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Offline-Conversions in Google Ads: Was bei langen Vertriebswegen nach 90 Tagen passiert

Offline-Conversions in Google Ads: Was bei langen Vertriebswegen nach 90 Tagen passiert

08.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Ein lächelnder blauer Aktenordner mit Diagramm steht in der Mitte, davor eine goldene Münze, rechts ein grüner Kreispfeil; links führt eine gestrichelte Linie von einer Trefferliste mit Mauszeiger zum Ordner, eine zweite mit der Ziffer 90 und einem Brief mit grünem Häkchen führt vom Ordner zurück zur Trefferliste.

Google nimmt Offline-Conversions nur bis 90 Tage nach dem letzten Klick an, bei erweiterten Conversions für Leads nur bis 63 Tage. Ein Auftrag, der neun Monate nach dem Klick unterschrieben wird, kommt in Google Ads also nie an. Melden Sie deshalb eine frühe Qualitätsstufe, idealerweise innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick, und ordnen Sie den Auftrag selbst im CRM der Kampagne zu.

Kommen nur zwei Anfragen im Monat, reicht auch die frühe Stufe nicht als Gebotsziel. Unsere Einschätzung: Dann ist die Rückmeldung zuerst Ihr Prüfwerkzeug für Keywords und Budget. Stand der Google-Regeln in diesem Artikel: 5. November 2026.

Die Fristen: 90 Tage, 63 Tage, gezählt bis zum Upload

Entscheidend sind zwei Zeitpunkte: Die Conversion muss im Conversion-Zeitraum der Aktion liegen (höchstens 90 Tage, Standard 30), und der Upload muss innerhalb von 63 bzw. 90 Tagen nach dem letzten Klick ankommen. Eine Offline-Conversion ist dabei ein Ereignis aus Ihrem CRM, etwa „Anfrage qualifiziert“, das Sie nachträglich an Google Ads melden.

Es gibt zwei Wege, die Meldung einem Klick zuzuordnen. Beim GCLID-Import speichert Ihr Formular die Klick-Kennung von Google (GCLID). Bei erweiterten Conversions für Leads gleicht Google die gehashte E-Mail-Adresse aus dem Formular ab. Google empfiehlt Einsteigern den zweiten Weg, er hat aber die kürzere Frist.

WasFristGezählt
Upload per GCLID90 Tagevom letzten Klick bis zum Upload
Upload über erweiterte Conversions für Leads63 Tagevom letzten Klick bis zum Upload
Conversion-Zeitraum der Aktion1 bis 90 Tage, Standard 30vom Klick bis zur Conversion; Änderungen gelten nur für künftige Conversions
Wertanpassung, die das Gebot noch beeinflusstbis 7 Tagenach der ursprünglichen Erfassung
Wertanpassung nur für Berichtebis 54 bzw. 55 Tagenach der Erfassung (zwei Google-Hilfeseiten nennen unterschiedliche Werte: 54 und 55 Tage)

Was daraus folgt. Ein Upload einmal im Quartal verliert alle Rückmeldungen, deren Klick schon länger als 63 bzw. 90 Tage zurückliegt. Und wer eine Anfrage erst nach drei Wochen von „gut“ auf „schlecht“ korrigiert, ändert damit die Berichte, aber nicht mehr die Gebote.

Was mit dem Auftrag nach Monat drei passiert

Er kommt in Google Ads nicht an. Google schreibt in seiner Hilfe dazu: Findet die Conversion nach 90 Tagen statt, laden Sie ein Offline-Ereignis hoch, das innerhalb von 90 Tagen erfolgt. Das ist die frühere Vertriebsstufe.

Den Auftrag ordnen Sie deshalb selbst zu. Speichern Sie bei jeder Anfrage im CRM, woher sie kam: Kampagne, Suchbegriff oder Anzeigengruppe, GCLID. Dann sehen Sie auch nach einem Jahr, aus welcher Kampagne ein Auftrag stammt, ohne dass Google ihn kennt.

Unsere Einschätzung. Werten Sie diese Zuordnung einmal im Quartal aus: Aufträge und Angebotswerte je Kampagne. Die Gebotsautomatik lernt daraus nichts. Sie selbst sehen daran, welche Keywords und Kampagnen mehr Budget verdienen.

Welche Stufe Sie melden

Melden Sie die späteste Stufe, die in Ihrem Vertrieb zuverlässig innerhalb weniger Wochen nach dem Klick erreicht wird, ideal binnen 7 Tagen. Spätere Stufen laufen innerhalb der Frist sekundär mit. Ob die gemeldete Stufe auch Gebotsziel wird, hängt an der Menge.

Für ein Gebotsziel nennt Google mindestens 15 Conversions in den letzten 30 Tagen auf Kontoebene. Ideal sei eine Stufe, die innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick erreicht wird. Gebotsziel heißt in Google Ads „primäre Conversion-Aktion“, alles andere läuft „sekundär“ mit und dient der Beobachtung.

StufeLiegt sie bei Ihnen innerhalb von 63 bzw. 90 Tagen?Rolle
Anfrage eingegangenja, am selben Tagprimär, solange keine spätere Stufe genug Menge hat
Qualität bewertet (gut, mittel, schlecht)prüfen Sie im CRMprimär ab 15 in 30 Tagen, sonst sekundär
Angebot verschicktprüfen Sie im CRMsekundär mit Wert, Conversion-Zeitraum 90 Tage
Auftragbei Vertriebswegen über 90 Tage neinim CRM auswerten; innerhalb der Frist zusätzlich sekundär melden

Wie Sie Aktionen anlegen und von primär auf sekundär stellen, steht im Artikel Conversion-Tracking in Google Ads für Leads. Wie die Vertriebsstufe mit den übrigen B2B-Einstellungen zusammenhängt, beschreibt Google Ads im B2B.

Wenn nur zwei Anfragen im Monat kommen: ein Fall aus dem Sondermaschinenbau

Bei sehr wenigen Anfragen erreicht keine Vertriebsstufe die 15 Conversions in 30 Tagen. Die Rückmeldung bleibt trotzdem wertvoll, als Prüfwerkzeug für Ihre eigenen Entscheidungen.

Ein Kunde von uns, ein mittelständischer Sondermaschinenbauer für Prüf- und Messtechnik, baut Prüfanlagen als Einzelanfertigung. Seine Anfragentabelle reicht bis Juni 2022 zurück, die Anfragen bewertet er selbst.

Die Anfragen von Juni 2022 bis 3. November 2026. 100 Kontakte, 59 über das Formular, 41 per Anruf. Bewertung durch den Kunden: 17 gut, 23 mittel, 49 schlecht, 11 unbewertet. Im Schnitt sind das knapp zwei Kontakte im Monat und eine gute Anfrage alle drei Monate. Ein einzelnes Konto, keine Statistik.

Was die Bewertung zeigte. Die guten Anfragen kamen fast alle über Anwendungsbegriffe wie Prüftechnik oder End-of-Line-Test, kaum über den Gattungsbegriff „Sondermaschinenbau“. Die ausführliche Auswertung mit Zahlen je Kampagne steht in Geringes Suchvolumen in Google Ads.

Was das für Sie heißt. Kein Gebotsalgorithmus lernt aus einer guten Anfrage im Quartal. Sie selbst können es: Begriffe mit guten Anfragen ausbauen, Begriffe mit schlechten ausschließen, Anrufe getrennt bewerten. Weitere Fälle aus der Branche bündelt die geplante Seite „Industrie-Marketing-Agentur“.

Werte je Stufe und Journey-aware Bidding: wann das hilft

Beides setzt Menge voraus. Bei wenigen Anfragen ändert es die Antwort oben nicht.

Werte je Stufe. Können Sie Leads unterschiedliche Werte geben, empfiehlt Google wertbezogene Gebote wie „Conversion-Wert maximieren“. Der Softwareanbieter Revvim warnt vor einer Falle: Sind die Werte im Verhältnis zu Ihren Kosten zu niedrig, nimmt das System an, dass Sie nicht mithalten können. Das ist eine Einschätzung des Anbieters, keine Messung.

Journey-aware Bidding: was belegt ist und was offen ist. Laut Google lernen Suchkampagnen mit „Ziel-CPA“ oder „Conversions maximieren“ damit aus allen importierten Zielen, auch aus denen, auf die nicht geboten wird. Die Funktion ist laut der US-Seite von Google eine Beta. Ob sie in Deutschland verfügbar ist, haben wir nicht geprüft. Zu den Fristen von 63 und 90 Tagen sagt die Ankündigung nichts.

Unsere Linie für Lead-Kampagnen im Mittelstand: ein manuelles Setup mit fest gewählten Keywords. Ein Gebotsziel auf die Qualitätsstufe erst ab 15 Rückmeldungen in 30 Tagen, darunter entscheiden Sie selbst über Begriffe und Budget.

Prüfliste für lange Vertriebswege

  1. Herkunft speichern: Jede Anfrage bekommt im CRM GCLID, E-Mail-Adresse und Kampagne.
  2. Qualität früh bewerten: Ein Feld gut, mittel, schlecht, idealerweise innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick ausgefüllt, spätestens im Conversion-Zeitraum der Aktion.
  3. Regelmäßig hochladen: laut Google täglich, spätestens wöchentlich. Liegen mehr als 7 Tage zwischen Stufe und Upload, fehlt die Conversion in den Attributionsberichten (Attributionsmodelle).
  4. Conversion-Zeitraum 90 Tage: für die Qualitätsstufe und für Angebot und Auftrag, die beiden späten Stufen als sekundäre Aktion.
  5. Auftrag im CRM auswerten: einmal im Quartal Aufträge je Kampagne und Suchbegriff, danach Keywords und Budget anpassen.

Wenn Sie wissen wollen, welche Stufe in Ihrem Vertrieb trägt, gehen wir das im kostenlosen Erstgespräch mit Ihnen durch. Wie wir Konten betreuen, steht auf der Seite Google Ads Agentur. Fahren Sie zusätzlich Meta-Kampagnen für Neukunden, stellt sich dieselbe Frage nach der Anfragequalität dort auch: Meta Ads Agentur.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Konten, auch im Sondermaschinenbau. Wir verdienen an dieser Betreuung.
  • Datenstand: 5. November 2026. Google hat 2026 die Import-Wege geändert. Wir prüfen den Artikel spätestens am 5. Februar 2027.
  • Quellen: Google-Ads-Hilfe und eine Ankündigung von Google, ein Ratgeber eines Softwareanbieters, die Anfragentabelle eines Kunden (anonymisiert, mit dessen eigener Bewertung).

Quellen

  1. Google Ads-Hilfe: Richtlinien für den Import von Offline-Conversions, abgerufen am 05.11.2026
  2. Google Ads-Hilfe: Häufig gestellte Fragen zu Offline-Conversion-Importen, abgerufen am 05.11.2026
  3. Google Ads-Hilfe: Offline-Conversion-Importe, abgerufen am 05.11.2026
  4. Google Ads-Hilfe: Best Practices für mehr aussichtsreiche Leads, abgerufen am 05.11.2026
  5. Google Ads-Hilfe: Conversions anpassen, abgerufen am 05.11.2026
  6. Google Ads-Hilfe: Conversion-Tracking-Zeiträume, abgerufen am 05.11.2026
  7. Google Ads-Hilfe: Attributionsberichte, abgerufen am 05.11.2026
  8. Google Ads-Hilfe: Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen, abgerufen am 05.11.2026
  9. Google: Journey-aware bidding, abgerufen am 05.11.2026
  10. Revvim: Bidding on Offline CRM Stages Instead of Unqualified B2B Leads, 01.04.2026
  11. PushPartner: Anfragentabelle eines Sondermaschinenbauers für Prüf- und Messtechnik (anonymisiert), Juni 2022 bis 03.11.2026, ausgewertet am 04.11.2026

Fazit

Melden Sie Google die erste verlässliche Qualitätsstufe, idealerweise innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick, und laden Sie täglich hoch, sonst regelmäßig. Den Auftrag nach Monaten werten Sie im CRM aus. Solange Ihnen 15 qualifizierte Rückmeldungen in 30 Tagen fehlen, entscheiden Sie selbst, welche Begriffe Budget bekommen.

Häufige Fragen

Google importiert sie nicht, sie erscheinen nicht in Ihren Conversion-Statistiken. Google rät in seiner Hilfe, dann ein Offline-Ereignis hochzuladen, das innerhalb der 90 Tage liegt. Den Auftrag selbst ordnen Sie im CRM der Kampagne zu.

Wer neu anfängt, beginnt laut Google mit erweiterten Conversions für Leads, die GCLID wird dabei weiter mitgeschickt. Beachten Sie die kürzere Frist: Diese Uploads nimmt Google nur bis 63 Tage nach dem letzten Klick an, GCLID-Uploads bis 90 Tage.

Laut Google mindestens einmal täglich. Geht das nicht, dann regelmäßig, etwa alle zwei Tage oder jede Woche. Liegen mehr als 7 Tage zwischen der Stufe im CRM und dem Upload, fehlt die Conversion in den Attributionsberichten.

Ja, mit einer Conversion-Anpassung. Die Gebotsautomatik berücksichtigt sie laut Google aber nur, wenn sie bis zu 7 Tage nach der ursprünglichen Erfassung hochgeladen wird. Zurückgezogene Conversions verschwinden vollständig aus den Berichten und lassen sich danach nicht mehr anpassen.

Über Data Manager verbindet Google Ads CRM-Systeme wie HubSpot und Salesforce, die frühere Salesforce-Integration läuft seit dem 31. Mai 2025 nicht mehr. Alternativ gehen die Data Manager API oder ein Datei-Upload, bei erweiterten Conversions für Leads nur über Data Manager. In der Google-Ads-API sind diese Uploads seit dem 15. Juni 2026 gesperrt, außer für Altfälle mit Legacy-Zugriff. Die Einrichtung beschreibt unser Artikel Conversion-Tracking in Google Ads für Leads.

Über den Autor

Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

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Pixelgrafik: Ein lächelndes Smartphone mit grünem Hörerknopf steht in der Mitte, links tippt ein Mauszeiger unter einer grauen Sprechblase mit Fragezeichen, rechts eine grüne Sprechblase mit Textzeilen und ein grünes Häkchen.

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Benjamin Pusch

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

Pixelgrafik: Ein Mauszeiger klickt auf die oberste Anzeige einer Trefferliste, ein Brief führt von dort zu einem lächelnden orangen Ordner, vom Ordner führt eine gestrichelte Linie mit grünem Häkchen zurück zur Anzeige; rechts liegt ein zweiter Brief mit Häkchen.

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer