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Google Ads optimieren: Checkliste für bestehende Konten

Google Ads optimieren: Checkliste für bestehende Konten

03.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Eine große rote Lupe mit Gesicht in der Mitte, links drei Karten mit grünen Häkchen untereinander, rechts ein kleiner Roboter unter einem blauen Kreispfeil.

Ein laufendes Google-Ads-Konto optimieren Sie mit einer festen Routine: jede Woche lesen, was passiert ist, alle 14 Tage Ziele und Gebotsstrategie prüfen, jeden Monat Qualität und Keywords, jedes Quartal die Landingpage. Bei automatischen Geboten beginnt die Woche nicht mit neuen Geboten, sondern mit dem Budget und der Frage, was Google selbst im Konto geändert hat. Gebote steuern Sie dann über das Ziel, etwa den Ziel-CPA, nicht per Hand.

Budget, Ausschlüsse, Qualitätsfaktor, Ziel-CPA, neue Keywords und Überschneidungen stammen aus der Routine, mit der wir Kundenkonten prüfen. Die Google-Regeln dahinter sind unten mit Quelle verlinkt, Stand 3. November 2026.

Bevor Sie optimieren: drei Voraussetzungen

Drei Punkte prüfen Sie einmal vorab, bevor Sie etwas ändern:

  1. Echte Anfragen als Conversion. Formular und Anruf, bloße Seitenaufrufe nicht. Die Bestätigungsseite nach dem Absenden darf das Conversion-Tag auslösen, Google nennt sie dafür als Beispiel. Für Anfragen nennt Google die Zählung „Eine“ Conversion je Anzeigenklick, weil meist nur ein Lead pro Klick zählt.
  2. Ein Ziel je Kampagne. Google rät, Kampagnen für ein einzelnes, konsistentes Conversion-Zielvorhaben zu optimieren.
  3. Genug Daten. Google rät, Smart Bidding über etwa einen Monat mit mindestens 30 Conversions zu bewerten, bei Ziel-ROAS mit 50. Wer erst seit ein paar Tagen wirbt, liest noch und ändert nicht.

Jede Woche: lesen, was passiert ist

Die Wochenrunde prüft fünf Stellen und ändert wenig.

Budgetverlauf. Google darf an einem Tag bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, im Monat höchstens das 30,4-Fache. Prüfen Sie, ob die Summe bis Monatsende zum geplanten Budget passt.

Änderungsverlauf. Im Menü „Kampagnen“ unter „Änderungsverlauf“ stehen die Änderungen der letzten zwei Jahre, bei Änderungen über die Oberfläche mit der E-Mail-Adresse des Nutzers. Dort finden Sie auch einzelne Empfehlungen, die Google angewendet hat.

Einträge automatischer Systeme erscheinen etwa als „Google Ads-System“ und wirken sich laut Google normalerweise nicht auf aktive Kampagnen aus.

Automatisch angewendete Empfehlungen. Die Einstellung „Empfehlungen automatisch anwenden“ gilt nur für das ganze Konto. Darunter fallen auch „Weitgehend passende Keywords hinzufügen“, Suchnetzwerk-Partner, „Displaynetzwerk-Aktivierung verwenden“ und „Ausweitung des Targetings verwenden“, also mehr Reichweite. Das Budget erhöht Google darüber nicht. Unser Rat: Sehen Sie im Tab „Verlauf“ der Empfehlungen nach, was angewendet wurde, und lassen Sie Erweiterungen nicht ungeprüft laufen.

AI Max. Laut Google-Entwicklerblog stellt Google ab dem 1. September 2026 Suchkampagnen mit „weitgehend passend“ auf Kampagnenebene oder eigenständigen automatisch erstellten Assets auf AI Max um, mit eingeschaltetem Suchanfragen-Abgleich. Dynamische Suchanzeigen sollen im Februar 2027 folgen. Im Bericht zu Suchbegriffen steht „AI Max“ dann als eigener Übereinstimmungstyp.

Suchbegriffe. Unter „Kampagnen“, „Statistiken und Berichte“, „Suchbegriffe“ lesen Sie, wofür Ihre Anzeige erschien, und schließen Unpassendes aus. Seltene Suchbegriffe fehlen dort aus Datenschutzgründen. Die „Statistiken zu Suchbegriffen“ zählen sie mit, gruppiert nach Unterthemen oder unter „Sonstige Suchanfragen“, ohne die Suchanfragen selbst zu zeigen.

Optimierungsfaktor und Empfehlungen. Der Optimierungsfaktor ist laut Google ein Schätzwert zwischen 0 und 100 %. Laut Googles eigener Untersuchung, deren Methode Google nicht nennt, erzielten Werbetreibende, die ihn mit Empfehlungen auf Kontoebene um 10 Punkte hoben, durchschnittlich 14 % mehr Conversions. Prüfen Sie Empfehlungen einzeln, statt den Wert auf 100 % zu treiben.

Alle 14 Tage: Ziele statt Gebote

Mit Smart Bidding, also Strategien wie „Ziel-CPA“ oder „Conversions maximieren“, setzt Google das Gebot je Auktion selbst. Manuelle Gebotsanpassungen unterstützen diese Strategien laut Google nicht.

Vier von fünf deutschen Ratgebern, die wir zu „google ads optimieren“ gelesen haben, empfehlen trotzdem Gebote per Hand oder Gebotsanpassungen für Geräte, Zeiten oder Orte. Wir prüfen unter Smart Bidding stattdessen das Ziel:

GebotsstrategieWas Sie alle 14 Tage prüfenWas Sie in Ruhe lassen
Ziel-CPA oder Ziel-ROASdas Ziel gegen die tatsächlichen Kosten je Anfrage bzw. den UmsatzGebotsanpassungen für Geräte, Zeiten und Orte
Conversions maximierenBudget und das, was als Conversion zähltGebote je Keyword
Manuelle CPCGebote je Keyword und Gebotsanpassungen

Strategie nur bewusst wechseln. Eine neue Gebotsstrategie oder geänderte Conversion-Zielvorhaben lösen laut Google den Status „Lernt“ aus, der höchstens sieben Tage angezeigt wird. Änderungen an Budget, Ziel oder Targeting lösen ihn laut derselben Seite nie aus.

Prüfen heißt nicht ändern. Beispiel: 1.000 € und 10 Anfragen in zwei Wochen sind 100 € je Anfrage, bei 8 Anfragen 125 €, also 25 % mehr. Unsere Einschätzung: Das kann Zufall sein. Ändern Sie das Ziel erst, wenn die Abweichung über mindestens 30 Conversions besteht: bei 30 Anfragen im Monat nach einem Monat, bei 15 nach zwei, bei 10 nach drei.

Google widerspricht sich. Googles Hilfeseite zur Conversion-Analyse nennt eine Lernphase von 7 bis 14 Tagen. Häufige Änderungen an Budget, Ziel oder Conversion-Zielvorhaben setzten das Lernfenster zurück. Für beide gilt: Ändern Sie das Ziel nicht mehrmals innerhalb eines Conversion-Zyklus, so rät es Google auf der Seite zum Lernstatus.

Budget mitten im Monat. Ändern Sie das Tagesbudget im Lauf des Monats, berechnet Google die Monatsgrenze so: bereits ausgegeben plus neues Tagesbudget mal verbleibende Tage. Beispiel: 1.500 € in 15 Tagen, danach 65 € am Tag, 30 Tage: 1.500 € + 15 × 65 € = 2.475 €.

Jeden Monat: Qualität, neue Keywords, Überschneidungen

Einmal im Monat prüfen Sie die Struktur hinter den Anzeigen.

Qualitätsfaktor als Diagnose. Google zeigt drei Komponenten: voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage, je als „Unterdurchschnittlich“, „Durchschnittlich“ oder „Überdurchschnittlich“. Den Qualitätsfaktor selbst berücksichtigt Google laut eigener Hilfe nicht in der Auktion. Er zeigt, wo Sie ansetzen: am Anzeigentext, an der Keyword-Auswahl oder an der Landingpage.

Neue Keywords aus Suchbegriffen. Suchbegriffe, die Anfragen gebracht haben und noch kein eigenes Keyword sind, nehmen Sie als Keyword auf.

Überschneidungen. Prüfen Sie, ob mehrere eigene Keywords oder Kampagnen für dieselben Suchbegriffe ausgeliefert werden. Dann legen Sie fest, welches Keyword die Suche bekommen soll.

Jedes Quartal: Landingpage und Ziele

Landingpages brauchen ein größeres Zeitfenster, deshalb prüfen wir sie einmal im Quartal.

Conversion-Rate je Zielseite. Vergleichen Sie, wie oft Klicks je Keyword-Gruppe zur Anfrage werden und auf welcher Seite sie landen. Unsere Einschätzung: Bringt eine Gruppe bei normaler Klickrate weniger Anfragen je Klick als die übrigen Gruppen, liegt der Hebel auf ihrer Seite. Wie eine Seite für Anzeigenbesucher aufgebaut ist, beschreiben wir bei der Landingpage Agentur.

Ziel. Ein zu hoch gesetzter Ziel-CPA kann Anfragen verteuern. Laut Google orientieren sich budgetbegrenzte Kampagnen seit dem 17. August 2026 enger am eingestellten Ziel: Bei 10 € Ziel und zuletzt 5 € tatsächlich nähern sie sich 10 €. Unser Rat: Setzen Sie das Ziel am heutigen Ist-Wert an, senken Sie es höchstens einmal je Conversion-Zyklus und nutzen Sie den Betrag, den eine Anfrage höchstens kosten darf, nur als Abbruchlinie.

Die Checkliste zum Abhaken

TaktPrüfenÄndern, wenn
jede WocheKosten bis heute gegen Monatsbudgetdie Summe zum Monatsende nicht passt
jede WocheÄnderungsverlauf und Verlauf der EmpfehlungenGoogle etwas erweitert hat, das Sie nicht wollen
jede WocheSuchbegriffe, auch Typ „AI Max“ein Begriff nicht passt: ausschließen
alle 14 TageZiel-CPA oder Ziel-ROAS gegen Ist-Werteder tatsächliche Wert über mindestens 30 Conversions (Ziel-ROAS: 50) um mehr als 15 % vom Ziel abweicht
jeden MonatKomponenten des Qualitätsfaktorseine Komponente unterdurchschnittlich ist
jeden MonatSuchbegriffe mit Anfragen, Überschneidungenein Begriff kein eigenes Keyword hat oder zwei Keywords dieselbe Suche bedienen
jedes QuartalConversion-Rate je Keyword-Gruppe und Zielseite, Zieleine Gruppe bei normaler Klickrate weniger Anfragen je Klick bringt als die übrigen oder das Ziel über dem Ist-Wert liegt

Wenn Sie diese Routine nicht selbst fahren wollen, übernimmt sie unsere Google Ads Agentur. Im Erstgespräch sehen wir uns Ihr Konto gemeinsam an.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner (fachliche Prüfung vor Veröffentlichung).
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und hat mehr als 200 Google-Ads-Konten betreut. Wer die Routine nicht selbst fahren will, kann sie bei uns beauftragen.
  • Datenstand: 3. November 2026. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027 und früher, wenn Google Empfehlungen, automatische Anwendung, AI Max oder den Lernstatus ändert.
  • Quellen: Hilfeseiten von Google Ads, fünf deutsche Ratgeber zu „google ads optimieren“ (Stand 3. November 2026), der Google Ads Developer Blog und unsere eigene Prüfroutine. Zahlen aus Kundenkonten enthält der Artikel nicht.

Quellen

  1. Google Ads Hilfe: Gebotsanpassungen, abgerufen 03.11.2026
  2. Google Ads Hilfe: Empfehlungen automatisch anwenden, abgerufen 03.11.2026
  3. Google Ads Hilfe: Optimierungsfaktor, abgerufen 03.11.2026
  4. Google: Anzeigenleistung mit Empfehlungen verbessern, abgerufen 03.11.2026
  5. Google Ads Hilfe: Änderungsverlauf, abgerufen 03.11.2026
  6. Google Ads Hilfe: Änderungen bei der Budgetabstufung für die Werbezeitplanung, abgerufen 03.11.2026
  7. Google Ads Hilfe: Lernphase bei Smart Bidding, abgerufen 03.11.2026
  8. Google Ads Hilfe: Conversion-Analyse, abgerufen 03.11.2026
  9. Google Ads Hilfe: Web-Conversions einrichten, abgerufen 03.11.2026
  10. Google Ads Hilfe: Conversions erfassen, abgerufen 03.11.2026
  11. Google Ads Hilfe: Bericht zu Suchbegriffen, abgerufen 03.11.2026
  12. Google Ads Hilfe: Qualitätsfaktor für Suchkampagnen und Fünf Möglichkeiten, die Leistung mithilfe des Qualitätsfaktors zu verbessern, abgerufen 03.11.2026
  13. Gelesene Ratgeber zu „google ads optimieren“, abgerufen 03.11.2026: Reachlab, Keyperformance, AdPoint, HubSpot, Skill Sprinters
  14. Google Ads Hilfe: Smart Bidding, abgerufen 03.11.2026
  15. Google Ads Hilfe: Änderungen an zielbasierten Gebotsstrategien, abgerufen 03.11.2026
  16. Google Ads Developer Blog: Migrate Campaign-level Broad Match and Automatically Created Assets to AI Max, 12.08.2026
  17. Google Ads Hilfe: Funktionsweise von AI Max für Suchkampagnen, abgerufen 03.11.2026

Häufige Fragen

Ziele und Gebotsstrategie prüfen Sie alle 14 Tage, ändern aber erst, wenn genug Daten vorliegen: Google rät, Smart Bidding über etwa einen Monat mit mindestens 30 Conversions zu bewerten. Qualität und Keywords prüfen Sie einmal im Monat, die Landingpage einmal im Quartal.

Nicht als Ziel. Laut Google ist er ein Schätzwert, der sich ändert, wenn Sie Empfehlungen übernehmen oder ablehnen. Übernehmen Sie, was zu Ihrem Ziel passt, und lehnen Sie den Rest ab.

Laut Googles Hilfeseite zum Status „Lernt“ nicht: Budget- und Zieländerungen wirken in der nächsten Auktion und lösen den Status nie aus. Eine andere Google-Hilfeseite sagt, häufige Änderungen an Budget und Ziel setzten das Lernfenster zurück.

Der Status „Lernt“ verschwindet laut Google innerhalb von sieben Tagen. Bis die Leistung ein neues Ziel erreicht, dauert es in der Regel ein bis zwei Conversion-Zyklen. Erst danach bewerten Sie, und zwar über zwei weitere Zyklen oder zwei Wochen, je nachdem, was länger ist. Vergehen zwischen Klick und Anfrage sieben Tage, sind das drei bis vier Wochen.

Auf der Seite „Empfehlungen“ über die Einstellungen für die automatische Anwendung (Stand November 2026). Die Einstellung gilt für das ganze Konto. Sie können dort einzelne Arten abwählen, statt die Funktion ganz abzuschalten.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Benjamin Pusch

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer