Was Google-Suchanzeigen sind und wo sie erscheinen
Eine Suchanzeige ist eine Textanzeige, die Google zu einer konkreten Suche einblendet. Sie legen Keywords fest, also Begriffe, zu denen Ihre Anzeige erscheinen darf. Sucht jemand danach, kann Ihre Anzeige über oder unter den Suchergebnissen stehen. Google kennzeichnet sie als Anzeige, die normalen Suchergebnisse sind laut Google unabhängig von den Werbeprogrammen.
Welche Anzeige erscheint, hängt laut Google von den Kampagneneinstellungen ab und davon, wie genau die Suche zu Ihren Keywords passt. Die Reihenfolge der Anzeigen ergibt sich aus Gebot und Relevanz.
Zum Suchnetzwerk gehören neben der Google-Suche die Suchnetzwerk-Partner: suchbezogene Websites und Apps, die Google-Anzeigen zeigen. Auf deren Seiten heißt die Kennzeichnung laut Google „Google Anzeigen“.
So ist eine Suchkampagne aufgebaut
Eine Suchkampagne besteht aus Anzeigengruppen, und jede Anzeigengruppe enthält Keywords und Anzeigen. In der Kampagne selbst stellen Sie Budget, Gebote, Ausrichtung und Werbenetzwerke ein. Google rät, Anzeigengruppen nach Themen zu bilden, etwa nach den Seiten Ihrer Website.
| Ebene | Was Sie dort festlegen | Beispiel: erfundener Zulieferer für CNC-Frästeile |
|---|---|---|
| Kampagne | Budget, Gebote, Ausrichtung, Werbenetzwerke | „Lohnfertigung“, Region Deutschland, nur Google-Suche |
| Anzeigengruppe | ein Thema mit eigenen Keywords und Anzeigen | „CNC-Fräsen Aluminium“ |
| Keywords | Begriffe, zu denen die Anzeige erscheinen darf | cnc fräsen aluminium lohnfertigung |
| Anzeige | responsive Suchanzeige mit Titeln und Textzeilen | „CNC-Frästeile aus Aluminium“ |
Die Anzeige legen Sie als responsive Suchanzeige an. Sie hinterlegen bis zu 15 Anzeigentitel mit je 30 Zeichen und bis zu 4 Textzeilen mit je 90 Zeichen. Google setzt daraus je Suche eine Anzeige zusammen.
Dazu kommen Assets, mit denen Sie Angaben wie Standort oder Telefonnummer in die Anzeige aufnehmen.
Keyword-Optionen: Wie genau muss die Suche passen?
Mit der Keyword-Option steuern Sie, wie weit eine Suche von Ihrem Keyword abweichen darf. Google bietet drei Optionen an und vergibt für neue Keywords standardmäßig die weiteste, weil sie laut Google „die umfassendste Option“ ist.
| Option | Schreibweise | Was laut Google zählt |
|---|---|---|
| Weitgehend passend | cnc fräsen | auch Suchen, die einen Bezug zum Keyword haben, ohne seine genaue Formulierung zu enthalten; Standard |
| Passende Wortgruppe | "cnc fräsen" | Suchen mit ähnlicher Bedeutung, die Ihre Leistung enthalten |
| Genau passend | [cnc fräsen] | Suchen mit derselben Bedeutung oder Absicht; laut Google die beste Kontrolle darüber, wer die Anzeige sieht |
Google empfiehlt „weitgehend passend“ ausdrücklich zusammen mit Smart Bidding. Die englische Hilfe nennt Smart Bidding mit weitgehend passenden Keywords „critical“, also entscheidend, und schreibt, Smart Bidding funktioniere damit am besten. Die deutsche Fassung macht daraus eine Pflicht: „Smart Bidding muss mit weitgehend passenden Keywords verwendet werden.“
Smart Bidding heißt: Google setzt das Gebot je Suche automatisch, um möglichst viele Conversions zu erzielen, etwa mit „Conversions maximieren“ oder einem Ziel für die Kosten je Conversion. Einsetzen lässt es sich laut Google mit allen drei Optionen.
Unsere Einschätzung zu Klick-Geboten: Zielen die Gebote nur auf Klicks oder Sichtbarkeit, fehlt „weitgehend passend“ das Signal, welche Suchen zu Anfragen führen. Dann sind die engeren Optionen die bessere Wahl. Das BIEG Hessen, eine Serviceeinrichtung der Industrie- und Handelskammern, warnt ebenfalls, Google bekomme bei weitgehend passenden Keywords viel Spielraum, gerade bei kleinen Budgets gehe dadurch unnötig Geld verloren.
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Suchnetzwerk-Partner: standardmäßig eingeschaltet
Suchnetzwerk-Partner sind beim Anlegen jeder Suchkampagne eingeschaltet. Google schreibt dazu: „Wenn Sie eine Suchkampagne erstellen, sind Suchnetzwerk-Partner standardmäßig eingeschlossen.“ Das Häkchen sitzt in den Kampagneneinstellungen unter „Werbenetzwerke“.
Keiner der fünf Ratgeber, die wir am 3. November 2026 zu „google suchanzeigen“ gelesen haben, erwähnt diese Voreinstellung (Quellen 9 bis 11). Einer, von der Agentur AdPoint, rät sogar, das Häkchen zu setzen.
Googles Argument. Google hat beobachtet, dass Werbetreibende mit mindestens 5 % ihrer Ausgaben im Partnernetzwerk typischerweise 11 % mehr Conversions erzielen können. Das gilt laut Google für volumenorientiertes Smart Bidding (Ziel-CPA oder „Conversions maximieren“), beobachtet in Kampagnen, die nicht durch das Budget begrenzt waren. Eine Methode nennt Google nicht, und eine Conversion ist noch keine gute Anfrage.
Die Gegenseite. Zu Partner-Websites mit Produktabbildungen schreibt Google selbst, Klicks dort spiegelten „möglicherweise nicht immer sehr zielgerichteten Traffic wider“. Die Klickrate auf Partner-Websites zählt laut Google nicht für den Qualitätsfaktor.
Eine Autorin des Fachblogs PPC Hero berichtete 2015 aus einem betreuten Lead-Konto: Nach dem Abschalten der Partner stieg die Zahl der Anfragen leicht, und die Abschlussquote dieser Anfragen lag um 90 % höher. Sie rät trotzdem nicht, Partner immer abzuschalten, sondern es zu testen.
In unseren Kampagnen für B2B-Anfragen sind Suchnetzwerk-Partner zum Start abgeschaltet. Ob sie später dazukommen, entscheiden die Daten.
So sehen Sie, wo Ihre Anzeigen liefen. Seit August 2025 zeigt Google auch für Suchkampagnen jede Partner-Website, auf der Ihre Anzeigen erschienen, laut Ankündigung mit Impressionen je Website. Den Bericht finden Sie im Berichtseditor, Bereich „Wo Anzeigen ausgeliefert wurden“, Option „Eignung der Inhalte“. Die Hilfeseite „Google Suchnetzwerk“ sagt noch, solche Angaben gebe es nur für Performance Max; die Ankündigung vom August 2025 ist neuer.
Was Google automatisch tut, und vier Einstellungen vor dem Start
Mit AI Max für Suchkampagnen entscheidet Google selbst mit, zu welchen Suchen Ihre Anzeige erscheint, und schreibt Anzeigentexte selbst.
Schalten Sie AI Max ein, aktiviert Google laut Hilfe den Suchanfragen-Abgleich, der Ihre Keywords mit weitgehend passenden Keywords und Technik ohne Keywords erweitert. Dazu kommen die Textanpassung (früher „Automatisch erstellte Assets“) und die Erweiterung der finalen URL: Google erstellt Anzeigentext aus Ihren Anzeigen, Landingpages und Assets und leitet auf die Seite Ihrer Domain weiter, die voraussichtlich am besten abschneidet.
Was die KI in der Kampagne macht. Textanpassung und URL-Erweiterung lassen sich in den Kampagneneinstellungen einzeln abschalten, den Suchanfragen-Abgleich schalten Sie je Anzeigengruppe ab. Ist die Kampagne durch das Budget begrenzt, ist AI Max laut Google nicht effektiv. Ob die neuen Suchbegriffe zu Anfragen führen, zeigt der Bericht zu Suchbegriffen: Dort führt Google „AI Max“ als eigenen Abgleichstyp.
Vier Einstellungen setzen Sie vor dem Start bewusst:
- Werbenetzwerke. Suchnetzwerk-Partner zum Start abschalten, später mit dem Partner-Bericht neu entscheiden. Das Displaynetzwerk in der Suchkampagne nicht einschließen. Auch Google rät, bei Leistungsproblemen die Display-Einstellung zu prüfen.
- Keyword-Option passend zur Gebotsstrategie. „Weitgehend passend“ nur mit Conversion-basierten Geboten und gemessenen Anfragen. Google selbst nennt Smart Bidding für diese Option entscheidend. Bei Klick-Geboten engere Optionen.
- Textanpassung und AI Max. Bewusst ein- oder ausschalten. Wer einschaltet, liest den Bericht zu Suchbegriffen jede Woche.
- Was als Erfolg zählt. Google optimiert Smart Bidding auf die Ziele, die Sie hinterlegen. Zählen Sie nur echte Anfragen als Conversion, also Formular oder Anruf. Wo es sinnvoll ist, melden wir zusätzlich aus dem CRM zurück, welche Anfragen qualifiziert waren.
Unsere Einschätzung: Nach vier bis acht Wochen zeigen die Daten, ob eine Einstellung Anfragen bringt oder nur Klicks.
Läuft Ihre Kampagne schon, prüfen wir Ihr Konto kostenlos, auch auf diese vier Einstellungen. Ohne Konto beginnen wir mit einem Strategiegespräch. Mehr dazu: Google Ads Agentur und Landingpage-Agentur.
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Transparenzhinweis
- Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
- Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Kampagnen für B2B-Unternehmen. Wir verdienen daran, wenn Sie uns mit Ihrer Kampagne beauftragen.
- Datenstand: 3. November 2026. Google ändert Einstellungen wie AI Max, Keyword-Optionen und Partner-Berichte häufig. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027.
- Quellen: Google-Ads-Hilfe, fünf gelesene Ratgeber zum Suchbegriff (darunter eine IHK-Serviceeinrichtung und zwei Agenturen) und ein Praktikerbericht von 2015.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Google Suchnetzwerk, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Ankündigungen zu Partnerwebsites im Suchnetzwerk, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Keyword-Optionen, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads Help (englisch): About keyword matching options, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Responsive Suchanzeigen, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Funktionsweise von AI Max für Suchkampagnen, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Unterschied zwischen Google-Suchergebnissen und Anzeigen, abgerufen am 03.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Konto mithilfe von Anzeigengruppen strukturieren, abgerufen am 03.11.2026
- BIEG Hessen: Google Ads Basics: verstehen, planen, erfolgreich schalten, abgerufen am 03.11.2026
- AdPoint: Wie richte ich eine Google Ads Kampagne ein?, 15.05.2025
- Stay Digital: Google Ads Kampagnen: Der Guide für KMU & Handwerk 2026; code-x: Die verschiedenen Kampagnen von Google Ads; OMR Reviews: In 6 Schritten eine Google Ads Kampagne erstellen, abgerufen am 03.11.2026
- PPC Hero: How De-Selecting One Checkbox Completely Changed An Advertiser’s Lead Quality, 2015




