Was Demand Gen ist und wo die Anzeigen laufen
Demand Gen ist ein Kampagnentyp in Google Ads für Bild-, Video- und Karussellanzeigen. Laut Google laufen die Anzeigen auf YouTube einschließlich Shorts, in Discover, Gmail, Google Maps und im Displaynetzwerk. Sie können die Kanäle einschränken, etwa auf YouTube Shorts.
Unter Demand Gen sind mehrere ältere Kampagnentypen zusammengelaufen:
| Früher | Heute | Seit wann |
|---|---|---|
| Discovery-Kampagne | Demand Gen | 2023 |
| Video-Aktionskampagne | Demand Gen | Umstellung bis April 2026 |
| Displaykampagne | Demand Gen | Umstellungswerkzeug seit Juni 2026, später automatisch |
Als Anzeigenmaterial nimmt Demand Gen Bilder im Querformat 1,91:1, im Hochformat 4:5 und quadratisch, dazu ein Logo, Videos quer, hoch oder quadratisch und Karussells mit 2 bis 10 Karten.
Wie sich Demand Gen von der Suche unterscheidet
Eine Suchanzeige erscheint, wenn jemand schon nach Ihrer Leistung sucht. Eine Demand-Gen-Anzeige erscheint, während jemand ein Video schaut oder durch Discover scrollt, also bei Menschen, die in diesem Moment nicht nach Ihnen gesucht haben. Kommt eine Anfrage, kann sie später und über einen anderen Weg eingehen.
Performance Max spielt laut Google auf allen Google-Kanälen aus, auch in der Suche und bei Google Shopping. Demand Gen bleibt bei YouTube, Discover, Gmail, Maps und Display und gibt Ihnen laut Google mehr Kontrolle über Anzeigentests, Zielgruppen und Platzierungen auf YouTube und in Discover.
Der Name meint laut der Agentur eminded Nachfrage wecken, nicht Kontakte einsammeln.
Wie Demand Gen im B2B einzusetzen ist, sehen zwei amerikanische Agenturen gegensätzlich. The Starr Conspiracy empfiehlt Demand Gen zusammen mit der Suche als Standard. Elevarus rät, zuerst die Suche aufzubauen und Demand Gen zum Aufwärmen und Zurückholen von Interessenten zu nutzen, nicht um den Anfang der Vertriebspipeline zu füllen. Beide sind Agenturen mit eigenem Verkaufsinteresse, Zahlen zur Qualität von Anfragen aus Demand Gen nennt keine von beiden.
Was belegt ist und was offen ist. Belegt sind Googles Regeln zu Budget, Zielgruppen und Umstellung, Stand November 2026. Für deutsche B2B-Firmen haben wir keine Auswertung gefunden, wie viele und wie gute Anfragen Demand Gen bringt. Die Agenturmeinungen oben sind Einschätzungen ohne veröffentlichte Daten.
Unsere Einschätzung: Die Suche fängt bestehende Nachfrage ein und liefert schnell ein Signal, ob Anzeige, Seite und Vertrieb funktionieren. Demand Gen setzt früher an und braucht dieses Signal schon, um gut zu bieten. Deshalb kommt die Suche zuerst.
Wann sich Demand Gen im B2B lohnt: drei Bedingungen
Demand Gen kann im B2B Anfragen bringen, wenn alle drei Punkte erfüllt sind. Fehlt einer, gehört das Budget unserer Einschätzung nach zuerst in die Suche.
- Sie messen qualifizierte Anfragen. Die automatischen Gebote richten sich nach dem, was Ihr Konto als Conversion zählt. Zählt es jedes abgeschickte Formular, optimiert Demand Gen auf Formulare, auch auf unpassende.
- Ihr Budget trägt Googles Regeln. Laut Google sollte das Tagesbudget mindestens das Zehnfache Ihres Ziels für die Kosten je Conversion (Ziel-CPA) betragen. Bei „Conversions maximieren“ liegt das Mindesttagesbudget bei 100 €.
- Sie haben eigene Startdaten. Am besten eine Liste der Website-Besucher. Kundenlisten helfen kleineren Konten nur begrenzt, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Beispielrechnung. Angenommen, eine Anfrage darf 150 € kosten. Mit Googles Zehnfach-Regel sind das 1.500 € am Tag, bei 30,4 Tagen rund 45.600 € im Monat. Mit „Conversions maximieren“ und dem Mindestbudget von 100 € am Tag sind es rund 3.040 € im Monat. Die 150 € sind eine Annahme, Ihre Zahl folgt aus Ihrem Auftragswert.
Bei 150 € je Anfrage reichen die 3.040 € für rund 20 Anfragen im Monat. Die über 50 Conversions, die Google für das Ende der Lernphase nennt, kommen so erst nach etwa zweieinhalb Monaten. 50 Anfragen in einem Monat kosten bei diesem Wert 7.500 €.
Unser allgemeiner Rat für Google Ads lautet: mindestens 500 € Werbebudget im Monat je Plattform. Für Demand Gen mit automatischen Geboten liegt Googles eigene Empfehlung deutlich darüber.
Erfüllt Ihr Konto alle drei Bedingungen, kann Demand Gen neben der Suche laufen. Starr knüpft die Empfehlung an eine Messung, die Klicks bis zur Verkaufschance verfolgt.
Was eigene Daten im B2B leisten
Eigene Daten sind im B2B das naheliegende Startsignal. Google setzt dafür aber Grenzen.
| Zielgruppe | Nutzbar ab | Wofür |
|---|---|---|
| Website-Besucher | ohne Ausgabenschwelle, ausgespielt ab 100 aktiven Besuchern in 30 Tagen je Netzwerk | Startsignal und Zurückholen |
| Kundenliste (Kundenabgleich) | sofort zur Beobachtung und zum Ausschließen | Bestandskunden ausschließen |
| Kundenliste als Ausrichtung | nach 90 Tagen Werbung und über 50.000 $ Gesamtausgaben im Konto | Ausspielung gezielt an bekannte Kontakte |
| Ähnliche Segmente | aus Website-Besuchern ohne Ausgabenschwelle, aus Kundenlisten erst nach 90 Tagen und über 50.000 $ | Signal, seit März 2026 keine feste Grenze mehr |
Kundenlisten. Als Ausrichtung nutzen dürfen Sie eine Kundenliste laut Google erst, wenn das Konto seit mindestens 90 Tagen wirbt und insgesamt über 50.000 $ ausgegeben hat. Bei 2.000 € Werbebudget im Monat sind das knapp zwei Jahre (bei angenommenen 1,15 $ je Euro). Bis dahin starten Sie mit Website-Besuchern und schließen Bestandskunden aus.
Ähnliche Segmente. Google stellt sie in Demand Gen seit März 2026 schrittweise auf einen Vorschlagsmodus um, der dann standardmäßig gilt. Ihre Quellliste ist dann ein Signal, Google darf darüber hinaus ausspielen. Die Mindestgröße von 100 Personen entfällt. Wer die alte Begrenzung will, beantragt das per Formular, die Umstellung dauert bis zu drei Tage.
Laut Googles Fehlerbehebung sollten Sie ähnliche Segmente nicht mit dem Zielvorhaben „Kundenakquisition“ in einer Kampagne kombinieren, das kann die Reichweite drastisch verringern.
Was Sie jetzt mit Ihren Displaykampagnen tun
Seit Juni 2026 bietet Google ein Werkzeug, mit dem Sie Displaykampagnen auf Demand Gen umstellen. Später lassen sich laut Google neue Displaykampagnen nur noch in Demand Gen anlegen, bestehende werden automatisch umgestellt. Für diese beiden Schritte nennt die Hilfe keine Termine. Laut Search Engine Land lassen sich ab Januar 2027 keine neuen Displaykampagnen mehr anlegen, die automatische Umstellung erwartet Google später im Jahr 2027, ohne festen Termin.
So gehen Sie vor:
- Prüfen, ob Sie betroffen sind. Laufen im Konto Displaykampagnen, betrifft Sie die Umstellung.
- Lead-Formulare entfernen. Assets mit Lead-Formular unterstützt das Umstellungswerkzeug nicht, Google rät, sie vor der Umstellung zu entfernen.
- Selbst umstellen statt warten. Das Werkzeug übernimmt bis zu 42 Tage Leistungsverlauf. Die Umstellung ist endgültig, eine umgestellte Kampagne wird nicht wieder zur Displaykampagne.
- Nach der Umstellung die Kanäle festlegen. Umgestellte Kampagnen laufen im Displaynetzwerk weiter. Weitere Kanäle wie YouTube oder Gmail können Sie danach hinzufügen.
Woran Sie nach 30 Tagen erkennen, ob es funktioniert
Google rät, in der Lernphase nichts zu ändern, Gebote danach höchstens um 15 % zu bewegen und die Leistung erst nach mindestens 50 Conversions zu bewerten. Bei weniger als 50 Anfragen im Monat reichen 30 Tage dafür nicht. Drei Fragen helfen trotzdem früh:
- Kommen qualifizierte Anfragen? Zählen Sie die Anfragen, die Ihr Vertrieb annimmt, nicht nur Formulare. Klickpreise allein sagen nichts darüber.
- Wo landet das Geld? Lassen Sie sich die Kosten nach Kanal aufschlüsseln: YouTube, Discover, Gmail, Display. Läuft fast alles auf einem Kanal, den Sie nicht wollten, schränken Sie ein.
- Suchen mehr Menschen nach Ihrer Marke? Steigen die Suchanfragen nach Ihrem Firmennamen in der Suchkampagne, kann das auf Wirkung hindeuten, belegt sie aber nicht.
Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Suche schon so weit ist, dass sich ein zweiter Kanal lohnt, sehen wir uns Ihr Konto im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam an. Wie wir Suchkampagnen aufbauen, steht auf der Seite Google Ads Agentur, wie wir Kanäle nach den Kosten je Anfrage abwägen, auf der Seite Performance Marketing Agentur.
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Transparenzhinweis
- Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
- Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und verdient daran, wenn Unternehmen uns mit der Betreuung ihrer Google-Ads-Konten beauftragen.
- Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027 und früher, wenn Google die Umstellung der Displaykampagnen oder die Regeln zu Zielgruppen ändert.
- Quellen: Hilfeseiten und Blog von Google, ein Fachbericht von Search Engine Land, Ratgeber deutscher und amerikanischer Agenturen. Googles Regeln ändern sich oft, maßgeblich ist die verlinkte Hilfeseite.
Quellen
- Google-Ads-Hilfe: Demand Gen-Kampagnen, abgerufen 03.11.2026
- Google-Ads-Hilfe: Kampagnen mit Google-Displayanzeigen sind jetzt in Demand Gen verfügbar, abgerufen 03.11.2026
- Google-Blog: Neue Möglichkeiten zur Leistungssteigerung mit Demand Gen-Kampagnen, 30.01.2025
- Google-Ads-Hilfe: Leitfaden zur Leistung von Demand Gen-Kampagnen und Fehlerbehebung: Demand Gen-Kampagnen werden nicht ausgeliefert, abgerufen 03.11.2026
- Google-Ads-Hilfe: Richtlinie zum Kundenabgleich, abgerufen 03.11.2026
- Google-Ads-Hilfe: Zielgruppe mithilfe von ähnlichen Segmenten vergrößern, abgerufen 03.11.2026
- Google-Ads-Hilfe: Umstellung von Video-Aktionskampagnen auf Demand Gen-Kampagnen, abgerufen 03.11.2026
- Google-Ads-Hilfe: Jetzt Discovery-Anzeigen auf Demand Gen umstellen, abgerufen 03.11.2026
- Google-Ads-Hilfe: Zielgruppensegmente in der Zielgruppenverwaltung, abgerufen 03.11.2026
- Search Engine Land: Moving from Google Display to Demand Gen: What you'll lose and gain, 27.08.2026
- eminded: Demand Gen-Kampagnen in Google Ads, 18.03.2026
- Artefact: Demand Gen - Die Besonderheiten im Media Mix, abgerufen 03.11.2026
- Lyonic: Google Demand Gen Kampagnen: Leitfaden für Shops, 28.09.2026
- Smarketer: Google Ads Demand Gen: Beste Anzeigentypen & Best Practices, 27.01.2025
- The Starr Conspiracy: Google Demand Gen vs Performance Max for B2B, 26.05.2026
- Elevarus: Google Ads for Lead Generation: 2026 Operator's Guide, abgerufen 03.11.2026




