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Was ist eine Landingpage? Definition und drei Beispiele

Was ist eine Landingpage? Definition und drei Beispiele

03.11.2026

7 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Links eine Trefferliste mit hervorgehobenem obersten Treffer, von dort führt eine gestrichelte Linie zu einem großen Browserfenster mit einer Webseite, auf deren orangen Knopf ein Mauszeiger klickt; rechts ein Briefumschlag mit grünem Häkchen.

Eine Landingpage ist die Seite, auf der Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige oder einen Link landen. Für Google ist das jede Seite, auf die Ihre Anzeige führt, auch die Startseite. Die Frage ist deshalb nicht, ob Sie eine Landingpage haben, sondern ob es die richtige für diese Anzeige ist.

Unsere Antwort: Eine eigene Seite lohnt sich, wenn Ihre Startseite das Angebot aus der Anzeige nicht direkt zeigt oder Google die Landingpage für wichtige Keywords als unterdurchschnittlich bewertet.

Im Marketing meint der Begriff meist enger eine eigene Seite für ein einziges Angebot, mit genau einem nächsten Schritt wie einer Anfrage. Wofür solche Seiten gebaut werden, zeigen drei Beispiele aus unseren Projekten.

Landingpage: die Definition

Wörterbuch und Google meinen dasselbe: die Zielseite nach dem Klick. Der Duden beschreibt eine Landingpage als „Webseite, auf die man durch Anklicken einer Werbeanzeige im Internet oder eines per E-Mail versendeten Links gelangt“.

Google Ads spricht von der finalen URL: „Die finale URL (auch Landingpage genannt) ist die Adresse der Webseite, auf die Personen nach dem Klicken auf Ihre Anzeige weitergeleitet werden.“

WoWas „Landingpage“ dort heißt
Dudenjede Webseite nach dem Klick auf eine Werbeanzeige oder einen Link aus einer E-Mail
Google Adsdie finale URL einer Anzeige, ob Startseite, Unterseite oder eigene Seite
Marketingeine eigene Seite für ein Angebot, mit einem nächsten Schritt, oft ohne Hauptmenü

Von sechs Ratgebern unter den ersten neun Google-Treffern zu dieser Frage nennen drei das fehlende Menü als Merkmal, einer beschreibt die Landingpage als losgelöst von der übrigen Website. Für die Definition zählt aber nur, wohin Anzeige oder Link führen. Deshalb kann auch jede Unterseite eine Landingpage sein.

Landingpage, Startseite, Website: der Unterschied

Die Website ist das Ganze, die Startseite ihr Eingang für alle Anliegen. Eine Landingpage im engen Sinn ist für ein Anliegen und eine Besucherquelle gebaut. Typische Unterschiede, keine festen Regeln:

MerkmalStartseiteeigene Landingpage
ZweckÜberblick über Firma und Leistungenein Angebot, ein nächster Schritt
Besucher kommen überMarkensuche, direkte Eingabe, Linkseine Anzeige, Mail oder einen QR-Code zu genau diesem Angebot
Ziele auf der Seiteviele: Leistungen, Karriere, Kontakteines: Anfrage, Anruf oder Termin
Für Google AdsLandingpage, wenn die Anzeige dorthin führtLandingpage

Unsere Einordnung verwandter Begriffe: Eine Microsite ist ein kleiner eigener Webauftritt mit mehreren Seiten zu einem Thema. Ein Onepager ist eine Website, die nur aus einer Seite besteht. Eine Salespage ist eine lange Verkaufsseite für ein Produkt. Jede davon wird zur Landingpage, sobald eine Anzeige auf sie führt.

Wofür braucht man eine Landingpage?

Überall dort, wo ein Klick auf ein bestimmtes Angebot führt: Suchanzeigen, Werbe-Mails, ein QR-Code auf einem Flyer.

Was Google bewertet. Bei Suchanzeigen schätzt Google die „Nutzererfahrung mit der Landingpage“: wie relevant und nützlich die Seite für Menschen ist, die auf die Anzeige klicken. Höher bewertete Seiten sind laut Google „in der Regel gut strukturiert und umfassen Texte, die sich auf die Suchbegriffe des jeweiligen Nutzers beziehen“. Das gilt für die Startseite genauso wie für eine eigene Seite.

Wo Sie das sehen. Im Google-Ads-Konto bekommt ein Keyword einen von drei Status, sobald genug Suchanfragen vorliegen: überdurchschnittlich, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich. Google vergleicht dafür mit anderen Werbetreibenden, deren Anzeigen in den letzten 90 Tagen für genau dieselbe Suche liefen. Steht dort „unterdurchschnittlich“, rät Google selbst zu Änderungen an der Landingpage.

Was das für die Kosten heißt. Die Bewertung ist Teil des Qualitätsfaktors, eines Diagnosewerts von 1 bis 10 je Keyword, der laut Google selbst nicht in der Anzeigenauktion zählt. In den Anzeigenrang fließt aber die Anzeigenqualität ein, und die umfasst die Landingpage. Höhere Anzeigenqualität führt laut Google „in der Regel“ zu besseren Positionen und niedrigeren Kosten. Wie viel eine bessere Landingpage spart, beziffert Google nicht.

Drei Beispiele aus unseren Projekten

Juno Immobilien: Seite mit Werkzeug. Juno wollte Eigentümer erreichen, bevor sie sich für einen Makler entschieden haben. Ein Teil der Google-Anzeigen führte auf Ratgeberseiten zu Erbschaft, Scheidung oder Sanierung, ein anderer auf Landingpages mit einem Immobilienwertrechner. Überschriften, Aufbau und Inhalte der Seiten haben wir per A/B-Test in mehreren Fassungen geprüft.

Ergebnis laut Fallstudie Juno Immobilien: mehr als 660 qualifizierte Eigentümer-Leads bei über 5 % Conversion Rate, also dem Anteil der Besucher, die den gewünschten Schritt gehen.

Naturstein Zentrum Ruhr: bildstarke Angebotsseite. Der Natursteinhändler mit Standorten in Bochum und Wetter wollte über das Internet Neukunden gewinnen. Wir haben bildstarke Landingpages gebaut und mit ausgewählten Keywords in Google Ads verbunden. Die Fallstudie Naturstein Zentrum Ruhr nennt 4,3 % Conversion Rate durch die Landingpages.

Malerbetrieb Trynoga: erst Bewerber, dann Kunden. Der Wuppertaler Betrieb suchte Ende 2020 zuerst einen Maler und Lackierer. Werbekampagnen auf Google und Facebook und eine Karriereseite brachten den neuen Mitarbeiter. Danach kamen Landingpages für Kontaktanfragen von Neukunden dazu. Die Fallstudie Malerbetrieb Trynoga nennt 3,8 % Conversion Rate durch Landingpages.

Was die Zahlen zeigen. Die Fallstudien nennen weder Messart noch Zeitraum der Quoten und keinen Wert vor den neuen Seiten. Vergleichen Sie die drei deshalb nicht miteinander oder mit Branchenwerten. Sie zeigen, wie verschieden Landingpages aussehen können. Wie viel eine neue Seite gegenüber der alten bringt, belegen sie nicht.

Woran Sie eine gute Landingpage erkennen

Eine gute Landingpage hält, was die Anzeige verspricht. Fünf Prüfpunkte für Ihre eigene Seite:

  1. Suchbegriff und Anzeige wiederfinden. Wer einen Badumbau in seiner Stadt sucht, liest genau das oben auf der Seite. Ob die Seite zum Keyword und zur Suche passt, fließt laut Google in die Bewertung ein.
  2. Ein Angebot, ein nächster Schritt. Die Seite zeigt das Angebot aus der Anzeige und einen klaren Weg zur Anfrage, zum Anruf oder zum Termin. So bauen wir unsere Landingpages.
  3. Schnell laden. Google lehnt Anzeigenziele ab, die mit gängigen Browsern oder Geräten nicht schnell laden, nennt aber keinen Grenzwert. Als guten Wert nennt Googles Entwicklerseite web.dev, dass der größte Inhalt nach höchstens 2,5 Sekunden erscheint. Bei 71 % von 11.649 Firmenwebsites, die wir im Oktober 2026 gemessen haben, dauert es länger, bei der Hälfte mehr als 4,6 Sekunden.
  4. Kein Hauptmenü, aber keine Falle. Auf unseren Landingpages fehlt das Hauptmenü, Impressum und Datenschutz bleiben verlinkt. Google verlangt eine einfache Navigation und lehnt Seiten ab, die die Zurück-Schaltfläche stören oder es mit Pop-ups erschweren, den Inhalt zu sehen.
  5. Eigene Inhalte. Seiten mit Inhalten, die aus einer anderen Quelle kopiert sind und nichts Eigenes bieten, lehnt Google ab, ausdrücklich auch Vorlagen mit duplizierten Inhalten. Wer einen Baukasten nutzt, füllt die Vorlage deshalb mit eigenem Text, eigenen Belegen und dem eigenen Angebot.

Vorsicht bei Anbieterzahlen. Instapage, ein Anbieter von Landingpage-Software, berichtete 2019 für die Suche nach dem eigenen Markennamen fast die dreifache Conversion Rate mit einer eigenen Seite statt der Startseite. Geändert hatte Instapage dabei auch die Anzeige. Welchen Anteil die Seite am Ergebnis hatte, lässt sich daraus nicht ablesen.

Ob Ihre Anzeigen heute auf die passende Seite führen, sehen wir uns im kostenlosen Erstgespräch an. Wie wir Landingpages bauen, messen und testen, steht auf der Seite Landingpage Agentur.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und baut Landingpages für Google-Ads-Kampagnen. Die drei Beispiele stammen aus unseren veröffentlichten Fallstudien.
  • Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens im November 2027 und früher, wenn Google die Richtlinie „Anforderungen an Ziele“ oder die Hilfe zum Qualitätsfaktor ändert.
  • Quellen: Duden, Hilfe und Richtlinien von Google Ads, web.dev, ein Anbietertest, eigene Fallstudien, eine eigene Messung und eine Ratgeber-Auswertung.

Quellen

  1. Duden: Landingpage, abgerufen am 03.11.2026
  2. Google Ads-Werberichtlinien-Hilfe: Anforderungen an Ziele, abgerufen am 03.11.2026
  3. Google Ads-Hilfe: Definition „Nutzererfahrung mit der Landingpage“, abgerufen am 03.11.2026
  4. Google Ads-Hilfe: Qualitätsfaktor für Suchkampagnen, abgerufen am 03.11.2026
  5. Google Ads-Hilfe: Anzeigenqualität, abgerufen am 03.11.2026
  6. web.dev (Google): Largest Contentful Paint (LCP), abgerufen am 03.11.2026
  7. Instapage: Yes, Landing Pages Perform Better Than Your Website Homepage for Branded Search Traffic, abgerufen am 03.11.2026
  8. PushPartner: Fallstudien Juno Immobilien, Naturstein Zentrum Ruhr und Malerbetrieb Trynoga
  9. PushPartner: Auswertung von sechs Ratgebern unter den ersten neun Treffern zur Suche „was ist eine landingpage“ (google.de), 03.11.2026 (nicht veröffentlicht)
  10. PushPartner: eigene Messung der Ladezeit von 11.649 Firmenwebsites, Oktober 2026 (nicht veröffentlicht)

Häufige Fragen

Der Duden empfiehlt „Landingpage“ in einem Wort, alternativ „Landing-Page“ mit Bindestrich. Die Schreibung mit Leerzeichen führt der Duden nicht.

Jede Unterseite kann eine sein. Für Google Ads ist die Seite die Landingpage, auf die eine Anzeige führt, ob Startseite, Leistungsseite oder eigene Seite. Im engeren Sinn meint man eine eigene Seite für ein Angebot mit genau einem Ziel. Wie gut eine Seite passt, zeigt die Bewertung je Keyword im Konto, sofern genug Suchanfragen vorliegen.

Unsere Einordnung: eine Seite, die ohne Anzeige über die normale Google-Suche gefunden werden soll. Sie ist auf einen Suchbegriff ausgerichtet, so wie eine Werbe-Landingpage auf ihre Anzeige.

Pflicht ist sie nicht. Ihre Anzeige darf auch auf die Startseite oder eine Leistungsseite führen, solange die Seite Googles Richtlinien erfüllt. Eine eigene Seite lohnt sich aus unserer Sicht, wenn die Startseite das Angebot aus der Anzeige nicht direkt zeigt oder Google die Landingpage für wichtige Keywords als unterdurchschnittlich bewertet.

Mit einem Baukasten, in Ihrem Redaktionssystem wie WordPress oder über eine Agentur. Unabhängig vom Werkzeug gelten die fünf Punkte aus der Checkliste in diesem Artikel. Eigene Texte gehören dazu, auch wenn die Gestaltung aus einer Vorlage stammt: Kopierte Inhalte ohne eigenen Wert lehnt Google ab.

Über den Autor

Benjamin Pusch

Benjamin Pusch

Geschäftsführer

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer