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Google-Ads-Anzeigentexte: So schreiben Sie Suchanzeigen, die Anfragen bringen

Google-Ads-Anzeigentexte: So schreiben Sie Suchanzeigen, die Anfragen bringen

03.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Drei Karten in Blau, Gelb und Grün führen über eine gestrichelte Linie zu einer Trefferliste, in der ein Mauszeiger den obersten, hervorgehobenen Eintrag anklickt; daneben ein lächelnder Briefumschlag mit grünem Häkchen und zwei kleinere Briefe.

Eine Google-Suchanzeige besteht heute (Stand November 2026) aus bis zu 15 Anzeigentiteln und 4 Textzeilen, aus denen Google bei jeder Suche eine Anzeige zusammensetzt. Gute Anzeigentexte decken das Keyword ab und bringen mehrere verschiedene Argumente, die einzeln und in jeder Kombination verständlich sind.

Die Bewertung „Anzeigeneffektivität“, die Google dazu anzeigt, ist eine Checkliste für Vollständigkeit, kein Erfolgsmaß. Laut Google fließt sie weder in den Anzeigenrang noch in den Qualitätsfaktor ein. Ob ein Text funktioniert, zeigen Ihre Anfragen.

So ist eine responsive Suchanzeige aufgebaut

Sie hinterlegen Texte, Google setzt daraus bei jeder Suche eine Anzeige zusammen. Welche Kombination ein Interessent sieht, legen Sie nicht fest.

FeldAnzahlZeichen je FeldWas erscheint
Anzeigentitel3 bis 1530bis zu 3 Titel; Titel 1 in der Regel vollständig, Titel 2 und 3 nicht immer; auf Position 1 oder 2 Angepinntes immer
Textzeile (Beschreibung)2 bis 490Textzeile 1 in der Regel vollständig, Textzeile 2 nicht immer; auf Position 1 Angepinntes immer
Pfadoptionalje 15Teil der angezeigten Adresse
Finale URL1
die Seite nach dem Klick

Die Texte erscheinen in beliebiger Reihenfolge. Jeder Titel muss deshalb allein verständlich sein und neben jedem anderen Sinn ergeben.

Was in die Anzeigentitel gehört: ein Beispiel vorher und nachher

Fünf verschiedene Argumente sagen einem Interessenten mehr als 15 Umschreibungen desselben Satzes. Google bewertet genau diese Vielfalt und rät, Wörter, Wortgruppen oder Ideen nicht zu wiederholen.

Wir schreiben je Anzeige 10 Titel und 4 Textzeilen und belegen die Titel nach Rollen: Keyword, Leistung, für wen, Beleg (Zertifikat, Zahl, Referenz), Vorteil, Tempo und nächster Schritt. Google rät zusätzlich zu konkreten Handlungsaufforderungen wie „Jetzt Angebot anfordern“ und zu Titeln in unterschiedlicher Länge. Die Textzeilen ergänzen die Titel, statt sie zu wiederholen.

RolleVorher: ein Argument, 15-mal umschriebenNachher: eine Rolle je Titel
KeywordCNC-LohnfertigungCNC-Lohnfertigung (auf Position 1 angepinnt)
LeistungCNC-Lohnfertigung vom ProfiFräsen, Drehen, Schleifen
Für wenCNC-Lohnfertiger gesucht?Nur für Industriekunden
BelegIhr Partner für CNC-FertigungISO 9001 zertifiziert
VorteilCNC-Fertigung in Top-QualitätEinzelteile und Prototypen
TempoLohnfertigung CNC günstigAngebot in 48 Stunden
Nächster SchrittJetzt CNC-Fertiger findenZeichnung senden

Eine Textzeile dazu, die keinen Titel wiederholt: „Werkstoffe von Aluminium bis Edelstahl, gefertigt nach Ihrer Vorlage oder Ihrem Muster.“ (87 von 90 Zeichen)

Der Titel „Nur für Industriekunden“ hält Privatleute vom Klick ab. Unsere Einschätzung: Im B2B sind weniger, aber passendere Klicks das Ziel.

Das Beispiel ist ausgedacht. Zertifikat und Frist gehören nur in die Anzeige, wenn sie stimmen. Steht eine Zahl oder Zusage im Titel, muss die Landingpage sie einlösen.

Anpinnen: im B2B den Keyword-Titel auf Position 1

Pinnen Sie einen Titel mit Ihrem wichtigsten Keyword auf Position 1 und lassen Sie die übrigen frei laufen. Google selbst rät für die meisten Werbetreibenden vom Anpinnen ab, nennt aber einen hybriden Weg „am besten“: nur 1 oder 2 Titel mit den wichtigsten Keywords anpinnen. Für Tests rät Google, 2 oder 3 verschiedene Titel an dieselbe Position zu pinnen, zum Beispiel zwei klar unterschiedliche Titel mit Ihrem Keyword.

Laut Google erscheint, was Sie auf Titel-Position 1 oder 2 oder auf Textzeilen-Position 1 anpinnen, in jeder Anzeige. Ein Titel auf Position 3 und eine Textzeile auf Position 2 sind nicht immer zu sehen.

Was die Daten sagen. Optmyzr hat rund 20.000 Google-Ads-Konten ausgewertet. Teilweise angepinnte Anzeigen hatten im Gesamtdatensatz die niedrigsten Kosten je Conversion (13,68 $), vollständig angepinnte die höchsten (32,57 $). Im Vergleich innerhalb derselben 268 Konten lagen teilweise und gar nicht angepinnte Anzeigen etwa gleichauf (rund 26 $). Das sind Beobachtungsdaten eines Werkzeuganbieters, keine Ursache.

Unsere Arbeitsregel. Der Keyword-Titel steht angepinnt auf Position 1, die übrigen Titel bleiben frei. Textzeile 1 pinnen wir nur bei Bedarf an, etwa für einen Hinweis, der in jeder Anzeige stehen muss. Dass die Anzeigeneffektivität dadurch sinken kann, nehmen wir in Kauf. Grenze: Ist in AI Max die Erweiterung der finalen URL eingeschaltet, verwendet Google angepinnte Assets laut eigener Hilfe nicht, wenn es eine relevantere Seite auswählt.

Anzeigeneffektivität: was sie misst und was nicht

Die Anzeigeneffektivität bewertet, ob Ihre Anzeige vollständig und abwechslungsreich ist. Ob Ihr Angebot überzeugt, bewertet sie nicht. Google nennt sie selbst „lediglich ein Feedbacktool“: Sie werde „weder zur Berechnung des Anzeigenrangs noch des Qualitätsfaktors herangezogen“ und habe keinen Einfluss auf den Zuschlag in der Auktion.

WasFließt in die Bewertung ein?
Keywords der Anzeigengruppe in den Titelnja
Zahl und Vielfalt der Titel und Textzeilenja
Sitelinks (ab sechs steigt die Bewertung)ja
bei Textanpassung Googles eigene Texteja
Qualität Ihrer Landingpagenein
Ihr Angebotnein

Was Google misst. Laut Google erzielen Werbetreibende, die die Anzeigeneffektivität ihrer responsiven Suchanzeigen und Sitelinks von „Schlecht“ auf „Sehr gut“ verbessern, im Schnitt 15 % mehr Conversions. Die Zahl stammt aus internen Daten vom 15. bis 20. August 2025, eine Methode nennt Google nicht.

Was unabhängige Daten zeigen. In der Optmyzr-Auswertung hatten Anzeigen mit „Sehr gut“ (Excellent) die höchsten Kosten je Conversion (28,68 $) und die niedrigste Conversion-Rate (4,97 %). Die niedrigsten Kosten je Conversion und die höchste Conversion-Rate hatte „Durchschnittlich“ (Average): 12,43 $ und 12,65 %. Beim ROAS, dem Umsatz im Verhältnis zu den Werbekosten, lag „Schlecht“ (Poor) vorn.

Adalysis schrieb 2022, man könne die Bewertung von „Schlecht“ auf „Sehr gut“ heben, ohne dass sich Klickrate oder Conversion-Rate signifikant verbessern.

Die Grenzen. Beide Auswertungen stammen von Werkzeuganbietern. Optmyzr wertete Konten seiner Plattform aus, laut eigener Angabe eher von erfahrenen Werbetreibenden. Eine Ursache belegen sie nicht. Optmyzr hält es zudem für möglich, dass Anzeigen mit niedriger Bewertung weniger Impressionen bekommen.

Google selbst empfiehlt mindestens „Gut“ und rät in der Hilfe zum Asset-Bericht, zuerst „Sehr gut“ anzustreben. Unsere Einschätzung: Nutzen Sie die Bewertung als Checkliste. Fehlt Ihr Keyword oder sind die Texte zu ähnlich, beheben Sie das. Steht dort „Gut“ und die Anzeige bringt Anfragen, schreiben Sie sie nicht um, nur damit „Sehr gut“ erscheint.

Was nicht erlaubt ist und was Google selbst schreibt

Nach Googles Richtlinien nicht zulässig sind unter anderem:

  • Telefonnummern im Anzeigentext,
  • wiederholte Satzzeichen wie „Jetzt anfragen!!“,
  • effekthascherisch eingesetzte Zahlen, Symbole oder Satzzeichen,
  • Emojis, die Google als nicht unterstützte Zeichen führt,
  • unnötige Wiederholungen von Wörtern, auch aus anderen Assets derselben Anzeigengruppe.

Google schreibt mit. Mit der Textanpassung erstellt Google eigene Titel und Textzeilen aus Ihrer Landingpage, Anzeigen und Keywords, auch mit generativer KI, und prüft sie mindestens alle 48 Stunden. Diese Texte zählen in Ihre Anzeigeneffektivität. Seit September 2026 stellt Google Kampagnen mit Textanpassung automatisch auf AI Max um. Nutzen Sie die Funktion, lesen Sie im Asset-Bericht regelmäßig nach, was Google in Ihrem Namen schreibt.

Woran Sie sehen, welche Texte funktionieren

An Anfragen, nicht an der Bewertung und nicht allein an der Klickrate.

Der Asset-Bericht zeigt Kennzahlen je Titel und Textzeile. Verhältniswerte wie Klickrate oder Kosten je Conversion sollen laut Google aber „nur als Anhaltspunkte“ gelten, weil sie von den mitgelieferten Assets abhängen. Bewerten Sie die Leistung auf Kampagnenebene, nicht je Asset. Den Kombinationsbericht sollen Sie laut Google nicht nutzen, um aus der häufigsten Kombination eine feste Anzeige zu bauen.

Lassen Sie je Anzeigengruppe zwei oder mehr Fassungen parallel laufen, die sich in einem Argument unterscheiden. Google empfiehlt selbst mindestens zwei responsive Suchanzeigen je Anzeigengruppe.

Unsere Arbeitsregel: Wir bewerten erst bei etwa 30 Conversions je Fassung. Bei 5 bis 20 Conversions im Monat dauert das mehrere Monate, ein Unterschied nach drei Wochen ist Zufall. Bis dahin schauen Sie zusätzlich auf die Klickrate und darauf, ob die Anfragen passen. Die schwächere Fassung ersetzen Sie durch eine neue.

Ob die Anfrage dann kommt, entscheidet auch die Seite nach dem Klick, Ihre Landingpage.

Prüfliste vor dem Speichern:

  1. Das Keyword steht vollständig in einem Titel, angepinnt auf Position 1.
  2. 10 Titel und 4 Textzeilen, die Titel bringen verschiedene Argumente.
  3. Ein Titel oder eine Textzeile sagt, für wen das Angebot ist.
  4. Die Textzeilen wiederholen die Titel nicht.
  5. Jede Zahl und jede Zusage steht auch auf der Landingpage.
  6. Keine Telefonnummer, kein Emoji, kein „!!“.
  7. Die Textanpassung ist bewusst ein- oder ausgeschaltet.

Haben Sie schon ein Google-Ads-Konto, sehen wir uns Ihre Anzeigen bei einer kostenlosen Kontoprüfung an und nennen die wichtigsten Hebel. Starten Sie neu, beginnen wir mit einem Erstgespräch. Mehr dazu: Google Ads Agentur.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Konten für B2B-Unternehmen. Wir verdienen daran, wenn Sie Ihr Konto von uns betreuen lassen.
  • Datenstand: 3. November 2026. Google ändert Textanpassung, AI Max und die Hilfe zur Anzeigeneffektivität häufig. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027.
  • Quellen: Google-Ads-Hilfe und Werberichtlinien, zwei Datenauswertungen von Werkzeuganbietern, unsere Arbeitsregeln. Eigene Kontozahlen enthält der Artikel nicht.

Quellen

  1. Google-Ads-Hilfe: Responsive Suchanzeigen, abgerufen am 03.11.2026
  2. Google-Ads-Hilfe: Anzeigeneffektivität bei responsiven Suchanzeigen, abgerufen am 03.11.2026
  3. Google-Ads-Hilfe: Best Practices zum Erstellen wirkungsvoller responsiver Suchanzeigen, abgerufen am 03.11.2026
  4. Google-Ads-Hilfe: Asset-Bericht auf Anzeigenebene und Bericht zu Kombinationen, abgerufen am 03.11.2026
  5. Google-Ads-Hilfe: Textanpassung in Suchkampagnen und Funktionsweise von AI Max für Suchkampagnen, abgerufen am 03.11.2026
  6. Google-Werberichtlinien: Redaktionelle Anforderungen und Zeichensetzung und Symbole, abgerufen am 03.11.2026
  7. Optmyzr: We Analyzed ~20,000 Google Ads Accounts, 06.04.2026
  8. Adalysis: RSA optimization: Everything you need to know about ad strength, 05.04.2022

Häufige Fragen

Klicken Sie in der Spalte „Anzeigeneffektivität“ auf die Bewertung, dann zeigt Google seine Verbesserungsvorschläge. Fehlt Ihr Keyword in den Titeln oder sind die Texte zu ähnlich, beheben Sie das. Liegt es nur am angepinnten Titel oder an fehlenden Sitelinks, ist das aus unserer Sicht kein Grund, gute Texte umzuschreiben.

Google rät, Titel in unterschiedlicher Länge auszuprobieren. Optmyzr fand in rund 20.000 Konten für Titel unter 20 Zeichen niedrigere Kosten je Conversion als für längere (9,35 $ gegen 18,27 $). Das ist ein Zusammenhang aus Beobachtungsdaten, keine Regel. Mischen Sie kurze und volle Titel.

Google tut es selbst, wenn in AI Max die Textanpassung eingeschaltet ist, unter anderem aus Ihrer Landingpage und Ihren Anzeigen. Ob diese Texte Ihr Angebot richtig wiedergeben, prüfen Sie im Asset-Bericht. Für Entwürfe aus ChatGPT gilt dasselbe wie für jeden Text: Zeichengrenzen, Richtlinien und Belege prüfen Sie selbst.

Nein. Emojis führt Google in seinen Werberichtlinien als nicht unterstützte Zeichen. Ebenfalls unzulässig sind wiederholte Satzzeichen wie „!!“ und effekthascherisch eingesetzte Symbole.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

Pixelgrafik: Ein goldener Trichter mit Gitter an der weiten Öffnung und lächelndem Gesicht steht in der Mitte, links davor drei Mauszeiger und drei kleine graue Kugeln, die am Gitter abgewiesen werden, rechts eine Trefferliste mit Mauszeiger und ein Brief mit grünem Häkchen, von dem eine gestrichelte Linie mit gelben Päckchen zurück zur Lupe links unten führt.

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