Die Fristen: 90 Tage, 63 Tage, gezählt bis zum Upload
Entscheidend sind zwei Zeitpunkte: Die Conversion muss im Conversion-Zeitraum der Aktion liegen (höchstens 90 Tage, Standard 30), und der Upload muss innerhalb von 63 bzw. 90 Tagen nach dem letzten Klick ankommen. Eine Offline-Conversion ist dabei ein Ereignis aus Ihrem CRM, etwa „Anfrage qualifiziert“, das Sie nachträglich an Google Ads melden.
Es gibt zwei Wege, die Meldung einem Klick zuzuordnen. Beim GCLID-Import speichert Ihr Formular die Klick-Kennung von Google (GCLID). Bei erweiterten Conversions für Leads gleicht Google die gehashte E-Mail-Adresse aus dem Formular ab. Google empfiehlt Einsteigern den zweiten Weg, er hat aber die kürzere Frist.
| Was | Frist | Gezählt |
|---|---|---|
| Upload per GCLID | 90 Tage | vom letzten Klick bis zum Upload |
| Upload über erweiterte Conversions für Leads | 63 Tage | vom letzten Klick bis zum Upload |
| Conversion-Zeitraum der Aktion | 1 bis 90 Tage, Standard 30 | vom Klick bis zur Conversion; Änderungen gelten nur für künftige Conversions |
| Wertanpassung, die das Gebot noch beeinflusst | bis 7 Tage | nach der ursprünglichen Erfassung |
| Wertanpassung nur für Berichte | bis 54 bzw. 55 Tage | nach der Erfassung (zwei Google-Hilfeseiten nennen unterschiedliche Werte: 54 und 55 Tage) |
Was daraus folgt. Ein Upload einmal im Quartal verliert alle Rückmeldungen, deren Klick schon länger als 63 bzw. 90 Tage zurückliegt. Und wer eine Anfrage erst nach drei Wochen von „gut“ auf „schlecht“ korrigiert, ändert damit die Berichte, aber nicht mehr die Gebote.
Was mit dem Auftrag nach Monat drei passiert
Er kommt in Google Ads nicht an. Google schreibt in seiner Hilfe dazu: Findet die Conversion nach 90 Tagen statt, laden Sie ein Offline-Ereignis hoch, das innerhalb von 90 Tagen erfolgt. Das ist die frühere Vertriebsstufe.
Den Auftrag ordnen Sie deshalb selbst zu. Speichern Sie bei jeder Anfrage im CRM, woher sie kam: Kampagne, Suchbegriff oder Anzeigengruppe, GCLID. Dann sehen Sie auch nach einem Jahr, aus welcher Kampagne ein Auftrag stammt, ohne dass Google ihn kennt.
Unsere Einschätzung. Werten Sie diese Zuordnung einmal im Quartal aus: Aufträge und Angebotswerte je Kampagne. Die Gebotsautomatik lernt daraus nichts. Sie selbst sehen daran, welche Keywords und Kampagnen mehr Budget verdienen.
Welche Stufe Sie melden
Melden Sie die späteste Stufe, die in Ihrem Vertrieb zuverlässig innerhalb weniger Wochen nach dem Klick erreicht wird, ideal binnen 7 Tagen. Spätere Stufen laufen innerhalb der Frist sekundär mit. Ob die gemeldete Stufe auch Gebotsziel wird, hängt an der Menge.
Für ein Gebotsziel nennt Google mindestens 15 Conversions in den letzten 30 Tagen auf Kontoebene. Ideal sei eine Stufe, die innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick erreicht wird. Gebotsziel heißt in Google Ads „primäre Conversion-Aktion“, alles andere läuft „sekundär“ mit und dient der Beobachtung.
| Stufe | Liegt sie bei Ihnen innerhalb von 63 bzw. 90 Tagen? | Rolle |
|---|---|---|
| Anfrage eingegangen | ja, am selben Tag | primär, solange keine spätere Stufe genug Menge hat |
| Qualität bewertet (gut, mittel, schlecht) | prüfen Sie im CRM | primär ab 15 in 30 Tagen, sonst sekundär |
| Angebot verschickt | prüfen Sie im CRM | sekundär mit Wert, Conversion-Zeitraum 90 Tage |
| Auftrag | bei Vertriebswegen über 90 Tage nein | im CRM auswerten; innerhalb der Frist zusätzlich sekundär melden |
Wie Sie Aktionen anlegen und von primär auf sekundär stellen, steht im Artikel Conversion-Tracking in Google Ads für Leads. Wie die Vertriebsstufe mit den übrigen B2B-Einstellungen zusammenhängt, beschreibt Google Ads im B2B.
Wenn nur zwei Anfragen im Monat kommen: ein Fall aus dem Sondermaschinenbau
Bei sehr wenigen Anfragen erreicht keine Vertriebsstufe die 15 Conversions in 30 Tagen. Die Rückmeldung bleibt trotzdem wertvoll, als Prüfwerkzeug für Ihre eigenen Entscheidungen.
Ein Kunde von uns, ein mittelständischer Sondermaschinenbauer für Prüf- und Messtechnik, baut Prüfanlagen als Einzelanfertigung. Seine Anfragentabelle reicht bis Juni 2022 zurück, die Anfragen bewertet er selbst.
Die Anfragen von Juni 2022 bis 3. November 2026. 100 Kontakte, 59 über das Formular, 41 per Anruf. Bewertung durch den Kunden: 17 gut, 23 mittel, 49 schlecht, 11 unbewertet. Im Schnitt sind das knapp zwei Kontakte im Monat und eine gute Anfrage alle drei Monate. Ein einzelnes Konto, keine Statistik.
Was die Bewertung zeigte. Die guten Anfragen kamen fast alle über Anwendungsbegriffe wie Prüftechnik oder End-of-Line-Test, kaum über den Gattungsbegriff „Sondermaschinenbau“. Die ausführliche Auswertung mit Zahlen je Kampagne steht in Geringes Suchvolumen in Google Ads.
Was das für Sie heißt. Kein Gebotsalgorithmus lernt aus einer guten Anfrage im Quartal. Sie selbst können es: Begriffe mit guten Anfragen ausbauen, Begriffe mit schlechten ausschließen, Anrufe getrennt bewerten. Weitere Fälle aus der Branche bündelt die geplante Seite „Industrie-Marketing-Agentur“.
Werte je Stufe und Journey-aware Bidding: wann das hilft
Beides setzt Menge voraus. Bei wenigen Anfragen ändert es die Antwort oben nicht.
Werte je Stufe. Können Sie Leads unterschiedliche Werte geben, empfiehlt Google wertbezogene Gebote wie „Conversion-Wert maximieren“. Der Softwareanbieter Revvim warnt vor einer Falle: Sind die Werte im Verhältnis zu Ihren Kosten zu niedrig, nimmt das System an, dass Sie nicht mithalten können. Das ist eine Einschätzung des Anbieters, keine Messung.
Journey-aware Bidding: was belegt ist und was offen ist. Laut Google lernen Suchkampagnen mit „Ziel-CPA“ oder „Conversions maximieren“ damit aus allen importierten Zielen, auch aus denen, auf die nicht geboten wird. Die Funktion ist laut der US-Seite von Google eine Beta. Ob sie in Deutschland verfügbar ist, haben wir nicht geprüft. Zu den Fristen von 63 und 90 Tagen sagt die Ankündigung nichts.
Unsere Linie für Lead-Kampagnen im Mittelstand: ein manuelles Setup mit fest gewählten Keywords. Ein Gebotsziel auf die Qualitätsstufe erst ab 15 Rückmeldungen in 30 Tagen, darunter entscheiden Sie selbst über Begriffe und Budget.
Prüfliste für lange Vertriebswege
- Herkunft speichern: Jede Anfrage bekommt im CRM GCLID, E-Mail-Adresse und Kampagne.
- Qualität früh bewerten: Ein Feld gut, mittel, schlecht, idealerweise innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick ausgefüllt, spätestens im Conversion-Zeitraum der Aktion.
- Regelmäßig hochladen: laut Google täglich, spätestens wöchentlich. Liegen mehr als 7 Tage zwischen Stufe und Upload, fehlt die Conversion in den Attributionsberichten (Attributionsmodelle).
- Conversion-Zeitraum 90 Tage: für die Qualitätsstufe und für Angebot und Auftrag, die beiden späten Stufen als sekundäre Aktion.
- Auftrag im CRM auswerten: einmal im Quartal Aufträge je Kampagne und Suchbegriff, danach Keywords und Budget anpassen.
Wenn Sie wissen wollen, welche Stufe in Ihrem Vertrieb trägt, gehen wir das im kostenlosen Erstgespräch mit Ihnen durch. Wie wir Konten betreuen, steht auf der Seite Google Ads Agentur. Fahren Sie zusätzlich Meta-Kampagnen für Neukunden, stellt sich dieselbe Frage nach der Anfragequalität dort auch: Meta Ads Agentur.
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Transparenzhinweis
- Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
- Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Konten, auch im Sondermaschinenbau. Wir verdienen an dieser Betreuung.
- Datenstand: 5. November 2026. Google hat 2026 die Import-Wege geändert. Wir prüfen den Artikel spätestens am 5. Februar 2027.
- Quellen: Google-Ads-Hilfe und eine Ankündigung von Google, ein Ratgeber eines Softwareanbieters, die Anfragentabelle eines Kunden (anonymisiert, mit dessen eigener Bewertung).
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Richtlinien für den Import von Offline-Conversions, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Häufig gestellte Fragen zu Offline-Conversion-Importen, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Offline-Conversion-Importe, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Best Practices für mehr aussichtsreiche Leads, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Conversions anpassen, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Tracking-Zeiträume, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Attributionsberichte, abgerufen am 05.11.2026
- Google Ads-Hilfe: Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen, abgerufen am 05.11.2026
- Google: Journey-aware bidding, abgerufen am 05.11.2026
- Revvim: Bidding on Offline CRM Stages Instead of Unqualified B2B Leads, 01.04.2026
- PushPartner: Anfragentabelle eines Sondermaschinenbauers für Prüf- und Messtechnik (anonymisiert), Juni 2022 bis 03.11.2026, ausgewertet am 04.11.2026


