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Google-Suchanzeigen: So funktionieren sie, und welche Einstellungen über Ihre Anfragen entscheiden

Google-Suchanzeigen: So funktionieren sie, und welche Einstellungen über Ihre Anfragen entscheiden

03.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Eine rote Lupe mit staunendem Gesicht steht vor einer Trefferliste, deren oberster Treffer hervorgehoben ist und angeklickt wird; eine gestrichelte Linie führt zu einem Briefumschlag mit grünem Häkchen, links liegt eine goldene Münze.

Google-Suchanzeigen erscheinen über oder unter den normalen Suchergebnissen, wenn jemand nach Begriffen sucht, die zu Ihren Keywords passen. Unsere Antwort, Stand November 2026: Zwei Voreinstellungen einer neuen Suchkampagne zielen auf Reichweite statt auf Anfragen. Wer im B2B gute Anfragen braucht, schaltet zum Start die Suchnetzwerk-Partner ab, nutzt „weitgehend passend“ nur mit Conversion-basierten Geboten und meldet Google nur echte Anfragen als Erfolg.

Laut Google-Hilfe sind Suchnetzwerk-Partner bei neuen Suchkampagnen standardmäßig eingeschlossen, und neue Keywords bekommen standardmäßig die Option „weitgehend passend“. Google kennzeichnet Suchanzeigen als Anzeige. Vor dem ersten Euro lohnt der Blick auf vier Einstellungen: die Werbenetzwerke, die Keyword-Option, die Textanpassung und das, was Google als Erfolg gemeldet bekommt.

Was Google-Suchanzeigen sind und wo sie erscheinen

Eine Suchanzeige ist eine Textanzeige, die Google zu einer konkreten Suche einblendet. Sie legen Keywords fest, also Begriffe, zu denen Ihre Anzeige erscheinen darf. Sucht jemand danach, kann Ihre Anzeige über oder unter den Suchergebnissen stehen. Google kennzeichnet sie als Anzeige, die normalen Suchergebnisse sind laut Google unabhängig von den Werbeprogrammen.

Welche Anzeige erscheint, hängt laut Google von den Kampagneneinstellungen ab und davon, wie genau die Suche zu Ihren Keywords passt. Die Reihenfolge der Anzeigen ergibt sich aus Gebot und Relevanz.

Zum Suchnetzwerk gehören neben der Google-Suche die Suchnetzwerk-Partner: suchbezogene Websites und Apps, die Google-Anzeigen zeigen. Auf deren Seiten heißt die Kennzeichnung laut Google „Google Anzeigen“.

So ist eine Suchkampagne aufgebaut

Eine Suchkampagne besteht aus Anzeigengruppen, und jede Anzeigengruppe enthält Keywords und Anzeigen. In der Kampagne selbst stellen Sie Budget, Gebote, Ausrichtung und Werbenetzwerke ein. Google rät, Anzeigengruppen nach Themen zu bilden, etwa nach den Seiten Ihrer Website.

EbeneWas Sie dort festlegenBeispiel: erfundener Zulieferer für CNC-Frästeile
KampagneBudget, Gebote, Ausrichtung, Werbenetzwerke„Lohnfertigung“, Region Deutschland, nur Google-Suche
Anzeigengruppeein Thema mit eigenen Keywords und Anzeigen„CNC-Fräsen Aluminium“
KeywordsBegriffe, zu denen die Anzeige erscheinen darfcnc fräsen aluminium lohnfertigung
Anzeigeresponsive Suchanzeige mit Titeln und Textzeilen„CNC-Frästeile aus Aluminium“

Die Anzeige legen Sie als responsive Suchanzeige an. Sie hinterlegen bis zu 15 Anzeigentitel mit je 30 Zeichen und bis zu 4 Textzeilen mit je 90 Zeichen. Google setzt daraus je Suche eine Anzeige zusammen.

Dazu kommen Assets, mit denen Sie Angaben wie Standort oder Telefonnummer in die Anzeige aufnehmen.

Keyword-Optionen: Wie genau muss die Suche passen?

Mit der Keyword-Option steuern Sie, wie weit eine Suche von Ihrem Keyword abweichen darf. Google bietet drei Optionen an und vergibt für neue Keywords standardmäßig die weiteste, weil sie laut Google „die umfassendste Option“ ist.

OptionSchreibweiseWas laut Google zählt
Weitgehend passendcnc fräsenauch Suchen, die einen Bezug zum Keyword haben, ohne seine genaue Formulierung zu enthalten; Standard
Passende Wortgruppe"cnc fräsen"Suchen mit ähnlicher Bedeutung, die Ihre Leistung enthalten
Genau passend[cnc fräsen]Suchen mit derselben Bedeutung oder Absicht; laut Google die beste Kontrolle darüber, wer die Anzeige sieht

Google empfiehlt „weitgehend passend“ ausdrücklich zusammen mit Smart Bidding. Die englische Hilfe nennt Smart Bidding mit weitgehend passenden Keywords „critical“, also entscheidend, und schreibt, Smart Bidding funktioniere damit am besten. Die deutsche Fassung macht daraus eine Pflicht: „Smart Bidding muss mit weitgehend passenden Keywords verwendet werden.“

Smart Bidding heißt: Google setzt das Gebot je Suche automatisch, um möglichst viele Conversions zu erzielen, etwa mit „Conversions maximieren“ oder einem Ziel für die Kosten je Conversion. Einsetzen lässt es sich laut Google mit allen drei Optionen.

Unsere Einschätzung zu Klick-Geboten: Zielen die Gebote nur auf Klicks oder Sichtbarkeit, fehlt „weitgehend passend“ das Signal, welche Suchen zu Anfragen führen. Dann sind die engeren Optionen die bessere Wahl. Das BIEG Hessen, eine Serviceeinrichtung der Industrie- und Handelskammern, warnt ebenfalls, Google bekomme bei weitgehend passenden Keywords viel Spielraum, gerade bei kleinen Budgets gehe dadurch unnötig Geld verloren.

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Suchnetzwerk-Partner: standardmäßig eingeschaltet

Suchnetzwerk-Partner sind beim Anlegen jeder Suchkampagne eingeschaltet. Google schreibt dazu: „Wenn Sie eine Suchkampagne erstellen, sind Suchnetzwerk-Partner standardmäßig eingeschlossen.“ Das Häkchen sitzt in den Kampagneneinstellungen unter „Werbenetzwerke“.

Keiner der fünf Ratgeber, die wir am 3. November 2026 zu „google suchanzeigen“ gelesen haben, erwähnt diese Voreinstellung (Quellen 9 bis 11). Einer, von der Agentur AdPoint, rät sogar, das Häkchen zu setzen.

Googles Argument. Google hat beobachtet, dass Werbetreibende mit mindestens 5 % ihrer Ausgaben im Partnernetzwerk typischerweise 11 % mehr Conversions erzielen können. Das gilt laut Google für volumenorientiertes Smart Bidding (Ziel-CPA oder „Conversions maximieren“), beobachtet in Kampagnen, die nicht durch das Budget begrenzt waren. Eine Methode nennt Google nicht, und eine Conversion ist noch keine gute Anfrage.

Die Gegenseite. Zu Partner-Websites mit Produktabbildungen schreibt Google selbst, Klicks dort spiegelten „möglicherweise nicht immer sehr zielgerichteten Traffic wider“. Die Klickrate auf Partner-Websites zählt laut Google nicht für den Qualitätsfaktor.

Eine Autorin des Fachblogs PPC Hero berichtete 2015 aus einem betreuten Lead-Konto: Nach dem Abschalten der Partner stieg die Zahl der Anfragen leicht, und die Abschlussquote dieser Anfragen lag um 90 % höher. Sie rät trotzdem nicht, Partner immer abzuschalten, sondern es zu testen.

In unseren Kampagnen für B2B-Anfragen sind Suchnetzwerk-Partner zum Start abgeschaltet. Ob sie später dazukommen, entscheiden die Daten.

So sehen Sie, wo Ihre Anzeigen liefen. Seit August 2025 zeigt Google auch für Suchkampagnen jede Partner-Website, auf der Ihre Anzeigen erschienen, laut Ankündigung mit Impressionen je Website. Den Bericht finden Sie im Berichtseditor, Bereich „Wo Anzeigen ausgeliefert wurden“, Option „Eignung der Inhalte“. Die Hilfeseite „Google Suchnetzwerk“ sagt noch, solche Angaben gebe es nur für Performance Max; die Ankündigung vom August 2025 ist neuer.

Was Google automatisch tut, und vier Einstellungen vor dem Start

Mit AI Max für Suchkampagnen entscheidet Google selbst mit, zu welchen Suchen Ihre Anzeige erscheint, und schreibt Anzeigentexte selbst.

Schalten Sie AI Max ein, aktiviert Google laut Hilfe den Suchanfragen-Abgleich, der Ihre Keywords mit weitgehend passenden Keywords und Technik ohne Keywords erweitert. Dazu kommen die Textanpassung (früher „Automatisch erstellte Assets“) und die Erweiterung der finalen URL: Google erstellt Anzeigentext aus Ihren Anzeigen, Landingpages und Assets und leitet auf die Seite Ihrer Domain weiter, die voraussichtlich am besten abschneidet.

Was die KI in der Kampagne macht. Textanpassung und URL-Erweiterung lassen sich in den Kampagneneinstellungen einzeln abschalten, den Suchanfragen-Abgleich schalten Sie je Anzeigengruppe ab. Ist die Kampagne durch das Budget begrenzt, ist AI Max laut Google nicht effektiv. Ob die neuen Suchbegriffe zu Anfragen führen, zeigt der Bericht zu Suchbegriffen: Dort führt Google „AI Max“ als eigenen Abgleichstyp.

Vier Einstellungen setzen Sie vor dem Start bewusst:

  1. Werbenetzwerke. Suchnetzwerk-Partner zum Start abschalten, später mit dem Partner-Bericht neu entscheiden. Das Displaynetzwerk in der Suchkampagne nicht einschließen. Auch Google rät, bei Leistungsproblemen die Display-Einstellung zu prüfen.
  2. Keyword-Option passend zur Gebotsstrategie. „Weitgehend passend“ nur mit Conversion-basierten Geboten und gemessenen Anfragen. Google selbst nennt Smart Bidding für diese Option entscheidend. Bei Klick-Geboten engere Optionen.
  3. Textanpassung und AI Max. Bewusst ein- oder ausschalten. Wer einschaltet, liest den Bericht zu Suchbegriffen jede Woche.
  4. Was als Erfolg zählt. Google optimiert Smart Bidding auf die Ziele, die Sie hinterlegen. Zählen Sie nur echte Anfragen als Conversion, also Formular oder Anruf. Wo es sinnvoll ist, melden wir zusätzlich aus dem CRM zurück, welche Anfragen qualifiziert waren.

Unsere Einschätzung: Nach vier bis acht Wochen zeigen die Daten, ob eine Einstellung Anfragen bringt oder nur Klicks.

Läuft Ihre Kampagne schon, prüfen wir Ihr Konto kostenlos, auch auf diese vier Einstellungen. Ohne Konto beginnen wir mit einem Strategiegespräch. Mehr dazu: Google Ads Agentur und Landingpage-Agentur.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Kampagnen für B2B-Unternehmen. Wir verdienen daran, wenn Sie uns mit Ihrer Kampagne beauftragen.
  • Datenstand: 3. November 2026. Google ändert Einstellungen wie AI Max, Keyword-Optionen und Partner-Berichte häufig. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027.
  • Quellen: Google-Ads-Hilfe, fünf gelesene Ratgeber zum Suchbegriff (darunter eine IHK-Serviceeinrichtung und zwei Agenturen) und ein Praktikerbericht von 2015.

Quellen

  1. Google Ads-Hilfe: Google Suchnetzwerk, abgerufen am 03.11.2026
  2. Google Ads-Hilfe: Ankündigungen zu Partnerwebsites im Suchnetzwerk, abgerufen am 03.11.2026
  3. Google Ads-Hilfe: Keyword-Optionen, abgerufen am 03.11.2026
  4. Google Ads Help (englisch): About keyword matching options, abgerufen am 03.11.2026
  5. Google Ads-Hilfe: Responsive Suchanzeigen, abgerufen am 03.11.2026
  6. Google Ads-Hilfe: Funktionsweise von AI Max für Suchkampagnen, abgerufen am 03.11.2026
  7. Google Ads-Hilfe: Unterschied zwischen Google-Suchergebnissen und Anzeigen, abgerufen am 03.11.2026
  8. Google Ads-Hilfe: Konto mithilfe von Anzeigengruppen strukturieren, abgerufen am 03.11.2026
  9. BIEG Hessen: Google Ads Basics: verstehen, planen, erfolgreich schalten, abgerufen am 03.11.2026
  10. AdPoint: Wie richte ich eine Google Ads Kampagne ein?, 15.05.2025
  11. Stay Digital: Google Ads Kampagnen: Der Guide für KMU & Handwerk 2026; code-x: Die verschiedenen Kampagnen von Google Ads; OMR Reviews: In 6 Schritten eine Google Ads Kampagne erstellen, abgerufen am 03.11.2026
  12. PPC Hero: How De-Selecting One Checkbox Completely Changed An Advertiser’s Lead Quality, 2015

Häufige Fragen

Google beschreibt sie als suchbezogene Websites und Apps; als Platzierung nennt Google auch YouTube-Suchergebnisse. Seit August 2025 zeigt Google für Suchkampagnen, auf welchen Partner-Websites Ihre Anzeigen liefen, mit Impressionen je Website.

Für B2B-Anfragen schalten wir sie zum Start ab und entscheiden später mit dem Partner-Bericht. Google nennt für Partner 11 % mehr Conversions, aber nur unter Bedingungen und ohne Angaben zur Methode. Ein Praktikerbericht von 2015 sah nach dem Abschalten bessere Anfragen, allerdings in einem einzelnen Konto.

Google wählt Anzeigen nach den Kampagneneinstellungen und danach aus, wie gut die Suche zu Ihren Keywords passt. Unsere Einschätzung: Ihre eigene Suche zeigt deshalb nicht zuverlässig, ob die Anzeige läuft. Verlässlicher sind die Impressionen im Konto.

Mindestens 3, höchstens 15 Anzeigentitel mit je 30 Zeichen, dazu bis zu 4 Textzeilen mit je 90 Zeichen. Google empfiehlt mindestens zwei responsive Suchanzeigen je Anzeigengruppe. Wenn Sie Titel an feste Positionen anpinnen, schränkt das die Kombinationen ein.

Performance Max ist ein eigener Kampagnentyp, der laut Google vorhandene Suchkampagnen ergänzt. Stimmt eine Suche genau mit einem genau passenden Keyword Ihrer Suchkampagne überein, hat die Suchkampagne Vorrang vor Performance Max.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Eine Google-Suchanzeige besteht heute (Stand November 2026) aus bis zu 15 Anzeigentiteln und 4 Textzeilen, aus denen Google bei jeder Suche eine Anzeige zusammensetzt. Gute Anzeigentexte decken das Keyword ab und bringen mehrere verschiedene Argumente, die einzeln und in jeder Kombination verständlich sind. Die Bewertung „Anzeigeneffektivität“, die Google dazu anzeigt, ist eine Checkliste für Vollständigkeit, kein Erfolgsmaß. Laut Google fließt sie weder in den Anzeigenrang noch in den Qualitätsfaktor ein. Ob ein Text funktioniert, zeigen Ihre Anfragen.

Benjamin Pusch

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Pixelgrafik: Drei Stufen steigen nach rechts an, auf der untersten liegt ein roter Geldschein mit der Zahl 50, auf der mittleren eine große Münze, auf der höchsten eine kleine lächelnde Münze; rechts daneben eine Trefferliste mit Mauszeiger auf dem obersten Treffer.

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Geschäftsführer