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Demand-Gen-Kampagnen: Werbung auf YouTube, in Discover und Gmail - und wann sie sich im B2B lohnt

Demand-Gen-Kampagnen: Werbung auf YouTube, in Discover und Gmail - und wann sie sich im B2B lohnt

04.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Zwei Stufen mit den Ziffern 1 und 2; auf der ersten eine lächelnde Lupe vor einer Trefferliste, auf der zweiten ein Browserfenster mit Bildanzeige und Mauszeiger, links ein Brief mit grünem Häkchen.

Für B2B-Firmen, die Anfragen wollen, ist Demand Gen unserer Einschätzung nach die zweite Stufe nach der Suche: sinnvoll, wenn Messung, Budget und eigene Daten stimmen. Der Kampagnentyp von Google folgt auf die Discovery-Kampagnen und zeigt Bild- und Videoanzeigen auf YouTube, in Discover, Gmail, Google Maps und im Displaynetzwerk.

Der Grund folgt aus Googles eigener Hilfe. Für automatische Gebote mit einem Ziel für die Kosten je Conversion empfiehlt Google ein Tagesbudget vom Zehnfachen dieses Ziels, und Kundenlisten dürfen die Ausspielung erst nach 90 Tagen und über 50.000 $ Werbeausgaben steuern.

Was Demand Gen ist und wo die Anzeigen laufen

Demand Gen ist ein Kampagnentyp in Google Ads für Bild-, Video- und Karussellanzeigen. Laut Google laufen die Anzeigen auf YouTube einschließlich Shorts, in Discover, Gmail, Google Maps und im Displaynetzwerk. Sie können die Kanäle einschränken, etwa auf YouTube Shorts.

Unter Demand Gen sind mehrere ältere Kampagnentypen zusammengelaufen:

FrüherHeuteSeit wann
Discovery-KampagneDemand Gen2023
Video-AktionskampagneDemand GenUmstellung bis April 2026
DisplaykampagneDemand GenUmstellungswerkzeug seit Juni 2026, später automatisch

Als Anzeigenmaterial nimmt Demand Gen Bilder im Querformat 1,91:1, im Hochformat 4:5 und quadratisch, dazu ein Logo, Videos quer, hoch oder quadratisch und Karussells mit 2 bis 10 Karten.

Wie sich Demand Gen von der Suche unterscheidet

Eine Suchanzeige erscheint, wenn jemand schon nach Ihrer Leistung sucht. Eine Demand-Gen-Anzeige erscheint, während jemand ein Video schaut oder durch Discover scrollt, also bei Menschen, die in diesem Moment nicht nach Ihnen gesucht haben. Kommt eine Anfrage, kann sie später und über einen anderen Weg eingehen.

Performance Max spielt laut Google auf allen Google-Kanälen aus, auch in der Suche und bei Google Shopping. Demand Gen bleibt bei YouTube, Discover, Gmail, Maps und Display und gibt Ihnen laut Google mehr Kontrolle über Anzeigentests, Zielgruppen und Platzierungen auf YouTube und in Discover.

Der Name meint laut der Agentur eminded Nachfrage wecken, nicht Kontakte einsammeln.

Wie Demand Gen im B2B einzusetzen ist, sehen zwei amerikanische Agenturen gegensätzlich. The Starr Conspiracy empfiehlt Demand Gen zusammen mit der Suche als Standard. Elevarus rät, zuerst die Suche aufzubauen und Demand Gen zum Aufwärmen und Zurückholen von Interessenten zu nutzen, nicht um den Anfang der Vertriebspipeline zu füllen. Beide sind Agenturen mit eigenem Verkaufsinteresse, Zahlen zur Qualität von Anfragen aus Demand Gen nennt keine von beiden.

Was belegt ist und was offen ist. Belegt sind Googles Regeln zu Budget, Zielgruppen und Umstellung, Stand November 2026. Für deutsche B2B-Firmen haben wir keine Auswertung gefunden, wie viele und wie gute Anfragen Demand Gen bringt. Die Agenturmeinungen oben sind Einschätzungen ohne veröffentlichte Daten.

Unsere Einschätzung: Die Suche fängt bestehende Nachfrage ein und liefert schnell ein Signal, ob Anzeige, Seite und Vertrieb funktionieren. Demand Gen setzt früher an und braucht dieses Signal schon, um gut zu bieten. Deshalb kommt die Suche zuerst.

Wann sich Demand Gen im B2B lohnt: drei Bedingungen

Demand Gen kann im B2B Anfragen bringen, wenn alle drei Punkte erfüllt sind. Fehlt einer, gehört das Budget unserer Einschätzung nach zuerst in die Suche.

  1. Sie messen qualifizierte Anfragen. Die automatischen Gebote richten sich nach dem, was Ihr Konto als Conversion zählt. Zählt es jedes abgeschickte Formular, optimiert Demand Gen auf Formulare, auch auf unpassende.
  2. Ihr Budget trägt Googles Regeln. Laut Google sollte das Tagesbudget mindestens das Zehnfache Ihres Ziels für die Kosten je Conversion (Ziel-CPA) betragen. Bei „Conversions maximieren“ liegt das Mindesttagesbudget bei 100 €.
  3. Sie haben eigene Startdaten. Am besten eine Liste der Website-Besucher. Kundenlisten helfen kleineren Konten nur begrenzt, dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Beispielrechnung. Angenommen, eine Anfrage darf 150 € kosten. Mit Googles Zehnfach-Regel sind das 1.500 € am Tag, bei 30,4 Tagen rund 45.600 € im Monat. Mit „Conversions maximieren“ und dem Mindestbudget von 100 € am Tag sind es rund 3.040 € im Monat. Die 150 € sind eine Annahme, Ihre Zahl folgt aus Ihrem Auftragswert.

Bei 150 € je Anfrage reichen die 3.040 € für rund 20 Anfragen im Monat. Die über 50 Conversions, die Google für das Ende der Lernphase nennt, kommen so erst nach etwa zweieinhalb Monaten. 50 Anfragen in einem Monat kosten bei diesem Wert 7.500 €.

Unser allgemeiner Rat für Google Ads lautet: mindestens 500 € Werbebudget im Monat je Plattform. Für Demand Gen mit automatischen Geboten liegt Googles eigene Empfehlung deutlich darüber.

Erfüllt Ihr Konto alle drei Bedingungen, kann Demand Gen neben der Suche laufen. Starr knüpft die Empfehlung an eine Messung, die Klicks bis zur Verkaufschance verfolgt.

Was eigene Daten im B2B leisten

Eigene Daten sind im B2B das naheliegende Startsignal. Google setzt dafür aber Grenzen.

ZielgruppeNutzbar abWofür
Website-Besucherohne Ausgabenschwelle, ausgespielt ab 100 aktiven Besuchern in 30 Tagen je NetzwerkStartsignal und Zurückholen
Kundenliste (Kundenabgleich)sofort zur Beobachtung und zum AusschließenBestandskunden ausschließen
Kundenliste als Ausrichtungnach 90 Tagen Werbung und über 50.000 $ Gesamtausgaben im KontoAusspielung gezielt an bekannte Kontakte
Ähnliche Segmenteaus Website-Besuchern ohne Ausgabenschwelle, aus Kundenlisten erst nach 90 Tagen und über 50.000 $Signal, seit März 2026 keine feste Grenze mehr

Kundenlisten. Als Ausrichtung nutzen dürfen Sie eine Kundenliste laut Google erst, wenn das Konto seit mindestens 90 Tagen wirbt und insgesamt über 50.000 $ ausgegeben hat. Bei 2.000 € Werbebudget im Monat sind das knapp zwei Jahre (bei angenommenen 1,15 $ je Euro). Bis dahin starten Sie mit Website-Besuchern und schließen Bestandskunden aus.

Ähnliche Segmente. Google stellt sie in Demand Gen seit März 2026 schrittweise auf einen Vorschlagsmodus um, der dann standardmäßig gilt. Ihre Quellliste ist dann ein Signal, Google darf darüber hinaus ausspielen. Die Mindestgröße von 100 Personen entfällt. Wer die alte Begrenzung will, beantragt das per Formular, die Umstellung dauert bis zu drei Tage.

Laut Googles Fehlerbehebung sollten Sie ähnliche Segmente nicht mit dem Zielvorhaben „Kundenakquisition“ in einer Kampagne kombinieren, das kann die Reichweite drastisch verringern.

Was Sie jetzt mit Ihren Displaykampagnen tun

Seit Juni 2026 bietet Google ein Werkzeug, mit dem Sie Displaykampagnen auf Demand Gen umstellen. Später lassen sich laut Google neue Displaykampagnen nur noch in Demand Gen anlegen, bestehende werden automatisch umgestellt. Für diese beiden Schritte nennt die Hilfe keine Termine. Laut Search Engine Land lassen sich ab Januar 2027 keine neuen Displaykampagnen mehr anlegen, die automatische Umstellung erwartet Google später im Jahr 2027, ohne festen Termin.

So gehen Sie vor:

  1. Prüfen, ob Sie betroffen sind. Laufen im Konto Displaykampagnen, betrifft Sie die Umstellung.
  2. Lead-Formulare entfernen. Assets mit Lead-Formular unterstützt das Umstellungswerkzeug nicht, Google rät, sie vor der Umstellung zu entfernen.
  3. Selbst umstellen statt warten. Das Werkzeug übernimmt bis zu 42 Tage Leistungsverlauf. Die Umstellung ist endgültig, eine umgestellte Kampagne wird nicht wieder zur Displaykampagne.
  4. Nach der Umstellung die Kanäle festlegen. Umgestellte Kampagnen laufen im Displaynetzwerk weiter. Weitere Kanäle wie YouTube oder Gmail können Sie danach hinzufügen.

Woran Sie nach 30 Tagen erkennen, ob es funktioniert

Google rät, in der Lernphase nichts zu ändern, Gebote danach höchstens um 15 % zu bewegen und die Leistung erst nach mindestens 50 Conversions zu bewerten. Bei weniger als 50 Anfragen im Monat reichen 30 Tage dafür nicht. Drei Fragen helfen trotzdem früh:

  1. Kommen qualifizierte Anfragen? Zählen Sie die Anfragen, die Ihr Vertrieb annimmt, nicht nur Formulare. Klickpreise allein sagen nichts darüber.
  2. Wo landet das Geld? Lassen Sie sich die Kosten nach Kanal aufschlüsseln: YouTube, Discover, Gmail, Display. Läuft fast alles auf einem Kanal, den Sie nicht wollten, schränken Sie ein.
  3. Suchen mehr Menschen nach Ihrer Marke? Steigen die Suchanfragen nach Ihrem Firmennamen in der Suchkampagne, kann das auf Wirkung hindeuten, belegt sie aber nicht.

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Suche schon so weit ist, dass sich ein zweiter Kanal lohnt, sehen wir uns Ihr Konto im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam an. Wie wir Suchkampagnen aufbauen, steht auf der Seite Google Ads Agentur, wie wir Kanäle nach den Kosten je Anfrage abwägen, auf der Seite Performance Marketing Agentur.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und verdient daran, wenn Unternehmen uns mit der Betreuung ihrer Google-Ads-Konten beauftragen.
  • Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027 und früher, wenn Google die Umstellung der Displaykampagnen oder die Regeln zu Zielgruppen ändert.
  • Quellen: Hilfeseiten und Blog von Google, ein Fachbericht von Search Engine Land, Ratgeber deutscher und amerikanischer Agenturen. Googles Regeln ändern sich oft, maßgeblich ist die verlinkte Hilfeseite.

Quellen

  1. Google-Ads-Hilfe: Demand Gen-Kampagnen, abgerufen 03.11.2026
  2. Google-Ads-Hilfe: Kampagnen mit Google-Displayanzeigen sind jetzt in Demand Gen verfügbar, abgerufen 03.11.2026
  3. Google-Blog: Neue Möglichkeiten zur Leistungssteigerung mit Demand Gen-Kampagnen, 30.01.2025
  4. Google-Ads-Hilfe: Leitfaden zur Leistung von Demand Gen-Kampagnen und Fehlerbehebung: Demand Gen-Kampagnen werden nicht ausgeliefert, abgerufen 03.11.2026
  5. Google-Ads-Hilfe: Richtlinie zum Kundenabgleich, abgerufen 03.11.2026
  6. Google-Ads-Hilfe: Zielgruppe mithilfe von ähnlichen Segmenten vergrößern, abgerufen 03.11.2026
  7. Google-Ads-Hilfe: Umstellung von Video-Aktionskampagnen auf Demand Gen-Kampagnen, abgerufen 03.11.2026
  8. Google-Ads-Hilfe: Jetzt Discovery-Anzeigen auf Demand Gen umstellen, abgerufen 03.11.2026
  9. Google-Ads-Hilfe: Zielgruppensegmente in der Zielgruppenverwaltung, abgerufen 03.11.2026
  10. Search Engine Land: Moving from Google Display to Demand Gen: What you'll lose and gain, 27.08.2026
  11. eminded: Demand Gen-Kampagnen in Google Ads, 18.03.2026
  12. Artefact: Demand Gen - Die Besonderheiten im Media Mix, abgerufen 03.11.2026
  13. Lyonic: Google Demand Gen Kampagnen: Leitfaden für Shops, 28.09.2026
  14. Smarketer: Google Ads Demand Gen: Beste Anzeigentypen & Best Practices, 27.01.2025
  15. The Starr Conspiracy: Google Demand Gen vs Performance Max for B2B, 26.05.2026
  16. Elevarus: Google Ads for Lead Generation: 2026 Operator's Guide, abgerufen 03.11.2026

Häufige Fragen

Google hat Demand Gen 2023 eingeführt, der Typ ist der Nachfolger der Discovery-Kampagnen. Neben Discover und Gmail spielt der Kampagnentyp auch auf YouTube, Maps und im Displaynetzwerk aus.

Sie ziehen in Demand Gen um. Seit Juni 2026 gibt es dafür ein Werkzeug im Konto, später stellt Google automatisch um. Die Umstellung lässt sich nicht rückgängig machen, deshalb lohnt es sich, sie selbst zu planen.

Unter drei Bedingungen: Sie messen qualifizierte Anfragen, Ihr Budget trägt Googles Mindestregeln, und Sie haben eigene Daten wie Website-Besucher als Startsignal. Fehlt eine davon, gehört das Budget unserer Einschätzung nach zuerst in die Suche.

Google empfiehlt bei einem Ziel für die Kosten je Conversion ein Tagesbudget vom Zehnfachen dieses Ziels. Bei der Gebotsstrategie „Conversions maximieren“ liegt das Mindesttagesbudget bei 100 €, im Monat also rund 3.040 €. Bei angenommenen 150 € je Anfrage sind das rund 20 Anfragen im Monat, die Lernphase braucht laut Google über 50 Conversions.

Ja, in Demand Gen heißen sie ähnliche Segmente. Seit März 2026 stellt Google sie schrittweise auf einen Vorschlagsmodus um: Ihre Liste ist dann ein Signal, Google darf darüber hinaus ausspielen. Wer die alte Begrenzung will, muss sie per Formular abschalten lassen.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Benjamin Pusch

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