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Google Ads für lokale Unternehmen: 5 Einstellungen, die über Anfragen aus Ihrer Region entscheiden

Google Ads für lokale Unternehmen: 5 Einstellungen, die über Anfragen aus Ihrer Region entscheiden

03.11.2026

7 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Eine orange Standort-Nadel mit lächelndem Gesicht steht auf einer grünen, gestrichelt umrandeten Fläche, darauf links eine Münze und rechts ein Brief mit grünem Häkchen; oben links eine Trefferliste mit Mauszeiger, oben rechts eine blaue Sprechblase.

Unsere Antwort: Ob ein lokaler Betrieb aus Google Ads Aufträge bekommt, entscheidet vor allem, was sein Konto als Anfrage zählt. Ist Ihr Unternehmensprofil als Standort-Asset aktiv, legt Google eigene Zählungen für Klicks auf „Anrufen“ und „Route“ an, für Routenklicks auch dann, wenn sie bis zu 30 Tage später in der organischen Suche passieren. Wer darauf bieten lässt, kauft Klicks statt Anfragen.

Dazu kommen vier Einstellungen: Standortoption, Gebiet, verknüpftes Unternehmensprofil und Werbezeiten. Von sechs Ratgebern, die wir zur Suche nach lokaler Google-Werbung gelesen haben, erklärt einer diese Zählungen. Keiner nennt die Routenklicks in der organischen Suche und die 30 Tage. Die fünf Punkte prüfen Sie mit der Liste am Ende im eigenen Konto, nach unserer Schätzung in einer Viertelstunde.

Was lokale Kampagnen anders macht

Ein lokaler Betrieb braucht keine Reichweite, sondern Anfragen aus dem Gebiet, das er bedienen kann. Ein Klick von jemandem, den Sie nicht bedienen können, kostet Geld und bringt keinen Auftrag. Dazu kommt der Alltag: Wer auf der Baustelle steht, verpasst Anrufe.

Fünf Einstellungen entscheiden darüber, wie viel Ihres Budgets bei solchen Anfragen ankommt:

EinstellungWas Google vorgibt oder empfiehltFür lokale Betriebe
Standortoption„Präsenz oder Interesse“ wird für die Suche empfohlen„Präsenz“
GebietLänder, Regionen, Orte oder ein Umkreisdas eigene Einzugsgebiet
Standort-Assetohne eigene Standorte unter Umständen automatisch erstelltUnternehmensprofil selbst verknüpfen
Werbezeiten„Ganztägig“Telefonnummer nur, wenn jemand abnimmt
Zählung für Gebotelokale Aktionen werden automatisch angelegtnur echte Anfragen als primäre Aktion

Gebiet und Standortoption: wer Ihre Anzeige sehen darf

Für einen Betrieb mit festem Einzugsgebiet passt die Standortoption „Präsenz“. Damit erreichen Sie laut Google nur Menschen, die sich in Ihren Zielregionen befinden. „Präsenz oder Interesse“ erreicht zusätzlich Menschen, die Interesse an diesen Regionen zeigen, auch wenn sie anderswo sind. Google empfiehlt für die Suche grundsätzlich die breitere Option, nennt „Präsenz“ aber selbst als möglicherweise sinnvollere Wahl, wenn Sie nur Nutzer in bestimmten Regionen erreichen wollen.

Als Gebiet wählen Sie Orte, Regionen oder einen Umkreis um Ihre Adresse. Einen Kilometerwert je Gewerk nennt Google nicht, die Werte in Ratgebern sind unbelegt. Unsere Einschätzung: Den Radius bestimmen Ihre Anfahrt und der Auftragswert.

Unternehmensprofil als Standort-Asset verknüpfen

Verknüpfen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil mit Google Ads. Dann kann Ihre Anzeige Adresse, Karte oder Entfernung zeigen, auch auf Google Maps. Ein Klick darauf öffnet Angaben wie Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten.

Fehler im Profil korrigieren. Die Daten für Standort-Assets stammen laut Google direkt aus Google Maps und dem Unternehmensprofil. Stimmt eine Adresse oder Telefonnummer nicht, korrigieren Sie sie dort, nicht in Google Ads. Die Änderung übernimmt Google in verknüpfte Konten. Ist ein Standort im Profil als geschlossen markiert, zeigt die Anzeige das Asset nicht.

Automatische Standorte. Enthält Ihr Konto noch keine Standorte, ordnet Google Ihr Unternehmen unter Umständen selbst bekannten Standorten zu, etwa anhand Ihrer Landingpages. Google empfiehlt selbst, die Standorte manuell hinzuzufügen, damit die Angaben stimmen.

Erreichbar sein, wenn die Anzeige läuft

Ihre Telefonnummer gehört als Anruf-Asset in die Suchanzeige. Zeigen Sie sie nur, wenn jemand abnimmt: Im Anruf-Asset legen Sie unter „Erweiterte Optionen“ Tage und Uhrzeiten fest, laut Google „etwa nur dann, wenn Ihr Unternehmen auch Anrufe entgegennehmen kann“. Die Anzeige selbst läuft weiter, solange Formularanfragen kommen dürfen, auch abends und am Wochenende.

Werbezeitplan der Kampagne. Er schaltet die ganze Anzeige ab, voreingestellt ist „Ganztägig“. Seit dem 1. Juni 2026 senkt ein Zeitplan, der ganze Wochentage abschaltet, die Monatsausgaben nicht mehr, sofern die Kampagne an mindestens 16 Tagen im Monat läuft. Google versucht dann trotzdem, bis zum 30,4-Fachen des durchschnittlichen Tagesbudgets auszugeben.

Wer seine Kampagne nur montags bis freitags laufen lässt und 1.000 € im Monat ausgeben will, teilt deshalb durch 30,4: Das Tagesbudget liegt bei rund 33 €, nicht bei 1.000 € geteilt durch die Werktage. Zeitpläne für einzelne Stunden innerhalb eines Tages betrifft die Änderung laut Google nicht.

Anruf-Asset statt Anrufanzeige. Neue reine Anrufanzeigen lassen sich seit Februar 2026 nicht mehr erstellen, ab Februar 2027 erzielen bestehende keine Impressionen mehr.

Was Ihr Konto als Anfrage zählt

Prüfen Sie, welche Aktionen Ihre Gebote steuern. Mit verknüpftem Unternehmensprofil kommen Zählungen dazu, die keine Anfragen sind.

Was Google automatisch anlegt. Sind Standort-Assets aktiv, erstellt Google Ads automatisch Conversion-Zielvorhaben für lokale Aktionen, darunter „Click-to-Call“ und „Lokale Aktionen - Wegbeschreibung“. Gezählt werden Klicks auf „Anrufen“ und „Route“ während oder nach der Interaktion mit Ihrer Anzeige. Laut Google kann ein Routenklick auch „später in einem Ergebnis der organischen Suche“ passieren. Der Standardzeitraum dafür beträgt 30 Tage.

Warum das für Betriebe zählt, die zum Kunden fahren. Für ein Ladengeschäft ist ein Routenklick ein brauchbares Signal, der Kunde kommt vorbei. Für einen Handwerker, der zum Kunden fährt, ist er keine Anfrage.

In Suchkampagnen ist „Wegbeschreibung“ laut Google die einzige lokale Aktion, auf die Sie bieten können. Steht sie in den Zielen Ihrer Kampagne, lernt die Gebotsstrategie aus Routenklicks. Auch ein Klick auf „Anrufen“ ist noch kein Gespräch.

Primär oder sekundär. Für Gebote nutzt Google die primären Aktionen in den Zielvorhaben einer Kampagne. Sekundäre Aktionen stehen nur in der Spalte „Alle Conversions“.

Ob lokale Aktionen anfangs primär stehen, sagt Google in den gelesenen Hilfeseiten nicht. Ein Ratgeber schreibt, standardmäßig zählten sie nicht mit, nennt aber noch alte Begriffe wie „Google My Business“. Verlassen Sie sich nicht darauf, sehen Sie selbst nach.

So prüfen Sie es. Klicken Sie im Menü „Zielvorhaben“ unter „Conversions“ auf „Zusammenfassung“ und sehen Sie nach, welche Aktionen primär sind. Danach in den Einstellungen jeder Kampagne „Conversion-Zielvorhaben“ öffnen: Nutzt sie den Kontostandard oder eigene Zielvorhaben? Primär sollten nur echte Anfragen sein, etwa ein abgeschicktes Formular und ein Anruf ab einer Mindestdauer, die Sie selbst festlegen.

Ob aus einem Klick eine Formularanfrage wird, entscheidet danach die Seite, auf der er landet. Solche Seiten bauen wir als Landingpage-Agentur.

Prüfliste: fünf Punkte im eigenen Konto

Gehen Sie die fünf Punkte je Suchkampagne durch:

  1. Standortoption: Die Kampagne steht auf „Präsenz“.
  2. Gebiet: Es deckt Ihr Einzugsgebiet ab.
  3. Standort-Asset: Ihr Unternehmensprofil ist verknüpft, Adresse und Telefonnummer stimmen.
  4. Werbezeiten: Die Telefonnummer erscheint per Zeitplan im Anruf-Asset nur, wenn jemand abnimmt. Wer ganze Tage abschaltet, rechnet das Tagesbudget mit 30,4.
  5. Primäre Aktionen: Nur Formular und Anruf ab einer Mindestdauer zählen für Gebote, keine Routen- oder Anrufklicks.

Ändern Sie zuerst die Punkte 1 und 5. Sie entscheiden, wem Ihre Anzeige gezeigt wird und worauf Google bietet.

Lieber gemeinsam? Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir uns Ihr Konto an, mehr dazu auf der Seite unserer Google-Ads-Agentur.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Konten für Kunden.
  • Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027 und früher, wenn Google die genannten Hilfeseiten ändert.
  • Quellen: Hilfeseiten von Google, ein Ratgeber einer Agentur. Für den Vergleich haben wir am 3. November 2026 sechs Ratgeber gelesen, vier davon von den vorderen Plätzen der Google-Suche nach „google ads lokal“. Eigene Kontozahlen nennen wir hier nicht.

Quellen

  1. Google Ads-Hilfe: Targeting auf Standorte, abgerufen 03.11.2026
  2. Google Ads-Hilfe: Standort-Assets, abgerufen 03.11.2026
  3. Google Ads-Hilfe: Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene, abgerufen 03.11.2026
  4. Google Ads-Hilfe: Werbezeitplanung, abgerufen 03.11.2026
  5. Google Ads-Hilfe: Änderungen bei der Budgetabstufung in Google Ads für die Werbezeitplanung, abgerufen 03.11.2026
  6. Google Ads-Hilfe: Anrufanzeigen, abgerufen 03.11.2026
  7. Google Ads-Hilfe: Anruf-Assets, abgerufen 03.11.2026
  8. Google Ads-Hilfe: Conversions in Form von lokalen Aktionen, abgerufen 03.11.2026
  9. Google Ads-Hilfe: Conversion-Zielvorhaben, abgerufen 03.11.2026
  10. Google Ads-Hilfe: Anruf-Conversion-Tracking, abgerufen 03.11.2026
  11. Google Lokale Dienstleistungen-Hilfe: Google Lokale Dienstleistungen im Überblick (Deutschland), abgerufen 03.11.2026
  12. Google Lokale Dienstleistungen-Hilfe: Überprüfungsanforderungen für Unternehmen (Deutschland), abgerufen 03.11.2026
  13. SEO-Küche: Lokale Conversion-Aktionen im Google Ads-Konto, aktualisiert 09.07.2026

Häufige Fragen

Nein, es ist ein eigenes Format: Sie zahlen laut Google nur, wenn ein Interessent über die Anzeige Kontakt aufnimmt, also je Anruf oder Nachricht, nicht je Klick. Das Format gibt es nur für bestimmte Branchen. Vorher prüft Google Ihr Unternehmen, in Deutschland etwa Gewerbeanmeldung und Betriebshaftpflichtversicherung, Lizenzen nur, wo das örtliche Recht sie verlangt. Die Einstellungen in diesem Artikel gelten für Suchanzeigen in Google Ads.

Wir raten zu mindestens 500 € Werbebudget im Monat je Plattform. In Google Ads legen Sie ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Im Monat gibt Google höchstens das 30,4-Fache davon aus, an einzelnen Tagen bis zum Doppelten.

Wir trennen Kampagnen nach Leistung und Region. Das Tagesbudget legen Sie je Kampagne fest, außer Sie nutzen ein gemeinsames Budget. Mit getrennten Kampagnen steuern Sie das Budget deshalb je Region.

Zählungen, die Google Ads automatisch anlegt, sobald Standort-Assets aktiv sind, darunter „Click-to-Call“ und „Lokale Aktionen - Wegbeschreibung“. Sie erfassen Klicks auf „Anrufen“ und „Route“ während oder nach der Interaktion mit Ihrer Anzeige, Routenklicks auch später in der organischen Suche. In Suchkampagnen lässt sich nur auf „Wegbeschreibung“ bieten. Ob sie Ihre Gebote steuert, hängt davon ab, ob sie in den Zielvorhaben der Kampagne als primäre Aktion steht.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Benjamin Pusch

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Pixelgrafik: Drei Karten in Blau, Gelb und Grün führen über eine gestrichelte Linie zu einer Trefferliste, in der ein Mauszeiger den obersten, hervorgehobenen Eintrag anklickt; daneben ein lächelnder Briefumschlag mit grünem Häkchen und zwei kleinere Briefe.

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

Pixelgrafik: Drei Stufen steigen nach rechts an, auf der untersten liegt ein roter Geldschein mit der Zahl 50, auf der mittleren eine große Münze, auf der höchsten eine kleine lächelnde Münze; rechts daneben eine Trefferliste mit Mauszeiger auf dem obersten Treffer.

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer