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Suchnetzwerk oder Displaynetzwerk? Wo Ihr Google-Ads-Budget im B2B hingehört

Suchnetzwerk oder Displaynetzwerk? Wo Ihr Google-Ads-Budget im B2B hingehört

06.11.2026

8 Min. Lesezeit

Pixelgrafik: Eine goldene Münze mit Euro-Zeichen fließt über eine gestrichelte Linie in eine Trefferliste, auf der eine lächelnde Lupe sitzt; rechts davon, durch eine senkrechte gestrichelte Linie getrennt, steht ein Browserfenster mit einer Webseite.

Für Anfragen im B2B gehört Ihr Google-Ads-Budget zuerst ins Suchnetzwerk. Das Displaynetzwerk bekommt, wenn überhaupt, eine eigene Kampagne mit eigenem Ziel, zum Beispiel Remarketing. Im Suchnetzwerk erscheint Ihre Anzeige, wenn jemand nach Ihrer Leistung sucht. Im Displaynetzwerk erscheint sie auf Websites, in Videos und in Apps, ohne dass jemand gesucht hat.

Eine neue Suchkampagne ist dabei nicht nur Suche: Suchnetzwerk-Partner sind laut Google standardmäßig eingeschlossen. Ob auch das Displaynetzwerk angehakt ist, zeigt die Einstellung „Werbenetzwerke“. Google baut genau diese Mischung gerade um: Ab Februar 2027 stellt Google Suchkampagnen mit Display automatisch auf ein neues Modell um. Prüfen Sie die Einstellungen deshalb jetzt.

Suchnetzwerk und Displaynetzwerk im Vergleich

Der Unterschied liegt im Auslöser. Im Suchnetzwerk löst eine Suchanfrage die Anzeige aus. Im Displaynetzwerk erscheint sie, während jemand eine Website liest, ein Video schaut oder eine App nutzt, ausgerichtet nach Themen, Zielgruppen oder Orten. Wie die Suche zur Anfrage wird, erklärt der Überblick Wie funktioniert Google Ads?.

MerkmalSuchnetzwerk (Google-Suche)Suchnetzwerk-PartnerDisplaynetzwerk
AuslöserSuchanfrage passt zu Ihren KeywordsSuchanfrage auf einer Partner-Website passt zu Ihren KeywordsAusrichtung passt zur Website, zum Video oder zur App und zum Nutzer
Lage des Nutzerssucht gerade nach einer Lösungsucht auf einer anderen Suchseite, in YouTube oder liest eine Verzeichnis- oder Produktseiteliest, schaut oder nutzt eine App, sucht nicht
AusrichtungKeywordsdieselben KeywordsThemen, Zielgruppen, Standorte, Remarketing-Listen
In einer neuen Suchkampagneanstandardmäßig anunter „Werbenetzwerke“ prüfen
Typischer Zweck im B2BAnfragenmehr Reichweite für dieselben KeywordsRemarketing, Bekanntheit

Quellen der Tabelle sind die Google-Hilfeseiten zum Suchnetzwerk, zum Displaynetzwerk, zur Display-Aktivierung und zu Remarketing-Listen. Die letzte Zeile ist unsere Einordnung für B2B-Anfragen, keine Angabe von Google.

Drei Netzwerke, nicht zwei: die Suchnetzwerk-Partner

Vier von neun Ratgebern, die wir am 3. November 2026 zu diesem Suchbegriff gelesen haben, erwähnen die Partner gar nicht. In den Einstellungen einer Suchkampagne stehen aber drei Netzwerke. Google schreibt: „Wenn Sie eine Suchkampagne erstellen, sind Suchnetzwerk-Partner standardmäßig eingeschlossen.“ Partner sind andere suchbezogene Websites und Apps, auf denen Google Ihre Suchanzeigen zeigt.

Was für und gegen Partner spricht und wo Sie den Partner-Bericht finden, steht im Artikel Google-Suchanzeigen. Unser Weg für Lead-Kampagnen: Partner zum Start aus, später mit dem Partner-Bericht entscheiden.

Laut Google kann sich nach der Umstellung im Februar 2027 das Budget zwischen Google-Suche, Suchnetzwerk-Partnern und Displaynetzwerk verschieben. Unsere Einschätzung: Wer Partner und Display in derselben Kampagne anlässt, gibt Google dort mehr Spielraum.

Display in der Suchkampagne: Warum es eine eigene Kampagne braucht

Lassen Sie das Displaynetzwerk in Ihrer Suchkampagne aus. Wollen Sie Display nutzen, dann in einer eigenen Kampagne.

Wie die Display-Aktivierung bisher arbeitet. Ist das Displaynetzwerk in einer Suchkampagne eingeschlossen, liefert Google die Anzeigen auch auf Websites und in Apps aus. Bisher nutzte Google dafür laut Hilfe das Budget, das die Suche nicht aufgebraucht hat, und wandte im Hintergrund eine Budgetzuweisung von 50 % an. Die Anzeigen erstellt Google automatisch aus Ihren Suchanzeigen.

Googles Versprechen. Suchkampagnen mit freiem Budget und Display-Aktivierung können laut Google mit bis zu 15 % mehr Conversions bei ähnlichem CPA rechnen, also ähnlichen Kosten je Conversion. Die Bedingung steht gleich dabei: freies Budget. Zieht die Suche Ihr Tagesbudget ohnehin aus, gilt die Zahl nicht. Wie die 15 % gemessen wurden, sagt Google nicht.

Was dagegen spricht. In einer gemischten Kampagne laufen Suche und Display unter einem Budget und einer Gebotsstrategie. Ob eine Anfrage aus einer Suche oder von einer Website kam, sehen Sie erst, wenn Sie nach „Netzwerk (mit Suchnetzwerk-Partnern)“ segmentieren. Google weist selbst darauf hin, dass nach dem Einschalten mehr Conversions und damit höhere Ausgaben pro Tag möglich sind. Und Google rät, bei Leistungsproblemen die Display-Einstellung zu prüfen.

In unseren Lead-Kampagnen ist das Displaynetzwerk deshalb aus, außer bei einer eigenen Displaykampagne.

Was Google seit Oktober 2026 ändert. Für Display in der Suchkampagne lassen sich jetzt Prioritätsstufen setzen, Hoch oder Niedrig, und optional eine Obergrenze in Prozent des Tagesbudgets. Google nennt das Kanalpriorisierung. Wer die bisherige Aufteilung behalten will, setzt laut Google für das Displaynetzwerk „Niedrige Priorität“ mit 50 % des Tagesbudgets.

Was sich bis Februar 2027 ändert

Google ändert 2026 und 2027 zwei Dinge: Display in Suchkampagnen und reine Displaykampagnen. Beides betrifft Konten, die heute Display nutzen.

WannWas laut Google passiert
Juni 2026Ein Werkzeug stellt bestehende Displaykampagnen auf Demand Gen um, schrittweise eingeführt.
Oktober 2026Prioritätsstufen und optionale Obergrenze für Display in Suchkampagnen.
Februar 2027Suchkampagnen mit Display-Aktivierung werden automatisch auf Kanalpriorisierung umgestellt, die bisherige Aufteilung fällt weg.
später (Google nennt kein Datum)Neue Displaykampagnen nur noch in Demand Gen, übrige werden automatisch umgestellt.

Demand Gen ist ein Kampagnentyp, der neben dem Displaynetzwerk auch YouTube, Discover und Gmail erreicht. Eine umgestellte Kampagne lässt sich laut Google nicht zurück in eine Displaykampagne verwandeln. Was Sie vor der Umstellung tun sollten und welche Termine im Umlauf sind, steht im Artikel Demand-Gen-Kampagnen im B2B.

Wann Display im B2B trotzdem passt

Display passt im B2B, wenn es ein eigenes Ziel hat, das die Suche nicht erfüllt. Zwei Fälle sind typisch.

Remarketing. Sie zeigen Anzeigen an Menschen, die schon auf Ihrer Website waren, etwa auf einer Leistungsseite ohne Anfrage. Google verlangt dafür im Displaynetzwerk mindestens 100 aktive Nutzer in der Remarketing-Liste, gezählt über die letzten 30 Tage.

Was wir in eigenen Konten sehen. In 5 von 22 Google-Ads-Konten mit Werbeausgaben liefen von November 2025 bis Oktober 2026 reine Displaykampagnen. Nur 2 davon brachten Conversions, alle aus Remarketing. In beiden war eine Conversion aus Display-Remarketing günstiger als eine aus der Suche desselben Kontos.

Das ist eine kleine Stichprobe: 47 von 53 Display-Conversions kamen aus einem Konto, und jedes Konto definiert Conversions anders. Und Remarketing erreicht Menschen, die die Website schon besucht haben. Wir lesen das als Hinweis: Remarketing kann als eigene Kampagne funktionieren. Dass Display die Suche schlägt, zeigen die Zahlen nicht.

Bekanntheit in einem engen Markt. Im Displaynetzwerk lassen sich Anzeigen nach Themen, Zielgruppen und Standorten ausrichten. Unsere Einschätzung: Das kann helfen, wenn Ihre Kunden selten nach Ihrer Leistung suchen. Eine direkte Anfrage ist dann nicht der richtige Maßstab.

Display ja, wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Die Suchkampagne läuft und bringt Anfragen.
  2. Display bekommt ein eigenes Budget und ein eigenes Ziel.
  3. Sie werten Display getrennt aus und nicht an den Kosten je Anfrage der Suche.

Checkliste: sechs Einstellungen, die Sie heute prüfen

  1. Suchnetzwerk-Partner: an oder aus, und mit Absicht so?
  2. Displaynetzwerk in der Suchkampagne: eingeschlossen? Wenn ja, warum?
  3. Empfehlungen automatisch anwenden: Laut Google gehören dazu auch „Displaynetzwerk-Aktivierung verwenden“ und „Mit Suchnetzwerk-Partnern von Google die Reichweite vergrößern“. Sind diese Empfehlungen zur automatischen Anwendung ausgewählt, kann Google beides wieder einschalten. Wie Sie das prüfen, steht im Artikel Google Ads optimieren.
  4. Kanalpriorisierung: Falls Display drin bleibt, sind Priorität und Obergrenze gesetzt, bevor Google im Februar 2027 umstellt?
  5. Displaykampagnen: Laufen welche? Dann steht die Umstellung auf Demand Gen an, und sie ist endgültig.
  6. Berichte nach Netzwerk: Sehen Sie monatlich nach, welcher Anteil der Kosten außerhalb der Google-Suche landet?

Fazit

Für B2B-Anfragen zuerst die Suche, sauber eingestellt. Display nur mit eigenem Ziel und eigenem Budget. Die drei Schalter Partner, Display und Kanalpriorisierung lohnen den Blick jetzt, weil Google die Budgetverteilung zwischen ihnen bis Februar 2027 umbaut. Wenn Sie Ihr Konto prüfen lassen wollen, sehen wir es uns als Google Ads Agentur im kostenlosen Erstgespräch mit Ihnen an.

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Transparenzhinweis

  • Autor und fachliche Prüfung: Benjamin Pusch, Gründer von PushPartner.
  • Interessenkonflikt: PushPartner ist eine Agentur für Performance-Marketing in Düsseldorf und betreut Google-Ads-Konten von B2B-Unternehmen. Wir verdienen an dieser Betreuung.
  • Datenstand: 3. November 2026. Google ändert die Display-Aktivierung und die Displaykampagnen gerade. Wir prüfen den Artikel spätestens am 3. Februar 2027.
  • Quellen: Hilfeseiten von Google Ads am 3. November 2026 gelesen, dazu neun Ratgeber zum Suchbegriff für die Einordnung. Eigene Kontozahlen ohne Beträge und ohne Kundennamen.

Quellen

  1. Google Ads-Hilfe: Google Suchnetzwerk, abgerufen am 03.11.2026
  2. Google Ads-Hilfe: Displaynetzwerk: Definition, abgerufen am 03.11.2026
  3. Google Ads-Hilfe: Displaynetzwerk-Aktivierung in Suchkampagnen, abgerufen am 03.11.2026
  4. Google Ads-Hilfe: Kampagnen mit Google-Displayanzeigen sind jetzt in Demand Gen verfügbar, abgerufen am 03.11.2026
  5. Google Ads-Hilfe: Funktionsweise von Segmenten mit selbst erhobenen Daten (Mindestgröße von Remarketing-Listen), abgerufen am 03.11.2026
  6. Google Ads-Hilfe: Segmente in Tabellen verwenden (Segment „Netzwerk (mit Suchnetzwerk-Partnern)“), abgerufen am 03.11.2026
  7. Google Ads-Hilfe: Empfehlungen automatisch anwenden, abgerufen am 03.11.2026
  8. PushPartner: eigene Auswertung von 22 Google-Ads-Konten mit Werbeausgaben, November 2025 bis Oktober 2026, ausgewertet am 03.11.2026

Häufige Fragen

Unsere Einschätzung: Als Quelle für direkte Anfragen meist ja, weil die Menschen dort gerade nicht nach Ihrer Leistung suchen. Für Remarketing an Besucher Ihrer Website kann eine eigene Displaykampagne sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass Display ein eigenes Budget und ein eigenes Ziel bekommt und Sie es getrennt von der Suche auswerten.

Google verlangt für eine Remarketing-Liste im Displaynetzwerk mindestens 100 aktive Besucher oder Nutzer in den letzten 30 Tagen. Darunter liefert Google keine Anzeigen an diese Liste aus. Die Zahl in Google Analytics ist dafür nicht maßgeblich, Google zählt anders.

In den Einstellungen der Kampagne unter „Werbenetzwerke“, dort über „Netzwerkeinstellungen anzeigen“. Ist „Google Displaynetzwerk einbeziehen“ ausgewählt, läuft die Kampagne auch auf Websites und in Apps. Im selben Bereich steht das Häkchen für die Suchnetzwerk-Partner.

Dann laufen Ihre Anzeigen auch bei Suchnetzwerk-Partnern oder im Displaynetzwerk. Welcher Anteil wohin geht, zeigt das Segment „Netzwerk (mit Suchnetzwerk-Partnern)“ in der Kampagnentabelle. Ob beide eingeschaltet sind, sehen Sie in den Kampagneneinstellungen unter „Werbenetzwerke“.

Nein, eine gut eingestellte Suchkampagne reicht für den Start. Display lohnt sich erst, wenn Ihre Website genug Besucher für Remarketing hat oder Sie gezielt Bekanntheit aufbauen wollen. Dann als eigene Kampagne mit eigenem Budget.

Über den Autor

Benjamin Pusch

Benjamin Pusch

Geschäftsführer

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Benjamin Pusch

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Geschäftsführer

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Benjamin Pusch

Benjamin Pusch

Geschäftsführer

Pixelgrafik: Zwei Stufen mit den Ziffern 1 und 2; auf der ersten eine lächelnde Lupe vor einer Trefferliste, auf der zweiten ein Browserfenster mit Bildanzeige und Mauszeiger, links ein Brief mit grünem Häkchen.

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Benjamin Pusch

Benjamin Pusch

Geschäftsführer