Bevor Sie optimieren: drei Voraussetzungen
Drei Punkte prüfen Sie einmal vorab, bevor Sie etwas ändern:
- Echte Anfragen als Conversion. Formular und Anruf, bloße Seitenaufrufe nicht. Die Bestätigungsseite nach dem Absenden darf das Conversion-Tag auslösen, Google nennt sie dafür als Beispiel. Für Anfragen nennt Google die Zählung „Eine“ Conversion je Anzeigenklick, weil meist nur ein Lead pro Klick zählt.
- Ein Ziel je Kampagne. Google rät, Kampagnen für ein einzelnes, konsistentes Conversion-Zielvorhaben zu optimieren.
- Genug Daten. Google rät, Smart Bidding über etwa einen Monat mit mindestens 30 Conversions zu bewerten, bei Ziel-ROAS mit 50. Wer erst seit ein paar Tagen wirbt, liest noch und ändert nicht.
Jede Woche: lesen, was passiert ist
Die Wochenrunde prüft fünf Stellen und ändert wenig.
Budgetverlauf. Google darf an einem Tag bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, im Monat höchstens das 30,4-Fache. Prüfen Sie, ob die Summe bis Monatsende zum geplanten Budget passt.
Änderungsverlauf. Im Menü „Kampagnen“ unter „Änderungsverlauf“ stehen die Änderungen der letzten zwei Jahre, bei Änderungen über die Oberfläche mit der E-Mail-Adresse des Nutzers. Dort finden Sie auch einzelne Empfehlungen, die Google angewendet hat.
Einträge automatischer Systeme erscheinen etwa als „Google Ads-System“ und wirken sich laut Google normalerweise nicht auf aktive Kampagnen aus.
Automatisch angewendete Empfehlungen. Die Einstellung „Empfehlungen automatisch anwenden“ gilt nur für das ganze Konto. Darunter fallen auch „Weitgehend passende Keywords hinzufügen“, Suchnetzwerk-Partner, „Displaynetzwerk-Aktivierung verwenden“ und „Ausweitung des Targetings verwenden“, also mehr Reichweite. Das Budget erhöht Google darüber nicht. Unser Rat: Sehen Sie im Tab „Verlauf“ der Empfehlungen nach, was angewendet wurde, und lassen Sie Erweiterungen nicht ungeprüft laufen.
AI Max. Laut Google-Entwicklerblog stellt Google ab dem 1. September 2026 Suchkampagnen mit „weitgehend passend“ auf Kampagnenebene oder eigenständigen automatisch erstellten Assets auf AI Max um, mit eingeschaltetem Suchanfragen-Abgleich. Dynamische Suchanzeigen sollen im Februar 2027 folgen. Im Bericht zu Suchbegriffen steht „AI Max“ dann als eigener Übereinstimmungstyp.
Suchbegriffe. Unter „Kampagnen“, „Statistiken und Berichte“, „Suchbegriffe“ lesen Sie, wofür Ihre Anzeige erschien, und schließen Unpassendes aus. Seltene Suchbegriffe fehlen dort aus Datenschutzgründen. Die „Statistiken zu Suchbegriffen“ zählen sie mit, gruppiert nach Unterthemen oder unter „Sonstige Suchanfragen“, ohne die Suchanfragen selbst zu zeigen.
Optimierungsfaktor und Empfehlungen. Der Optimierungsfaktor ist laut Google ein Schätzwert zwischen 0 und 100 %. Laut Googles eigener Untersuchung, deren Methode Google nicht nennt, erzielten Werbetreibende, die ihn mit Empfehlungen auf Kontoebene um 10 Punkte hoben, durchschnittlich 14 % mehr Conversions. Prüfen Sie Empfehlungen einzeln, statt den Wert auf 100 % zu treiben.
Alle 14 Tage: Ziele statt Gebote
Mit Smart Bidding, also Strategien wie „Ziel-CPA“ oder „Conversions maximieren“, setzt Google das Gebot je Auktion selbst. Manuelle Gebotsanpassungen unterstützen diese Strategien laut Google nicht.
Vier von fünf deutschen Ratgebern, die wir zu „google ads optimieren“ gelesen haben, empfehlen trotzdem Gebote per Hand oder Gebotsanpassungen für Geräte, Zeiten oder Orte. Wir prüfen unter Smart Bidding stattdessen das Ziel:
| Gebotsstrategie | Was Sie alle 14 Tage prüfen | Was Sie in Ruhe lassen |
|---|---|---|
| Ziel-CPA oder Ziel-ROAS | das Ziel gegen die tatsächlichen Kosten je Anfrage bzw. den Umsatz | Gebotsanpassungen für Geräte, Zeiten und Orte |
| Conversions maximieren | Budget und das, was als Conversion zählt | Gebote je Keyword |
| Manuelle CPC | Gebote je Keyword und Gebotsanpassungen |
Strategie nur bewusst wechseln. Eine neue Gebotsstrategie oder geänderte Conversion-Zielvorhaben lösen laut Google den Status „Lernt“ aus, der höchstens sieben Tage angezeigt wird. Änderungen an Budget, Ziel oder Targeting lösen ihn laut derselben Seite nie aus.
Prüfen heißt nicht ändern. Beispiel: 1.000 € und 10 Anfragen in zwei Wochen sind 100 € je Anfrage, bei 8 Anfragen 125 €, also 25 % mehr. Unsere Einschätzung: Das kann Zufall sein. Ändern Sie das Ziel erst, wenn die Abweichung über mindestens 30 Conversions besteht: bei 30 Anfragen im Monat nach einem Monat, bei 15 nach zwei, bei 10 nach drei.
Google widerspricht sich. Googles Hilfeseite zur Conversion-Analyse nennt eine Lernphase von 7 bis 14 Tagen. Häufige Änderungen an Budget, Ziel oder Conversion-Zielvorhaben setzten das Lernfenster zurück. Für beide gilt: Ändern Sie das Ziel nicht mehrmals innerhalb eines Conversion-Zyklus, so rät es Google auf der Seite zum Lernstatus.
Budget mitten im Monat. Ändern Sie das Tagesbudget im Lauf des Monats, berechnet Google die Monatsgrenze so: bereits ausgegeben plus neues Tagesbudget mal verbleibende Tage. Beispiel: 1.500 € in 15 Tagen, danach 65 € am Tag, 30 Tage: 1.500 € + 15 × 65 € = 2.475 €.
Jeden Monat: Qualität, neue Keywords, Überschneidungen
Einmal im Monat prüfen Sie die Struktur hinter den Anzeigen.
Qualitätsfaktor als Diagnose. Google zeigt drei Komponenten: voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage, je als „Unterdurchschnittlich“, „Durchschnittlich“ oder „Überdurchschnittlich“. Den Qualitätsfaktor selbst berücksichtigt Google laut eigener Hilfe nicht in der Auktion. Er zeigt, wo Sie ansetzen: am Anzeigentext, an der Keyword-Auswahl oder an der Landingpage.
Neue Keywords aus Suchbegriffen. Suchbegriffe, die Anfragen gebracht haben und noch kein eigenes Keyword sind, nehmen Sie als Keyword auf.
Überschneidungen. Prüfen Sie, ob mehrere eigene Keywords oder Kampagnen für dieselben Suchbegriffe ausgeliefert werden. Dann legen Sie fest, welches Keyword die Suche bekommen soll.
Jedes Quartal: Landingpage und Ziele
Landingpages brauchen ein größeres Zeitfenster, deshalb prüfen wir sie einmal im Quartal.
Conversion-Rate je Zielseite. Vergleichen Sie, wie oft Klicks je Keyword-Gruppe zur Anfrage werden und auf welcher Seite sie landen. Unsere Einschätzung: Bringt eine Gruppe bei normaler Klickrate weniger Anfragen je Klick als die übrigen Gruppen, liegt der Hebel auf ihrer Seite. Wie eine Seite für Anzeigenbesucher aufgebaut ist, beschreiben wir bei der Landingpage Agentur.
Ziel. Ein zu hoch gesetzter Ziel-CPA kann Anfragen verteuern. Laut Google orientieren sich budgetbegrenzte Kampagnen seit dem 17. August 2026 enger am eingestellten Ziel: Bei 10 € Ziel und zuletzt 5 € tatsächlich nähern sie sich 10 €. Unser Rat: Setzen Sie das Ziel am heutigen Ist-Wert an, senken Sie es höchstens einmal je Conversion-Zyklus und nutzen Sie den Betrag, den eine Anfrage höchstens kosten darf, nur als Abbruchlinie.
Die Checkliste zum Abhaken
| Takt | Prüfen | Ändern, wenn |
|---|---|---|
| jede Woche | Kosten bis heute gegen Monatsbudget | die Summe zum Monatsende nicht passt |
| jede Woche | Änderungsverlauf und Verlauf der Empfehlungen | Google etwas erweitert hat, das Sie nicht wollen |
| jede Woche | Suchbegriffe, auch Typ „AI Max“ | ein Begriff nicht passt: ausschließen |
| alle 14 Tage | Ziel-CPA oder Ziel-ROAS gegen Ist-Werte | der tatsächliche Wert über mindestens 30 Conversions (Ziel-ROAS: 50) um mehr als 15 % vom Ziel abweicht |
| jeden Monat | Komponenten des Qualitätsfaktors | eine Komponente unterdurchschnittlich ist |
| jeden Monat | Suchbegriffe mit Anfragen, Überschneidungen | ein Begriff kein eigenes Keyword hat oder zwei Keywords dieselbe Suche bedienen |
| jedes Quartal | Conversion-Rate je Keyword-Gruppe und Zielseite, Ziel | eine Gruppe bei normaler Klickrate weniger Anfragen je Klick bringt als die übrigen oder das Ziel über dem Ist-Wert liegt |
Wenn Sie diese Routine nicht selbst fahren wollen, übernimmt sie unsere Google Ads Agentur. Im Erstgespräch sehen wir uns Ihr Konto gemeinsam an.
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Transparenzhinweis
- Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner (fachliche Prüfung vor Veröffentlichung).
- Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und hat mehr als 200 Google-Ads-Konten betreut. Wer die Routine nicht selbst fahren will, kann sie bei uns beauftragen.
- Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027 und früher, wenn Google Empfehlungen, automatische Anwendung, AI Max oder den Lernstatus ändert.
- Quellen: Hilfeseiten von Google Ads, fünf deutsche Ratgeber zu „google ads optimieren“ (Stand 3. November 2026), der Google Ads Developer Blog und unsere eigene Prüfroutine. Zahlen aus Kundenkonten enthält der Artikel nicht.
Quellen
- Google Ads Hilfe: Gebotsanpassungen, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Empfehlungen automatisch anwenden, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Optimierungsfaktor, abgerufen 03.11.2026
- Google: Anzeigenleistung mit Empfehlungen verbessern, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Änderungsverlauf, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Änderungen bei der Budgetabstufung für die Werbezeitplanung, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Lernphase bei Smart Bidding, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Conversion-Analyse, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Web-Conversions einrichten, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Conversions erfassen, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Bericht zu Suchbegriffen, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Qualitätsfaktor für Suchkampagnen und Fünf Möglichkeiten, die Leistung mithilfe des Qualitätsfaktors zu verbessern, abgerufen 03.11.2026
- Gelesene Ratgeber zu „google ads optimieren“, abgerufen 03.11.2026: Reachlab, Keyperformance, AdPoint, HubSpot, Skill Sprinters
- Google Ads Hilfe: Smart Bidding, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Hilfe: Änderungen an zielbasierten Gebotsstrategien, abgerufen 03.11.2026
- Google Ads Developer Blog: Migrate Campaign-level Broad Match and Automatically Created Assets to AI Max, 12.08.2026
- Google Ads Hilfe: Funktionsweise von AI Max für Suchkampagnen, abgerufen 03.11.2026




