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Call-to-Action-Beispiele: Buttons und Texte, die Anfragen bringen

Call-to-Action-Beispiele: Buttons und Texte, die Anfragen bringen

03.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Ein Browserfenster zeigt einen großen orangefarbenen Button mit lächelndem Gesicht und zwei grauen Zeilen darunter; ein Mauszeiger klickt ihn an, eine gestrichelte Linie führt zu einem Briefumschlag mit grünem Häkchen.

Ein guter Anfrage-Button sagt, was nach dem Klick passiert: „Rückruf anfordern“ statt „Kontakt“, „Angebot für Ihr Projekt anfordern“ statt „Anfrage senden“. Er hebt sich deutlich vom Rest der Seite ab, und eine kurze Zeile darunter klärt, was Besucher vorher wissen wollen: Was kostet es, wie lange dauert es, wer meldet sich? Die Farbe kommt aus unserer Sicht erst danach; belastbare Messungen dazu für Anfrage-Buttons haben wir nicht gefunden.

Die Ratgeber, die wir dazu gelesen haben, zeigen vor allem Beispiele aus Onlineshops, Software und Newslettern. Hier geht es um B2B-Seiten, auf denen Besucher ein Gespräch oder ein Angebot anfragen.

Beispiele für Anfrage-Buttons mit Zeile darunter

Ein Anfrage-Button beschreibt, was der Besucher bekommt. „Absenden“, „Anfrage senden“ und „Mehr erfahren“ sagen nicht, was danach passiert. So steht es auch in unserer eigenen Schreibregel für Landingpages.

Die Tabelle zeigt Formulierungsvorschläge, keine Testergebnisse. Übernehmen Sie nur, was auf Ihrer Seite stimmt: „kostenlos“ nur, wenn es nichts kostet, und jede Zeile darunter nur, wenn Sie sie einhalten.

AnlassStattButtonZeile darunter, zum Beispiel
BeratungKontaktBeratung anfragenRückmeldung am nächsten Werktag
AngebotAnfrage sendenAngebot für Ihr Projekt anfordernMit Preis und Liefertermin
Vor-Ort-TerminTerminVor-Ort-Termin anfragenZwei Terminvorschläge per E-Mail
MusterBestellenKostenloses Muster anfordernOhne Kaufpflicht
Technische UnterlagenDownloadDatenblatt anfordernKommt sofort per E-Mail
MachbarkeitJetzt startenMachbarkeit prüfen lassenEine Zeichnung oder ein Foto genügt
RückrufAbsendenRückruf anfordernWunschzeit im nächsten Schritt wählen
Bewerbung (Recruiting)Formular sendenJetzt bewerbenOhne Anschreiben, in zwei Minuten

Der Button bleibt kurz. Was er nicht sagen kann, gehört in die Zeile darunter.

Was unter und neben den Button gehört

Eine kurze Zeile direkt unter dem Button nimmt die letzte Sorge vor dem Klick. Die Agentur Happy Heroes nennt als Beispiel „Antwort innerhalb von zwei Werktagen“, die Agentur Webwings einen Infotext wie „Sende uns das ausgefüllte Formular, dann rufen wir dich in 24 Stunden an“. Beide setzen voraus, dass die Zusage stimmt.

Das ist Praktikerrat, keine Messung.

Was in die Zeile passt. Dauer und Form des Gesprächs, ob es etwas kostet, wer sich meldet und bis wann. Was Sie nicht verlässlich einhalten, lassen Sie weg.

Ein zweiter, weicher Weg, aber nicht überall. Nicht jeder Besucher will schon mit einem Vertrieb sprechen. Webwings unterscheidet harte Aufforderungen für Entscheidungsnahe („Angebot einholen“) von weichen für Informationssuchende („Whitepaper herunterladen“) und empfiehlt, beide nebeneinander zu setzen.

Wir unterscheiden nach Seite: Auf einer Landingpage für Anzeigen gilt ein Ziel, ein nächster Schritt. Auf Startseite, Leistungs- und Blogseiten darf neben dem Hauptbutton höchstens ein zweiter, weicherer Weg stehen, etwa „Ablauf ansehen“ als Umriss oder Textlink.

Das Formular passend zum Button. Steht auf dem Button „Rückruf anfordern“, fragt das Formular nur nach Telefonnummer und Wunschzeit. Was im Button steht, passiert im nächsten Schritt auch.

Farbe, Größe, Platz: drei Prüfwerte

Eine Farbe, die immer gewinnt, belegt keine unserer Quellen. Entscheidend ist, dass der Button als Button erkennbar ist und sich abhebt. Drei Werte helfen bei der Prüfung:

  1. Kontrast mindestens 3:1. Die Richtlinien für barrierefreie Websites des W3C (WCAG 2.2, Kriterium 1.4.11) verlangen für das, woran man den Button erkennt (Fläche oder Rahmen), einen Kontrast von mindestens 3:1 zu den angrenzenden Farben. Macht schon der Text den Button erkennbar, ist ein Rahmen nicht vorgeschrieben. Die Beschriftung braucht 4,5:1, bei großer Schrift 3:1 (Kriterium 1.4.3). Das Kontrastverhältnis vergleicht die Helligkeit zweier Farben, ein Kontrastrechner zeigt es an.
  2. Mindestens 24 x 24 Pixel. Die Trefferfläche soll laut WCAG 2.2 (Kriterium 2.5.8) mindestens 24 x 24 CSS-Pixel groß sein, mit Ausnahmen etwa bei genug Abstand zu anderen Elementen. Für den Hauptbutton auf dem Handy ist das die Untergrenze; die strengere Stufe AAA nennt 44 x 44 (Kriterium 2.5.5).
  3. Erster Bildschirm und nach den Argumenten. In einer Eyetracking-Studie der Nielsen Norman Group von 2018 (120 Teilnehmer, Desktop) verbrachten Nutzer etwa 57 % der Betrachtungszeit im ersten Bildschirm, 74 % in den ersten beiden. 2010 waren es noch 80 % im ersten. Die Studie misst Aufmerksamkeit, keine Anfragen. Unsere Empfehlung: ein Button im ersten Bildschirm und einer nach den Argumenten, für alle, die weiterlesen.

Wenig bekannt: Beschriftung und Name. Was auf dem Button steht, soll auch in seinem technischen Namen stehen (WCAG 2.5.3). Sonst finden Menschen, die per Sprache steuern, den Button nicht, wenn sie seine Beschriftung sagen. Prüfen Sie das besonders bei Buttons, deren Text als Bild eingebunden ist oder neben einem Symbol steht.

Was die bekannten CTA-Zahlen zeigen

Zwei Zahlen zu Buttons, „Rot schlägt Grün um 21 %“ und „Personalisierte CTAs wirken 202 % besser“, stammen aus einem Einzeltest mit Klicks als Ziel und aus einer Herstellerangabe. Für einen Anfrage-Button auf einer B2B-Seite belegen sie wenig.

Rot schlägt Grün um 21 %. HubSpot schreibt heute, der rote Button schlage den grünen „consistently“, also durchgängig, und beruft sich auf eine Übersicht von CXL zu mehreren Tests, darunter HubSpots eigenem.

Den HubSpot-Test beschrieb Josh Porter (HubSpot-Blog, August 2011): ein Test auf der Startseite der Software Performable, wenige Tage, über 2.000 Besuche, gemessen wurde, wer auf den Button klickte. Der Autor schrieb selbst, man könne das Ergebnis nicht auf alle Situationen übertragen. Als mögliche Erklärung nannte er, dass Rot sich vom grünen Farbschema der Seite abhob.

Personalisierte CTAs wirken 202 % besser. Die Zahl stammt von HubSpot selbst, das im selben Absatz sein eigenes CTA-Werkzeug bewirbt, ausgewertet an über 330.000 CTAs in sechs Monaten. Eine Methode nennt die Liste nicht. Auf einen festen Button, den jeder Besucher gleich sieht, lässt sie sich nicht übertragen.

Wann ein Buttontest lohnt

Ein A/B-Test teilt die Besucher per Zufall auf zwei Varianten einer Seite auf und vergleicht den Anteil der Besucher, die anfragen. Wie viele Besucher er braucht, lässt sich vorher rechnen. Beispielrechnung mit 3 % Conversion Rate (3 von 100 Besuchern fragen an), 14 Anfragen im Monat, also rund 470 Besuchern, 95 % Sicherheit und 80 % Teststärke:

Gesuchter ZuwachsBesucher je VarianteDauer bei 470 Besuchern im Monat (beide Varianten zusammen)
+20 % (3,0 auf 3,6 %)rund 13.900rund 5 Jahre
+50 % (3,0 auf 4,5 %)rund 2.500knapp 11 Monate

Selbst +50 % braucht hier also knapp 11 Monate. Deshalb testen wir bei wenig Verkehr große Unterschiede wie Angebot, Aufbau oder Formular und messen zusätzlich ein häufigeres Zwischenziel: den Einstieg ins Formular. Starten angenommen 10 % der Besucher das Formular, erkennt ein Test +50 % beim Formularstart (10 auf 15 %) nach rund 690 Besuchern je Variante, also in etwa 3 Monaten. Ein Formularstart ist noch keine Anfrage, zeigt aber früher die Richtung.

Was belegt ist und was offen ist. Die Testrechnung beruht auf angenommenen Werten; Ihre eigenen setzen Sie in einen Rechner für Stichprobengrößen ein. Offen ist, wie stark die Zeile unter dem Button bei B2B-Anfragen wirkt: Dazu haben wir keine Messung gefunden.

Button prüfen in fünf Fragen

Bevor Sie Farben testen, gehen Sie diese Fragen durch:

  1. Sagt der Text, was nach dem Klick passiert? „Rückruf anfordern“ statt „Absenden“.
  2. Stimmt die Zeile darunter? Jede Zusage zu Dauer, Kosten oder Rückmeldung halten Sie ein.
  3. Hebt sich der Button ab? Erkennt man ihn an Fläche oder Rahmen: mindestens 3:1. Beschriftung 4,5:1, bei großer Schrift 3:1. Die stärkste Farbe für den Hauptbutton.
  4. Trifft man ihn auf dem Handy? Mindestens 24 x 24 Pixel, für den Hauptbutton besser 44 x 44.
  5. Hält das Formular, was der Button verspricht? Nur die Felder, die der nächste Schritt braucht, der Absende-Button direkt unter dem letzten Feld.

Wie wir Landingpages mit einem klaren nächsten Schritt bauen, steht auf der Seite Landingpage Agentur. Für Bewerbungen über Facebook und Instagram finden Sie mehr unter Social Recruiting. Ob Ihr Anfrage-Button sagt, was nach dem Klick passiert, sehen wir uns im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam an.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf. Wir bauen Landingpages für Kunden und verdienen daran.
  • Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens im November 2027 und früher, wenn sich die WCAG ändern.
  • Quellen: Richtlinien des W3C, eine Eyetracking-Studie, der Originalbeitrag zum Farbtest, vier Ratgeber von Agenturen und Anbietern, unsere eigenen Schreibregeln.

Quellen

  1. W3C: Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2, Kriterien 1.4.3, 1.4.11, 2.5.3, 2.5.5 und 2.5.8, abgerufen am 03.11.2026
  2. W3C: Understanding Non-text Contrast, abgerufen am 03.11.2026
  3. W3C: Understanding Label in Name, abgerufen am 03.11.2026
  4. Nielsen Norman Group: Scrolling and Attention, 15.04.2018
  5. Josh Porter, HubSpot-Blog: The Button Color A/B Test: Red Beats Green, 02.08.2011, Webarchiv vom 01.01.2013
  6. HubSpot: 15 Call-to-Action Statistics, Stand 26.09.2025
  7. Happy Heroes: Call to Action: Psychologie, Beispiele & Platzierung, abgerufen am 03.11.2026
  8. Webwings: Call-to-action, Stand 03.09.2025
  9. Haufe Akademie: Call to Action, abgerufen am 03.11.2026

Häufige Fragen

Call to Action heißt Handlungsaufforderung. Gemeint ist ein Element, meist ein Button oder Link, das Besucher zu einem bestimmten nächsten Schritt auffordert, etwa ein Gespräch zu vereinbaren oder ein Angebot anzufragen.

Keine bestimmte; wichtig ist, dass man den Button sofort als Button erkennt. Erkennt man ihn an Fläche oder Rahmen, verlangen die Richtlinien für barrierefreie Websites (WCAG 2.2) dafür einen Kontrast von mindestens 3:1 zur Umgebung. Die Beschriftung braucht 4,5:1, bei großer Schrift 3:1. Die Akzentfarbe reservieren Sie am besten für den Hauptbutton.

Einmal im ersten Bildschirm und noch einmal nach den Argumenten. In einer Eyetracking-Studie der Nielsen Norman Group lagen 57 % der Betrachtungszeit im ersten Bildschirm, 74 % in den ersten beiden. Wer weiterliest, braucht weiter unten wieder einen Button.

Das hängt von der Seite ab. Auf einer Landingpage für Anzeigen nur der harte: ein Ziel, ein nächster Schritt. Auf Startseite, Leistungs- und Blogseiten darf neben dem Hauptbutton höchstens ein weicher Weg stehen, etwa zum Ablauf, optisch zurückgenommen als Umriss oder Textlink.

Bei wenigen Anfragen im Monat meist nicht. Mit 14 Anfragen im Monat und 3 % Conversion Rate (3 von 100 Besuchern fragen an) braucht ein Test für +20 % rund fünf Jahre, für +50 % knapp 11 Monate. Schneller geht es mit großen Unterschieden und dem Formularstart als Zwischenziel.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

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