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Google Analytics 4 einrichten: Anleitung und Checkliste in 6 Schritten

Google Analytics 4 einrichten: Anleitung und Checkliste in 6 Schritten

03.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Ein lächelndes Klemmbrett mit fünf Zeilen, vier davon mit grünem Häkchen, steht zwischen einem Browserfenster mit Balkendiagramm und einer Lupe mit grünem Häkchen darüber.

Unsere Antwort: Google Analytics 4 richten Sie in sechs Schritten ein, und ob Ihre Zahlen später brauchbar sind, entscheiden die Einstellungen nach dem Einbau. Die Schritte: Einwilligung klären, Property mit Datenstream anlegen, den Code einbauen, fünf Einstellungen setzen, jede prüfen und erst dann auswerten.

Zwei Einstellungen wirken über den Tag hinaus: Ein aktiver Filter für internen Traffic verändert Ihre Daten dauerhaft, und die Datenaufbewahrung begrenzt, wie weit Sie in explorativen Analysen zurückschauen. Von fünf gelesenen Top-Anleitungen behandelte keine die Aufbewahrung und keine den Testfilter. Diese Anleitung stützt sich auf die Hilfe von Google Analytics.

Schritt 1: Einwilligung klären, bevor gemessen wird

Legen Sie fest, wie Ihre Website die Einwilligung der Besucher einholt, bevor Sie GA4 einbauen. Die Einwilligung bestimmt, welche Daten GA4 überhaupt erhält, deshalb kommt sie zuerst.

Was das Gesetz sagt. Nach § 25 TDDDG ist das Speichern von Informationen auf dem Gerät des Nutzers und der Zugriff darauf nur mit Einwilligung zulässig. Ausgenommen ist, was für einen ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich ist. Google verlangt für Nutzer im EWR, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz eine rechtswirksame Einwilligung für Cookies, soweit das Gesetz sie vorschreibt.

Was Google technisch anbietet. Der Einwilligungsmodus übernimmt die Entscheidung aus Ihrem Banner. In der einfachen Implementierung bleiben die Google-Tags blockiert, bis der Besucher zustimmt. In der erweiterten sendet er ohne Zustimmung Pings ohne Cookies, aus denen GA4 fehlende Daten modelliert.

Seit November 2023: zwei weitere Signale. Ihr Banner übergibt zusätzlich ad_user_data und ad_personalization, oft „Consent Mode v2“ genannt. Fehlt die Zustimmung zu ad_user_data, schränkt Google den Export von Conversions, die über Klick-IDs zugeordnet werden, an Google Ads ein, etwa für die Gebotsoptimierung auf Grundlage von Analytics-Conversions. Ohne ad_personalization erhebt Google keine Daten für Remarketing.

Welche Variante für Ihre Website passt, entscheiden Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Schritt 2 und 3: Property anlegen und einbauen

Ein Konto, darin eine Property für Ihre Website, darin ein Web-Datenstream: Diese drei Ebenen legen Sie in einem Durchgang an.

  1. Rufen Sie analytics.google.com auf und klicken Sie auf „Messung starten“. Wer schon ein Konto hat, legt unter Verwaltung, Erstellen, Property eine neue an.
  2. Geben Sie Name, Zeitzone und Währung der Property ein. Die Zeitzone bestimmt, welchem Tag ein Besuch zugeordnet wird.
  3. Fügen Sie unter Datenstreams einen Stream für „Web“ hinzu und tragen Sie die Adresse Ihrer Website ein.
  4. Kopieren Sie aus den Stream-Details die Mess-ID, sie beginnt mit „G-“.

Einbauen können Sie die Mess-ID auf drei Wegen: als Google-Tag im Quelltext, über ein Feld in Ihrem Website-System oder über den Google Tag Manager. Für WordPress nennt Google Plugins wie Site Kit. Laut Google dauert es bis zu 30 Minuten, bis die ersten Daten ankommen.

Schritt 4: Daten sauber halten

Fünf Einstellungen unter Verwaltung entscheiden, ob Ihre Zahlen brauchbar sind: drei betreffen die Daten selbst, zwei die Rechte und Google Ads. Jede bekommt einen Prüfschritt.

Datenaufbewahrung

Unter Verwaltung, Datenerhebung und -änderung, Datenaufbewahrung legen Sie zwei Werte fest, je 2 oder 14 Monate: einen für Daten auf Nutzerebene, der auch für Schlüsselereignisse gilt, und einen für die übrigen Ereignisdaten. Die Einstellung wirkt nur auf explorative Analysen und Trichterberichte, nicht auf die Standardberichte. Alter, Geschlecht und Interessen bewahrt Google immer nur 2 Monate auf.

Unsere Empfehlung: 14 Monate für beide Werte, wenn Sie Zeiträume über zwei Monate hinaus im explorativen Analysetool vergleichen wollen, abgestimmt mit Ihrem Datenschutz. Prüfen: Lesen Sie beide Werte in Ihrer Property ab, statt sich auf eine Voreinstellung zu verlassen.

Interner Traffic

Ihre eigenen Besuche und die Ihrer Agentur verfälschen die Zahlen. Unter Datenstreams, Ihr Web-Stream, Tag-Einstellungen bearbeiten, Mehr anzeigen, „Internen Traffic definieren“ legen Sie Ihre IP-Adressen fest. Danach erstellen Sie unter Datenfilter einen Filter „Interner Traffic“.

Setzen Sie den Filter zuerst auf den Status „Test“. Ein aktiver Filter verändert die Daten laut Google dauerhaft, ausgeschlossene Besuche werden weder jetzt noch später verarbeitet.

Prüfen: Im Test-Status markiert GA4 die Besuche mit der Dimension „Name des Testdatenfilters“, sichtbar im explorativen Analysetool. Das kann 24 bis 36 Stunden dauern. Erst wenn dort nur Ihre eigenen Besuche stehen, stellen Sie auf „Aktiv“. Pro Property sind höchstens 10 Datenfilter möglich.

Optimierte Analysen

Im Web-Stream schalten Sie unter „Optimierte Analysen“ Ereignisse ein, die GA4 ohne weiteren Code erfasst: Seitenaufrufe, Scrolls bis 90 % der Seitentiefe, Klicks auf externe Links, die Website-Suche, eingebettete YouTube-Videos, Dateidownloads und Formularinteraktionen.

Prüfen: Schauen Sie, welche dieser Ereignisse aktiv sind. Die Formular-Ereignisse zeigen nur Beginn und Absenden. Unsere Einschätzung: Als Messung Ihrer Anfragen reicht das nicht, denn form_submit zählt das Absenden, nicht die angekommene Anfrage.

Rechte klären und Google Ads verknüpfen

Die Verknüpfung mit Google Ads braucht passende Rechte in beiden Konten. Vergeben Sie deshalb zuerst die Zugriffe.

Zugriffe vergeben

Unter Zugriffsverwaltung fügen Sie Team und Agentur hinzu, auf Konto- oder Property-Ebene. Dafür brauchen Sie selbst die Rolle Administrator. Übernehmen wir ein Konto, bitten wir um diesen Zugang, für Analytics und Tag Manager. Prüfen: Jede Person sieht die Property mit der Rolle, die sie für ihre Aufgabe braucht.

Unter Produktverknüpfungen, Google Ads-Verknüpfungen verbinden Sie Property und Werbekonto. Dafür brauchen Sie die Rolle Bearbeiter oder Administrator in GA4 und Administratorzugriff in Google Ads. Taucht das Werbekonto bei der Auswahl nicht auf, fehlen laut Google möglicherweise die Rechte.

Prüfen: Das Konto erscheint in der Liste der Verknüpfungen. Unsere Empfehlung: Zählen Sie Anfragen in Google Ads mit einem eigenen Conversion-Tag und setzen Sie ein aus GA4 importiertes Schlüsselereignis dort auf sekundär, also nur zur Beobachtung. Wie wir Kampagnen auf Anfragen ausrichten, zeigt die Seite Google Ads Agentur.

Was Sie nicht mehr brauchen

Überholt. „In Google Analytics 4 ist keine Maskierung von IP-Adressen erforderlich, da IP-Adressen weder protokolliert noch gespeichert werden“, schreibt Google. Die IP-Anonymisierung, die zwei der gelesenen Anleitungen noch verlangen, etwa per Code-Zusatz anonymize_ip, stammt aus Universal Analytics. Diesen Vorgänger hat Google durch GA4 ersetzt, seit Juli 2024 sind auch seine Daten nicht mehr abrufbar.

Schritt 5 und 6: Prüfen und Daten nutzen

Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy außerhalb Ihres Netzes, damit ein aktiver Filter für internen Traffic den Testbesuch nicht ausblendet. Stimmen Sie im Banner zu und schauen Sie in den Echtzeitbericht: Ihr Besuch muss dort erscheinen.

Lehnen Sie im zweiten Versuch ab. Bei der einfachen Implementierung darf Ihr Besuch dann nicht im Echtzeitbericht stehen, weil die Tags blockiert sind. Bei der erweiterten öffnen Sie den Tag Assistant von Google: Im Reiter „Consent“ muss nach der Ablehnung in der Spalte „On-page Update“ für analytics_storage und ad_user_data „denied“ stehen.

Unsere eigene Prüfliste für Kundenkonten verlangt nach jedem Schritt einen solchen Testbesuch, nicht nur einmal am Ende.

Danach zeigt GA4, woher Ihre Besucher kommen. Für Firmen, die Anfragen gewinnen, ist das der Anfang: Welche Anfrage aus welcher Kampagne zum Kunden wird, braucht eigenes Conversion-Tracking und eine Rückmeldung aus Ihrem CRM. Anrufe sind dabei ein eigener Anfrageweg und brauchen eine eigene Messung.

KI-Assistenten im Kanalbericht. GA4 führt einen eigenen Kanal „KI-Assistent“ für Besuche aus ChatGPT, Gemini, Copilot und ähnlichen Diensten. Übersichten mit KI und der KI-Modus von Google zählen nicht dazu. Wie klein dieser Kanal bei einem B2B-Dienstleister sein kann, zeigt unser Artikel Brauche ich GEO?

Checkliste zum Abhaken

SchrittWo in GA4Geprüft, wenn
EinwilligungBanner und Einwilligungsmodus auf der WebsiteTest mit Zustimmung und mit Ablehnung; Banner übergibt auch ad_user_data und ad_personalization
Property und DatenstreamVerwaltung, Erstellen, DatenstreamsMess-ID mit „G-“ vorhanden
EinbauWebsite, Plugin oder Tag Managereigener Besuch im Echtzeitbericht
DatenaufbewahrungDatenerhebung und -änderung, Datenaufbewahrungbeide Werte abgelesen und entschieden
Interner TrafficDatenstreams, Tag-Einstellungen; DatenfilterTestfilter zeigt nur eigene Besuche, dann aktiv
Optimierte AnalysenDatenstreams, Web-Streamaktive Ereignisse bekannt
ZugriffeZugriffsverwaltungjede Person mit passender Rolle
Google AdsProduktverknüpfungenKonto in der Liste

Sie haben GA4 übernommen und wissen nicht, ob es so eingerichtet ist? Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir Ihre Property mit dieser Checkliste durch.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf. Wir richten für Kunden Messung und Google-Ads-Kampagnen ein und verdienen an solchen Aufträgen.
  • Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027 und früher, wenn Google Einwilligungsmodus, Aufbewahrung oder Oberfläche ändert.
  • Quellen: Hilfe von Google Analytics und Google Ads, Entwicklerdoku von Google, Gesetzestext, Google-Richtlinie, fünf gelesene Anleitungen. Menüpfade ändern sich gelegentlich.

Quellen

  1. Google Analytics-Hilfe: Analytics für eine Website und/oder App einrichten, abgerufen 03.11.2026
  2. Google Analytics-Hilfe: Datenaufbewahrung, abgerufen 03.11.2026
  3. Google Analytics-Hilfe: Internen Traffic herausfiltern, abgerufen 03.11.2026
  4. Google Analytics-Hilfe: Google Ads mit Google Analytics verknüpfen, abgerufen 03.11.2026
  5. Google Analytics-Hilfe: Ereignisse für optimierte Analysen, abgerufen 03.11.2026
  6. Google Analytics-Hilfe: „Nutzer und Nutzergruppen in Analytics hinzufügen, bearbeiten und löschen“, abgerufen 03.11.2026
  7. Google Analytics-Hilfe: Einwilligungsmodus, abgerufen 03.11.2026
  8. Google Ads-Hilfe: Einwilligungsmodus, abgerufen 03.11.2026
  9. Google for Developers: Fehlerbehebung beim Einwilligungsmodus mit dem Tag Assistant, abgerufen 03.11.2026
  10. Google Analytics-Hilfe: IP-Maskierung in Universal Analytics, abgerufen 03.11.2026
  11. Google Analytics-Hilfe: Universal Analytics wurde durch Google Analytics 4 ersetzt, Stand 12.12.2024
  12. Google Analytics-Hilfe: Standard-Channelgruppe, abgerufen 03.11.2026
  13. Google: Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU, abgerufen 03.11.2026
  14. Bundesministerium der Justiz: § 25 TDDDG, abgerufen 03.11.2026
  15. Google Tag Manager-Hilfe: Tag Manager - Übersicht, abgerufen 03.11.2026
  16. Google Marketing Platform: Google Analytics, abgerufen 03.11.2026
  17. Gelesene Anleitungen: HubSpot, Digital Loop, seonicals, luna-park, converlytics, abgerufen 02. und 03.11.2026

Häufige Fragen

Die Standardversion ja. Google beschreibt Analytics als kostenlose Lösung für Unternehmen aller Größen. Daneben gibt es Analytics 360 mit höheren Grenzen, etwa einer längeren Datenaufbewahrung.

Nein. Sie können den Google-Tag direkt einbauen oder die Mess-ID in Ihr Website-System eintragen. Der Tag Manager ist ein Tag-Management-System: In einem Container verwalten Sie GA4 und weitere Tags. Unsere Einschätzung: Er lohnt sich, sobald Conversion-Tracking und Werbe-Tags dazukommen.

Google verweist für WordPress auf Plugins wie Site Kit oder MonsterInsights, alternativ binden Sie den Tag Manager ein. Für die Einwilligung gilt dasselbe wie bei jeder anderen Website: Ihr Einwilligungsbanner sollte die Google-Tags steuern.

Unter Verwaltung, Datenerhebung und -änderung, Datenstreams. Klicken Sie auf Ihren Web-Datenstream, die Mess-ID steht in den Stream-Details und beginnt mit „G-“. Eine Tracking-ID mit „UA-“ gehört zu Universal Analytics und funktioniert nicht mehr.

Ja, es gibt andere Webanalyse-Werkzeuge. Einen Vergleich enthält dieser Artikel nicht. Wer Google Ads schaltet, sollte bei einer Alternative prüfen, ob sie Daten mit dem Werbekonto austauschen kann.

Über den Autor

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