eine KI über Sie wissen soll, gehört sichtbar auf die Seite. Für Ihre Seiten heißt das:

  • Wichtiges als Text. Leistung, Region, Ansprechpartner und belegbare Zahlen gehören als Text auf die Seite. Fakten nur im Code kamen im Test bei ChatGPT nicht an.
  • Erst klarer Inhalt, dann Markup. Strukturierte Daten beschreiben, was auf der Seite steht. Eine unklare Seite wird durch Markup nicht klarer.
  • Eine Seite je konkreter Frage. Für eine Steuerberatung haben wir eine Landingpage zu einem Spezialthema gebaut. Darüber gingen Anfragen aus ChatGPT ein, ohne dass wir darauf hingearbeitet hätten. Ein Einzelfall; unser Schluss daraus: Gespräche in ChatGPT sind sehr spezifisch, gründliche Spezialseiten haben dort eher eine Chance.
Pixelgrafik: Browserfenster mit sichtbarem Text oben und einem Codeblock in geschweiften Klammern unten; der Text erreicht per Pfeil mit Häkchen eine KI-Sprechblase, der Code ebenso eine Trefferliste mit Lupe, sein Pfeil zur Sprechblase endet vorher an einem Kreuz.
Bei Google können strukturierte Daten für bestimmte Typen eine erweiterte Darstellung freischalten. Beim Abruf in Echtzeit kam im Test von Rick Ramos bei Claude nachweislich nur der sichtbare Text an, bei ChatGPT laut Angabe des Modells. Googles Gemini-Schnittstelle reichte den Code durch.

Unser Test. Am 2. November 2026 haben wir unsere Seite zur GEO-Agentur mit Jina Reader und dem Abrufwerkzeug von Claude Code gelesen. Die Seite enthält vier JSON-LD-Blöcke. Keines der Werkzeuge gab den Code weiter, Claude Code lieferte den sichtbaren Text, darunter Fragen und Adresse. Grenze: eine Seite, zwei Werkzeuge, weder ChatGPT noch Google.

Was eine GEO Agentur darüber hinaus leisten kann und wann sie sich lohnt, steht ebenfalls im GEO-Artikel.

Einbauen, prüfen, messen

Strukturierte Daten gehören ins Template oder in ein SEO-Plugin, nicht von Hand in jede Seite. Fünf Schritte:

  1. Ausgabe prüfen. Startseite, eine Leistungsseite und einen Blogbeitrag in den Test für Rich-Suchergebnisse und den Schema Markup Validator geben. Mit einem Plugin wie Rank Math zuerst prüfen, was es schon ausgibt.
  2. Mindestset ergänzen. Organization, BreadcrumbList, Article oder BlogPosting, bei offenen Stellen JobPosting.
  3. Sichtbares und Code abgleichen. Adresse, Fragen und Autor müssen auf der Seite genauso stehen wie im Code.
  4. Doppeltes entfernen. Gibt ein Theme und ein Plugin denselben Typ aus, eine Quelle abschalten; der Validator zeigt doppelte Typen. Bewertungen zur eigenen Firma streichen.
  5. Mit Kontrollseiten messen. Ahrefs empfiehlt fünf bis zehn vergleichbare Seiten ohne Änderung und einen Vergleich nach frühestens 30 Tagen. In der Studie stiegen die Zitate im KI-Modus roh um 43 %, nach Abzug der Kontrollseiten blieben 2,4 %.

Weitere Fragen

Brauche ich strukturierte Daten für Google Jobs?

Für Stellen auf Ihrer eigenen Website ja: Ohne JobPosting-Markup erscheinen sie nicht in der Jobsuche von Google. Ist die Stelle besetzt, nehmen Sie es von der Seite.

Sollten wir für KI etwas machen lassen?

Strukturierte Daten gehören zur Grundlage jeder Website, ob Sie GEO angehen oder nicht, und laufen mit dem Template mit. Als GEO-Optimierung sind sie falsch etikettiert. Ob sich darüber hinaus Arbeit für KI-Antworten lohnt, klärt der Selbsttest im Artikel Brauche ich GEO?.

Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Website heute ausgibt, sehen wir uns das im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam an.

Neukunden oder Mitarbeiter gewinnen?

Im Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie PushPartner Anfragen und Bewerbungen planbar macht. 30 Minuten, kostenlos, unverbindlich.

Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf. Wir bauen Websites und Landingpages und bieten GEO an. Beauftragt man uns mit GEO, sorgen wir auch für saubere strukturierte Daten, weil sie zur Grundlage gehören. Als eigene KI-Leistung verkaufen wir sie nicht.
  • Datenstand: 2. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 2. Februar 2027 und früher, wenn Google seine Dokumentation ändert oder neue Tests erscheinen.
  • Quellen: Google-Dokumentation, Studien und Tests von Werkzeuganbietern und Beratern, ein eigener Test. Die Tests zu KI-Assistenten sind klein und veralten schnell.

Quellen

  1. Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features on Google Search, Stand 10.07.2026
  2. Google Search Central: AI features and your website, Stand 10.12.2025
  3. Google Search Central: Introduction to structured data markup in Google Search, Stand 10.12.2025
  4. Google Search Central: General structured data guidelines, Stand 10.07.2026
  5. Google Search Central: Search gallery, Stand 16.10.2026
  6. Google Search Central: Search documentation updates (FAQ, Mai und Juni 2026)
  7. Google Search Central Blog: Changes to HowTo and FAQ rich results, 08.08.2023
  8. Google Search Central Blog: Simplifying the search results page, 12.06.2025
  9. Google Search Central: Organization structured data und Review snippet, Stand 08.09.2026
  10. Google Search Central: Job posting structured data, Breadcrumb und Article structured data, Stand 08.09.2026
  11. OpenAI: Overview of OpenAI Crawlers; Perplexity: Perplexity Crawlers
  12. Ahrefs: We Tracked 1,885 Pages Adding Schema, 11.05.2026
  13. Serptwerker (Rick Ramos): Schema markup gives AI assistants nothing plain text doesn’t und Methodik, 14.10.2026
  14. Search Engine Roundtable: ChatGPT & Perplexity Treat Structured Data As Text, 06.02.2026
  15. Search Engine Roundtable: Microsoft Confirms Schema Helps Its LLMs, 20.03.2025

Häufige Fragen

Google beschreibt sie als Hilfe, den Inhalt einer Seite zu verstehen, und als Voraussetzung für erweiterte Darstellungen. Eine Wirkung auf das Ranking nennt Google nicht. Die Klickrate kann sich ändern, weil das Ergebnis anders aussieht. Eine belastbare Zahl für B2B-Dienstleister haben wir dazu nicht gefunden.

Für die Google-Suche nicht: Seit dem 7. Mai 2026 zeigt Google keine FAQ-Ergebnisse mehr. Ungenutztes Markup schadet laut Google nicht. Wichtig ist, dass Fragen und Antworten sichtbar auf der Seite stehen: In einem kontrollierten Test kam bei Claude nachweislich nur dieser Text an, bei ChatGPT laut eigener Angabe des Modells.

Belegt ist das nicht, und in seiner Crawler-Dokumentation sagt OpenAI nichts dazu. In einem kontrollierten Test kam bei ChatGPT kein Fakt an, der nur im JSON-LD-Code stand. Dass der Abruf den Code weglässt, beruht bei ChatGPT auf der eigenen Angabe des Modells, gemessen ist es nur bei Claude. In einem Einzeltest gaben ChatGPT und Perplexity dagegen eine Adresse aus dem Code wieder.

Nein. Bewertungssterne für Unternehmen zeigt Google nur auf Seiten, die andere Unternehmen bewerten. Was Sie auf der eigenen Website über sich selbst auszeichnen, bringt keine Sterne.

JSON-LD. Google empfiehlt dieses Format, weil es sich am leichtesten pflegen lässt. Microdata und RDFa versteht Google ebenso, ein Wechsel lohnt sich nur bei einem Umbau.

Über den Autor

Benjamin Pusch

Benjamin Pusch

Geschäftsführer

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Pixelgrafik: Ein Fragezeichen steht vor drei Stufen mit den Ziffern 1 bis 3, auf der zweiten eine Lupe, über der obersten eine Sprechblase mit Antwortzeilen, daneben eine Website mit Häkchen.

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Unsere Antwort aus der Praxis: GEO gehört auf den Schirm, aber selten an den Anfang. Eine eigene GEO Agentur für ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Antworten brauchen die meisten B2B-Mittelständler zunächst nicht. Google schreibt in seiner Dokumentation, dass die Übersichten mit KI (AI Overviews) und der KI-Modus (AI Mode) keine Sonderoptimierung brauchen. Es gelten die bekannten SEO-Grundlagen. Was wirklich dazukommt, ist schmal und schwer zu messen: Erwähnungen Ihres Unternehmens auf fremden Seiten, Zugang für die Crawler der KI-Suchen und eine Messung über viele wiederholte Fragen. Ein Spezialist kann sich lohnen, wenn Ihre Grundlagen sitzen, Ihre Kunden Anbieter häufig per Vergleichsfrage suchen und der Anbieter seine Messmethode offenlegt. Unsere Reihenfolge für die meisten Kunden: erst Grundlagen und SEO, für schnelle Anfragen meist Google Ads, GEO dann Schritt für Schritt dazu.

Benjamin Pusch

Benjamin Pusch

Geschäftsführer